Duathlon in Kalkar

Sieburger wird EM-Zweite

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„Die Silbermedaille ist eigentlich der größte Erfolg in meiner Laufbahn“, freut sich die Eschbornerin nach ihrem Ausflug zu den Duathlon-Europameisterschaften in

Lisa Sieburger wurde für das deutsche Team bei den Europameisterschaften im Duathlon in Kalkar nominiert. Die Triathletin hatte lange keinen Duathlon mehr bestritten, rechnete sich dennoch Medaillenchancen aus. Mit der Silbermedaille war sie hochzufrieden.

„Die Silbermedaille ist eigentlich der größte Erfolg in meiner Laufbahn“, freut sich die Eschbornerin nach ihrem Ausflug zu den Duathlon-Europameisterschaften in Kalkar am Niederrhein.

Im Feld der Duathlon-Spezialistinnen wollte sie sich über die olympische Disziplin von 10 Kilometer Laufen, 40 Kilometer Radfahren und nochmals 5 Kilometer Laufen erst einmal orientieren. „Ich habe mich bald mit in die Spitzengruppe gesetzt und gemerkt, dass ich das Tempo mitgehen kann. So wird es gut und macht Spaß“, berichtete die Mathematikerin. Sieburger hatte sich nach wenigen Kilometern gemeinsam mit Titelverteidigerin Sandra Levenez, deren französische Teamkollegin Julie Chuberre, der Italienerin Giorgia Priarone und Sandra Illes aus Österreich abgesetzt. Gemeinsam gingen die fünf Athletinnen nach 35:30 Minuten auf die Radstrecke, wobei die Österreicherin Illes ihre Probleme bekam. „Die Strecke war technisch nicht anspruchsvoll. Es gab nur zwei Kurven, den Wendepunkt und ein kleiner technischer Teil über das Gelände“, berichtete Lisa Sieburger, „wir sind sehr ordentlich Kreisel gefahren. Das hat gut funktioniert, so dass keiner mehr von hinten vorkommt. Doch hätten wir das etwas entspannter angehen können.“

Zu viert gingen die führenden Damen in die Wechselzone, wo Lisa Sieburger ihren Konkurrentinnen zwei bis drei Sekunden abnahm und sich erst mal an die Spitze setzte. „Schnell habe ich das Fußgetrappel gehört. Dann hat mich Giorgia Priarone überholt. Da habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht mit ihr mitlaufen konnte“, erklärte Sieburger. Auch Sandra Levenez überholte die Eschbornerin. „Sie hatte fünf bis zehn Sekunden Vorsprung, konnte sich aber nicht absetzen. Am Rheindamm bin ich im Gegenwind zu ihr aufgelaufen“, beschrieb Sieburger die entscheidende Phase im Kampf um den zweiten Platz, „ich bin stabil bei ihr geblieben und habe jedes Korn gespart, was ich konnte, denn ich habe auf ihre Attacke gewartet“. In den Kurven lief sie dann die Ideallinie, ihre Konkurrentin nicht. „Da habe ich gemerkt, dass eine Lücke entstanden ist und habe aufs Tempo gedrückt“, beschrieb die Eschbornerin die entscheidende Aktion. Diesem Angriff konnte die Titelverteidigerin nichts entgegensetzen und lag im Ziel sechs Sekunden hinter Lisa Sieburger, die nach 1:59:36 Stunden die Ziellinie passierte, 37 Sekunden hinter der Siegerin Giorgia Priarone. „Diese zwei Disziplinen gehen also schon mal“, resümierte die 24-Jährige, „auf dem Niveau reicht aber das Schwimmen noch nicht. Da muss ich noch etwas tun“.

Nun steht erst einmal aktive Erholung an. „Ich bin jetzt tatsächlich ziemlich platt“, so Lisa Sieburger, deren nächstes Ziel in zweieinhalb Wochen der Triathlon-Weltcup in Cagliari auf Sardinien ist. „Da freue ich mich schon drauf“, erzählt die Eschbornerin. Ob es für sie noch für den olympischen Qualifikationswettkampf in Yokohama in Japan reicht, vermag sie noch nicht zu sagen. Aber die Qualifikation für die Duathlon-Weltmeisterschaft in Aviles (Spanien) hat sie schon in der Tasche. Das ist ja auch schon eine ganze Menge.

(vho)

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