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Sponatan „aus dem Handgelenk“ geschüttelt hatte (von rechts) Thomas Weikert (Geschäftsführer des TTC Elz) zum Empfang geladen für Werner Englisch, Piotr Frackowiak und Kay Seyffert. Auch Matthias Schmidt von der Gemeinde Elz war zum Gratulieren gekommen.

TTC Elz

Seyffert, Englisch und  Frackowiak lüften das Geheimnis ihres Erfolgs

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Sie haben es bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt so richtig krachen lassen. In der Sporthalle der Erlenbachschule bereiteten die Aktiven des TTC Elz ihren „Dinos“ Kay Seyffert, Werner Englisch und Piotr Frackowiak einen spontanen Empfang.

Jetzt ist es raus: Nicht etwa hartes und vor allem regelmäßiges Training, Ehrgeiz und die nötige Portion Talent machen aus einem gestandenen Tischtennisspieler einen Deutschen Seniorenmeister – nein! Der entscheidende Faktor ist die Frau, die hinter den Männern steht. Dieses Geheimnis entlockte zumindest der Geschäftsführer des TTC Elz, Thomas Weikert – selbst aktiver Spieler im Verbandsliga-Team –, den drei Zugpferden des Vereins: Werner Englisch, Kay Seyffert und Piotr Frackowiak. 

Werner Englisch, der sich in der Altersklasse Ü65 im Mixed an der Seite von Christel Diefenbach (Pfalz) in Erfurt den Titel holte und im Doppel mit Hans-Werner Büchler (SG Arheilgen) zudem Bronze gewann, erklärt das Phänomen: „Meine Frau nimmt mir bei solchen Großveranstaltungen einfach sehr viel ab, und ich bin immer froh, wenn sie mit dabei ist. Sie sorgt dafür, dass ich immer pünktlich bin, alles beisammen habe und zwischendurch auch mal etwas esse.“ Dem stimmten seine Vereinskameraden Piotr Frackowiak, Deutscher Meister im Einzel der Ü50, und Kay Seyffert, Bronzemedaillengewinner im Einzel der Ü60, zu. 

Diese regelrechte Medaillenflut war dem TTC Elz einen kleinen Empfang wert. „Unsere Senioren waren schon immer stark, aber nie zuvor so erfolgreich wie dieses Mal“, rückte Thomas Weikert die Leistung der drei „Dinos“ ins rechte Licht. In Abwesenheit von Präsident Ulrich Hadaschick, der die tollen Geschehnisse in Erfurt aus der Urlaubsferne registrierte, hatte der TTC-Geschäftsführer auf die Schnelle einen Empfang auf die Beine gestellt. „Wir machen das hier in der Halle, wo wir uns am wohlsten fühlen“, sagte Thomas Weikert, seines Zeichens auch Präsident des Welt-Tischtennis-Verbandes (ITTF). 

Zum Gratulieren gekommen war auch Matthias Schmidt, Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Soziales der Gemeinde Elz. Er wusste: „Es ist wichtig für die Gemeinde, erfolgreiche Sportler zu ehren. Ein Verein braucht Vorbilder.“ 

 Ein solches Vorbild ist auch Kay Seyffert, der seit vielen Jahrzehnten auf hohem Niveau beim TTC Elz um Punkte spielt. Zuletzt war er mit der 2. Mannschaft Meister der Verbandsliga West geworden. Mit ihm Team: Jeschwan Rahimzadeh, René Loraing, Cyril Menner, Werner Englisch, Patrick Pfaff, Thomas Weikert, Uwe Grünheid und Julian Roth. Von ihrem Aufstiegsrecht wollen sie allerdings keinen Gebrauch machen. Seyffert: „Aus Vernunftgründen lassen wir das mit der Hessenliga. Es ist sicher besser, in der Verbandsliga wieder oben mitzuspielen.“ Er nutzte die Gelegenheit, sich bei den vielen anwesenden aktiven Elzer Spielern aus allen Altersklassen zu bedanken: „Ihr seid immer sehr gute Sparringspartner im Training.“ 

Nicht ganz neu war für Piotr Frackowiak das Gefühl, den Meistertitel gewonnen zu haben. Das kannte er bereits, denn er war unter anderem Polnischer U21-Meister. Der Oberliga-Spieler war 1990 nach Elz gekommen. „Ich fühle mich hier wohl und habe einen guten Job. Mein Chef hatte und hat immer Verständnis für meinen Sport.“ Sein Sohn Roman spielt beim SV Elz erfolgreich Fußball im Team von Mehmet Dragusha. Die Frackowiaks gehören einfach dazu!

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