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Sieg und Niederlage für Bad Soden im Osten

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Von: Marcus Mühlenbeck

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Einfach platt: Franziska Koob und ihre Teamkolleginnen hatten nach dem Sieg in Dresden in Grimma keine Kraft mehr. FOTO: lorenz
Einfach platt: Franziska Koob und ihre Teamkolleginnen hatten nach dem Sieg in Dresden in Grimma keine Kraft mehr. © Marcel Lorenz

Nach dem Fünfsatz-Erfolg in Dresden fehlt in Grimma die Kraft

Bad Soden -Weit mehr als vier Stunden kämpften die Volleyballerinnen der TG Bad Soden in Dresden und in Grimma um Zählbares. Gegen die Dresdnerinnen siegte das Team von Steffen Pfeiffer mit 3:2 (20:25, 27:25, 21:25, 30:28, 19:17). Einen Tag später in Grimma war der Tank so gut wie leer, so dass es eine 1:3-Niederlage gab (26:28, 25:14, 16:25, 16:25). "Wir freuen uns, dass wir zwei Punkte mitgenommen haben", lobte der Trainer sein Team.

VCO Dresden - TG Bad Soden 2:3. Aufgrund des personellen Engpasses ging Pfeiffer nur mit Monika Dolezajova als Libera ins Rennen. Jacqueline Pfeiffer wechselte er immer mal wieder als zusätzliche Annahmespielerin im Außenangriff ein, um den angestammten Angreiferinnen Franziska Koob, Jonna Lieb, Samantha Habrich und Viktoria Lehmann kurze Verschnaufpausen zu gönnen. Von Beginn an servierte die junge Dresdner Mannschaft druckvoll und ließ den Bad Sodener Damen kaum Luft zum Atmen. Beim Stand von 3:6 zog der Trainer seine erste Auszeit. Dresden spielte jedoch auch danach munter weiter mit druckvollem Angriffsspiel - angeführt von Julia Wesser, die am Abend zuvor für die Erstliga-Damen des Dresdner SC den Matchball in Schwerin versenkte. "Eine Spielerin wie sie kann 50 Prozent des Teams ausmachen", betonte Pfeiffer. Sein Team schaffte es dagegen im ersten Satz nicht, die Annahme zu stabilisieren und selbst den gewohnten Angriffsdruck zu erzeugen - 20:25. Im zweiten Durchgang steigerten sich die Gäste, sahen sich jedoch beim Stand von 21:24 drei Satzbällen gegenüber. Franziska Koob egalisierte den Rückstand mit zwei "Granatenaufschlägen", wie ihr Trainer sah. Mit dem eigenen zweiten Satzball glich Bad Soden nach Sätzen aus - 27:25. Satz drei war ein Spiegelbild des Auftaktsatzes. Dresden schlug wieder enorm druckvoll auf und produzierte im Angriff wenig Fehler. Nach einem Sechs-Punkte-Rückstand kämpfte sich Bad Soden in den Satz und kam auf 21:23 ran. Zum Satzgewinn reichte es nicht. Anschließend sahen die Gäste lange wie der sichere Sieger aus. Trotz des 20:14 hatte Dresden beim Stand von 23:24 aus Sicht der Gäste den ersten von zwei Matchbällen, die sie jedoch mit zwei Fehlern im Aufschlag vergaben. Einmal mehr setzte sich die Abgezocktheit der Bad Sodenerinnen in der Schlussphase durch, die mit 30:28 den Tiebreak erzwangen. Auch in diesem offenen Schlagabtausch ging es in die Verlängerung. Nach einem guten langen Aufschlag nahm eine Dresdner Spielerinnen zwar an, doch beim Pass nach vorne waren sich ihre Mitspielerinnen uneins, so dass der Ball auf den Hallenboden zum 19:17 für die TG landete.

Sachsen Volleys Grimma - TG Bad Soden 3:1. "Wenn wir nicht schon gegen Dresden platt waren, dann waren wir es gegen Grimma", meinte Bad Sodens Trainer. Er sah, wie seine Spielerinnen im Laufe des Spiels immer mehr abbauten. Die angeschlagenen Franziska Koob und Jonna Lieb entwickelten kaum mehr Druck im Angriff. Viktoria Lehmann setzte einige wenige Ausrufezeichen und wurde später von Grimmas Übungsleiter Nikola Poluga zur besten Spielerin gewählt. Die Gäste gerieten in allen Verlustsätzen früh ins Hintertreffen. Gegen Dresden trugen die Aufholjagden noch Früchte. Im zweiten Spiel binnen weniger als 24 Stunden reichten die Kräfte nicht mehr. Im Vergleich zu den letzten zwei Partien gegen die Sachsen Volleys gewannen sie nun einen Satz. Durchgang zwei ging deutlich mit 25:14 an Bad Soden. "Grimma hat sehr gut aufgeschlagen und gut geblockt. Wir haben viele Eigenfehler gemacht und waren nicht so konzentriert, was auch dem Spiel zuvor gegen Dresden geschuldet war", resümierte Steffen Pfeiffer, der dennoch froh war, im Vergleich zur vergangenen Saison Zählbares von dem langen Auswärts-Wochenende mitgenommen zu haben. Nach dem Spiel äußerte er Bedenken angesichts der Spielansetzungen, denn die Auswärtsteams spielen an einem Wochenende stets zuerst in Dresden und dann in Grimma. "Das erste Spiel kostet enorm viel Kraft und Konzentration. Das macht es für Grimma einfacher", merkte der Trainer an, ohne die Leistung der Gastgeberinnen schmälern zu wollen.

Bad Soden: Matylda Bartoszewska, Monika Dolezajova, Jonna Lieb, Franziska Koob, Jennifer Burda, Nieke Stock, Jacqueline Pfeiffer, Hannah Gürsching, Samantha Habrich, Viktoria Lehmann, Anna Koptyeva. mü

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