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SG Blau-Weiß Schneidhain entthront im Topspiel den FC Mammolshain

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Torschützen unter sich: Lukas Löffler (BW Schneidhain, re.) legt das 1:0 vor, das dann Philipp Hees (FC Mammolshain, li.) ausgleicht.
Torschützen unter sich: Lukas Löffler (BW Schneidhain, re.) legt das 1:0 vor, das dann Philipp Hees (FC Mammolshain, li.) ausgleicht. © Heiko Rhode

Die SG Blau-Weiss übernimmt nach ihrem 2:1-Sieg im Königsteiner Derby die Tabellenführung. Dabei hatte der FCM mehr Torchancen.

Schneidhain -Bei bestem Fußballwetter wurde den 200 Zuschauern am Sonntagnachmittag ein spannendes Derby in der Kreisliga A zwischen der SG Blau-Weiss Schneidhain und dem FC Mammolshain geboten. Das Topspiel - der Zweite empfing den Ersten - erfüllte die Erwartungen. In einem ausgeglichenen Duell setzten sich die Schneidhainer dank einer effizienten Chancenverwertung mit 2:1 durch, krönten sich damit zum Derbysieger und eroberten die Tabellenspitze. Nachdem es im Hinspiel keinen Sieger gegeben hatte (2:2), sind die heimischen Kräfteverhältnisse hinter dem 1. FC-TSG Königstein für diese Saison dadurch erst einmal geklärt.

Einen kleinen Dämpfer gab es allerdings bereits vor dem Anpfiff für beide Königsteiner Teams aus den Stadtteilen, konnten sie das Duell beiderseits wegen Verletzungen doch nicht in Bestbesetzung angehen. Zusätzlich hatten sich beim FCM unter der Woche zwei Spieler aus der Abwehrkette mit dem Coronavirus infiziert.

Die Mammolshainer waren von Beginn an gut in der Partie und erspielten sich mehrere hochkarätige Chancen, die sie aber alle nicht nutzen konnten. Auch Top-Torschütze Wayne Schaefer scheiterte in der 21. Minute aus spitzem Winkel an BW-Torhüter Sebastian Aybar, der hervorragend mit dem Fuß parierte und einen Rückstand verhinderte. Und wie es häufig so ist: Wenn man die Chancen vorne nicht nutzt, dann rächt es sich hinten. So geschehen in der 38. Minute, als Schneidhains Kapitän Lukas Löffler mit einem super Dribbling gleich mehrere Gegenspieler stehen ließ und dann im Strafraum zu Fall kam - Schiedsrichter Paul Nolte (Wiesbaden) zeigte sofort auf den Punkt. Löffler, der Gefoulte, trat selbst an und verwandelte sicher unten rechts zum 1:0. FCM-Torhüter Anil Ali Dai war auf dem Weg in die andere Ecke.

Der Tabellenführer war nach dem Rückstand gefordert und antwortete noch vor der Pause. Nach einem Freistoß von der rechten Seite in Höhe des Sechzehners kam Philipp Hees nach einer Hereingabe von Alexander Rieger völlig frei zum Kopfball und platzierte das Spielgerät im Gehäuse (44.). Mit einem gerechten 1:1 ging es in die Kabine.

Nach der Pause erwischten die Blau-Weißen den glücklicheren Start und trafen durch einen wuchtigen Schuss aus 16 Metern von Nicola Bizimis zum 2:1 (53.). Vorausgegangen war ein Zweikampf, woraufhin der Ball plötzlich zu Bizimis sprang, der am schnellsten schaltete und perfekt unten links ins Eck traf - keine Chance für FCM-Keeper Dai.

Mit der Führung im Rücken setzten die Schneidhainer nun auf lange Bälle und Konter. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie hitziger und von vielen Fouls unterbrochen. Mehrfach musste Spielleiter Nolte zur Gelben Karte greifen. Mit dessen Leistung war Mammolshains Trainer Michael Drogi nicht zufrieden. "Ich finde es einfach schade, dass er dem Spiel eine gewisse Richtung mitgegeben hat", ärgerte er sich. Damit lag er nicht ganz falsch. Tatsächlich gab der Referee bei einigen Entscheidungen eine unglückliche Figur ab. Drogi betonte aber auch, dass das nicht der ausschlaggebende Punkt für die Niederlage seines Teams war. "Wir haben unsere hundertprozentigen Chancen einfach nicht genutzt", erklärte der FCM-Coach.

Für die Mammolshainer ergaben sich einige gute Freistoßmöglichkeiten. Wie etwa kurz vor Ende der regulären Spielzeit, als Hees mit einem Kopfball den Ausgleich verpasste. Somit blieb es beim knappen 2:1-Sieg für Schneidhain - daran konnte auch eine Rudelbildung in der Nachspielzeit, die sich schnell wieder auflösen sollte, nichts mehr ändern. Unter großem Jubel feierten die Schneidhainer den Derby-Erfolg zusammen mit ihren Fans. Trainer Carlos Regalo war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Dieser Sieg fühlt sich richtig gut an. Den wollen wir jetzt erst mal richtig feiern", bekräftigte der Trainer der Blau-Weißen mit einem breiten Grinsen im Gesicht. FYNN HORNBERG

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