Einer der auffälligsten Hadamarer Spieler des Abends: Marco Koch.
+
Einer der auffälligsten Hadamarer Spieler des Abends: Marco Koch.

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

2:1-Sieg - SV Rot-Weiß Hadamar schüttelt den SC Waldgirmes ab

Der SV Rot-Weiß Hadamar hat am Mittwochabend mit dem 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den SC Waldgirmes den Tabellendritten der Fußball-Hessenliga B distanziert und seine eigene Spitzenposition gefestigt. Und weil der FC Eddersheim mit 2:5 gegen Viktoria Griesheim verlor, sind es jetzt drei Punkte Vorsprung.

SV Rot-Weiß Hadamar – SC Waldgirmes 2:1 (2:0). Auftakt nach Maß an der Faulbacher Straße: Als der SCW noch in der Findungsphase steckte, nahm sich Marco Koch den Ball, zog aus 16 Metern zentral ebenso fest wie platziert ab – 1:0 (5.). Ausgerechnet Marco Koch, der beim 2:2 im Hinspiel (nachdem sein Team gerade einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte) dreimal mutterseelenallein aufs gegnerische Tor marschiert war und den Sieg dreimal hergeschenkt hatte. Als hätte er sich vorgenommen, es im Rückspiel besser zu machen...

Allerdings beflügelte die frühe Führung die Rot-Weißen mitnichten. Im Gegenteil: Die beiden Stürmer, Jann Bangert und Marco Koch, waren irgendwie nicht richtig im Spiel, bewegten sich nicht gut und waren folglich kaum anspielbar. Anders die Waldgirmeser, die durch den Ex-Hadamarer Robin Fürbeth mit einem Distanzschuss und einen 22-Meter-Freistoß von Barbaros Koyuncu, den SVH-Torwart Christopher Strauch ins Seitenaus faustete, die besten Gelegenheiten hatten. Ansonsten waren beide Strafräume absolute Tabuzonen.

Die Waldgirmeser waren einen Tick überlegen, machten daraus aber nichts Zählbares. Auf der Gegenseite legte Tristan Burggraf auf Jann Bangert ab, der mit seinem strammen Direktschuss allerdings keine Furcht einflößte. In den Reihen der Rot-Weißen, die sich vom Gegner den Schneid abkaufen ließen, gab es etliche Ballverluste, es lief nicht wirklich rund. Aber Hadamar steht nicht von ungefähr vorne in der Tabelle. Jerome Zey brachte einen Eckstoß in den Strafraum, die Akteure stocherten herum, bekamen den Ball nicht weg, Mirko Dimter fiel er irgendwie vor die Füße und ballerte ihn wuchtig zum 2:0 ins Netz (42.). Keeper Buss war noch mit den Fingerspitzen dran, aber ob der Härte des Schusses machtlos. Halbzeit.

Mit Anpfiff zum zweiten Durchgang lief es besser bei den Rot-Weißen. Was folgte war ein Potpourri der vergebenen Chancen. Die stark spielende Hadamarer Defensive wankte nie und leitete einen Konter nach dem anderen ein. Im Mittelpunkt: die jetzt wesentlich verbesserten Marco Koch und Jann Bangert, die abwechselnd hochkarätige Möglichkeiten kreierten, aber sich einfach nicht zu belohnen wussten. Das las sich so: 57. Minute: Pass von Koch in die Schnittstelle auf Bangert; 60. Minute: Bangert legt quer auf Koch, der vertändelt; 62. Minute: Koch setzt zu einem atemberaubend schnellen Supersprint à la Timo Werner von der Mittellinie aus an, bedient Bangert – wieder nichts. Und natürlich musste es so kommen, wie es kam: Als der kämpferisch herausragende Matthias Neugebauer Lucas Hartmann im Strafraum zu Fall brachte, verwandelte Barbaros Koyuncu den Elfer zum Anschluss. Jetzt brach noch einmal das große Zittern aus. Aber im Stile einer Spitzenmannschaft brachte das Team von Stefan Kühne die drei Punkte über die Ziellinie.

PATRICK JAHN

Hadamar: Strauch, Wölfinger, Dimter, Teller (81. Kern), Zey (78. Monteiro-Carvalho), Velemir (68. Kittel), Dillmann, Burggraf, Bangert, Neugebauer, Koch – Waldgirmes: Buss, Erler, Schmidt, Cost, Golafra, Koyuncu, Hartmann, Schneider (80. Fürstenau), Enobore, Cinemre (58. Erben), Fürbeth – SR: Reimund (Zwingenberg) – Tore: 1:0 Marco Koch (5.), 2:0 Mirko Dimter (43.), 2:1 Barbaros Koyuncu (84./FE) – Zuschauer: 200.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare