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Junioren-Mannschaft des Jahres: die Turnerinnen des TV Eschhofen (Jahrgang 2007/08) machen Luftsprünge.

Hermann-Klaus-Gedächtnispreis der Max-Stillger-Stiftung

Die Sieger: TV Eschhofen, Sophie Michel, Paul Ohl

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Die Würfel sind gefallen, die Sieger ermittelt. Sie, liebe Leser, haben abgestimmt und in einem reinen Online-Verfahren die beste Junioren-Sportlerin, den besten Junioren-Sportler und die beste Junioren-Mannschaft des Jahres 2020 und somit die Gewinner des zum zweiten Mal vergebenen "Hermann-Klaus-Gedächtnispreises" der Max-Stillger-Stiftung gewählt.

Voraussetzung für die vorgeschlagenen Teilnehmer waren einmal mehr nicht nur die tollen Erfolge, sondern das Alter: Die Kandidaten durften zum 31. Dezember 2020 noch nicht 19 Jahre alt sein.

Aus einzelnen Kopf-an-Kopf-Rennen war in allen drei Kategorien letztlich ein klarer Triumphzug geworden mit jeweils deutlichem Ergebnis. Junioren-Sportlerin des Jahres ist die Kunstturnerin Sophie Michel vom TV Elz, Junioren-Sportler der Handballer Paul Ohl vom TuS Holzheim und Junioren-Mannschaft des Jahres sind die Gerätturnerinnen des TV Eschhofen, Jahrgang 2007/08, in der Besetzung Mia Jeuck, Hannah Kurz, Luisa Hilfrich, Leni Linn und Tabea Schmidt. Sie alle werden - wenn sich die pandemische Situation entspannt hat - mit dem Hermann-Klaus-Gedächtnispreis in Anlehnung an den 2019 verstorbenen ehemaligen Sportkreisvorsitzenden ausgezeichnet. Die beiden Einzelsportler werden mit je 500 Euro belohnt, die Mannschaft sogar mit satten 1000 Euro.

Die Fachjury setzte sich zusammen aus dem Stiftungsvorstand - Namensgeber Markus "Max" Stillger und Simon Schneider -, dem Vorsitzenden des Kuratoriums, Martin Richard, Sven Medenbach (Kreisjugendwart im Sportkreis), Thorsten Wörsdörfer (Trainer in der Fußball-Hessenliga, Sportexperte), Thomas Weikert (Präsident des Tischtennis-Weltverbandes ITTF) und Marion Morello (Sportredakteurin dieser Zeitung). In die Bewertung für die Vorauswahl waren nicht nur die erzielten Erfolge, sondern auch der Trainingsaufwand und der kreative Umgang mit der Situation während der Corona-Pandemie eingeflossen.

Markus Stillger freute sich über die riesige Resonanz beim zweiten Wettbewerb mit 4351 abgegebenen Stimmen: "Für uns war es wichtig, ein Zeichen zu setzen und auch in diesem Jahr trotz aller Widrigkeiten die Ausschreibung und Verleihung des Preises durchzuführen. Ich bin überzeugt, dass Hermann Klaus das von oben mit einem Lächeln zur Kenntnis nimmt. Die Resonanz mit fast 5000 Abstimmungen - und damit deutlich mehr als doppelt so vielen wie im vergangenen Jahr - zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, den Hermann-Klaus-Gedächtnispreis als dauerhafte Veranstaltung im Sportkreis Limburg-Weilburg und in der Region zu etablieren. Meine Glückwünsche gehen an die Gewinner - ihr habt es Euch verdient."

In der Tat. Die Sieger in den drei Kategorien haben einiges vorzuweisen. Die 13 Jahre junge Kunstturnerin Sophie Michel vom TV Elz ist Mitglied im Landeskader des Hessischen Turnverbandes (HTV) und Jüngste im Team von Eintracht Frankfurt in der 2. Kunstturn-Bundesliga. Beim renommierten Pre-Olympic-Youth-Cup wurde sie Vierte und war einzige Hessin ihrer Altersklasse bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Zudem zählte sie zum Team Hessen beim Deutschland-Cup des Deutschen Turnerbundes.

Paul Ohl stammt aus der im NNP-Land berühmten "Ohl-Dynastie", die dem TuS Holzheim seit Jahrzehnten ihren Stempel aufdrückt. Dort hat der 17-Jährige das Handballspielen gelernt und wurde mit dem B-Jugend-Team auch Hessischer Vizemeister. Um sich weiterzuentwickeln, besitzt er das Zweitspielrecht für den A-Jugend-Bundesligisten TSG Münster. Als Mitglied der Hessen-Auswahl war Paul Ohl Sechster der Torschützenliste beim Deutschland-Cup und erzielte im Oktober im Auswärtsspiel bei Bayer Dormagen das Tor des Monats in der Jugend-Handball-Bundesliga.

Die Gerätturn-Riege des TV Eschhofen zählt zu den Besten in Hessen. Hannah Kurz, Leni Linn, Tabea Schmidt, Mia Jeuck und Luisa Hilfrich sind 12 und 13 Jahre alt und haben in den letzten Jahren stets die Qualifikation zu den Landesfinals in ihrer Altersklasse geschafft. Im hessischen Mannschafts-Landesfinale der Leistungsklasse IV wurden sie glorreiche Zweite. Zudem sind die Eschhöfer Turnerinnen Teil der "Jugend trainiert-für-Olympia"-Mannschaft der Marienschule Limburg, die sich für das Bundesfinale qualifiziert hat.

So wurde abestimmt

JUNIOREN-SPORTLERIN

1. Sophie Michel (TV Elz) 555, 2. Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) 378, 3. Brikena Gashi (TG Camberg) 327, 4. Josephina Neumann (TTC Staffel) 230.

JUNIOREN-SPORTLER

1. Paul Ohl (TuS Holzheim) 486, 2. Cédric Montimurro (TTC Elz) 278, 3. Simon Budzus (Skiclub Elz) 206, 4. Leon Brinkmann (LC Mengerskirchen) 175, 5. Florian Lesny (SK Niederbrechen) 100.

JUNIOREN-MANNSCHAFT

1. Turnerinnen TV Eschhofen 627, 2. Handball-Schulmannschaft des Sophie-Hedwig-Gymnasiums Diez 543, 3. Turntalentschule Limburg-Elz AK9.

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