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Fünf Dorndorfer Überraschungs-Eier im Dietkircher Oster-Nest

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Dauer-Duell: Franjo Tuzlak (FC Dorndorf, links) und Jonathan Mink (TuS Dietkirchen).
Dauer-Duell: Franjo Tuzlak (FC Dorndorf, links) und Jonathan Mink (TuS Dietkirchen). © Patrick Jahn

Der FC Dorndorf hat im Fußball-Kreispokal-Viertelfinale für eine dicke Überraschung gesorgt: Der Gruppenliga-Spitzenreiter warf das Hessenliga-Team des TuS Dietkirchen mit 5:0 aus dem Wettbewerb.

Im letzten Viertelfinale des Fußball-Kreispokal-Wettbewerbs hat der FC Dorndorf beim 5:0 gegen den zwei Ligen höher angesiedelten TuS Dietkirchen nicht nur für eine Überraschung gesorgt, sondern dem Hessenligisten so richtig eine „verbraten“. Damit komplettiert der bärenstarke Gruppenliga-Spitzenreiter das Halbfinale um den SV Rot-Weiß Hadamar, den RSV Weyer und den VfR 07 Limburg.

FC Dorndorf – TuS Dietkrichen 5:0 (1:0). Nach handgestoppten zwölf Sekunden lag das „Ei“ bereits zum ersten Mal im Dietkircher Nest. Niklas Schmitt hatte einen unüberlegten Querpass vor dem eigenen Sechzehner gespielt, Thomas Wilhelmy „spritzte“ dazwischen und ließ Max Gotthardt keine Chance – 1:0 (1.). Trotz des frühen Gegentreffers war beim Hessenligisten zu keiner Zeit ein richtiges Aufbäumen zu erkennen. Ja, mit Robin Böcher, Steffen Moritz, Kevin Kratz und Dennis Leukel waren zweifelsfrei wichtige Stützen nicht mit dabei - als Ausrede durfte diese Tatsache aber nicht gelten. Von der Einstellung war das beim TuS schlichtweg zu wenig.

Meist versuchten es die Reckenforstler über lange Bälle, die aber häufig ungenau waren. Dorndorf, das vom Start weg aggressiver und spielerisch reifer wirkte, gab den Ton an. Bei Dietkirchen schaffte es lediglich ein 18-Meter-Schuss Robin Dankofs, der links vorbeiging, auf den Notizblock (22.). Kurz vor der Pause setzte sich Florian Kröner auf der Gegenseite gegen Moses Nickmann durch, wurde dann aber im Verbund der TuS-Defensive gerade noch so am Abschluss gehindert (43.).

Die Truppe von Trainer Thorsten Wörsdörfer wollte im zweiten Akkord ein anderes Gesicht zeigen. Dass die Partie aber vier Minuten nach Wiederbeginn praktisch entschieden war, passte ins Bild. Mohamed Zouaoui hatte vor dem Strafraum zu viel Platz und setzte die Kugel aus 20 Metern platziert in die rechte Ecke – 2:0 (47.). Wiederum nur 120 Sekunden danach servierte Florian Kröner einen Freistoß auf den zweiten Pfosten, wo Ajmir Koochi per Kopf querlegte und Junmoon Park sein Haupt hinhielt – 3:0 (49.).

Die Reckenforstler wirkten konsterniert, bekamen kein Bein mehr auf die Erde, während sich die Elf von Florian Hammel in einen echten Rausch spielte. Wieder war es ein Standard, der das 4:0 bedeutete: Ecke Florian Kröner auf den zweiten Pfosten, Junmoon Park stieg am höchsten und nickte unter die Latte (58.). Die Reckenforstler kamen aber immerhin noch zu zwei gefährlichen Abschlüssen von Maximilian Zuckrigl (63., 72.), was belegte, dass sich der TuS nicht gänzlich verprügeln lassen wollte.

Und doch waren die Gelegenheiten des FCD schlichtweg besser, denn Niclas Schneider schoss sogar noch einen Foulelfmeter über das Tor (77.), ehe der eingewechselte Johann Zahn auf Zuspiel von Samim Mansur den 5:0-Endstand herstellte (84.). Für die in allen Mannschaftsteilen überragenden Dorndorfer ein echter Festtag, während der Auftritt des TuS Dietkirchen, dem die dreiwöchige Zwangspause scheinbar nicht gutgetan hat, Rätsel aufgab.

Dorndorf: Hammel, Mansur, Cano Cifuentes, Park, Wilhelmy, Zouaoui, N. Schneider, Tuzlak, Hindic, Koochi, Kröner (Zahn, Vogt, M. Schneider) – Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann, Müller, Hautzel, Dankof, Zuckrigl, Stahl, Bergs, Schmitt, Mink, Enders (Schmitz, Lengwenus) – SR: Noah Bursky (Niedertiefenbach) – Tore: 1:0 Thomas Wilhelmy (1.), 2:0 Mohamed Zouaoui (47.), 3:0 (49.), 4:0 (58.) beide Junmoon Park, 5:0 Johann Zahn (84.) – Zuschauer: 500.

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