Silas Appenzeller beim Delfin-Schwimmen.
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Silas Appenzeller beim Delfin-Schwimmen.

Para-Sport

Silas Appenzeller schwimmt allen davon

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Auch wenn aufgrund der angespannten pandemischen Lage ein großer Sicherheitsaufwand betrieben werden musste, so gab es doch grünes Licht für die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung in Erfurt. Und sie führten zu tollen Ergebnissen aus Sicht des SV Poseidon Limburg.

Seinen Verein vertrat der 2010 geborene Silas Appenzeller aus Altendiez, der aufgrund einer Hüftkopfnekrose körperlich eingeschränkt ist. Dank der Freistellung des „Campus Altendiez“ für den Wettkampf durfte Silas Appenzeller mitsamt seinem „Gefolge“ schon freitags anreisen.

Erster Titel am ersten Wettkampftag

Das darf man gutes Timing nennen, denn gleich am ersten Wettkampftag gewann der Elfjährige den ersten Titel über 100 Meter in der Schmetterlingslage. Nicht weniger erfolgreich ging es die nächsten Tage für ihn weiter. Insgesamt dreimal hieß es am Ende über die Lautsprecher der Schwimmhalle: „Deutscher Kurzbahnmeister in der Wertung Jugend D: Silas Appenzeller!“ Zu dem bereits erwähnten Sieg über 100 m Schmetterling kamen die DM-Titel über 50 m Schmetterling und auch über die 100 m Lagen.

Silber für den 2. Platz und damit die Vizemeisterschaft der Jugend D erreichte der Altendiezer jeweils über die Strecken 50 m Brust, Freistil, Rücken und Schmetterling.

Mit diesen Leistungen gelang es Silas Appenzeller außerdem, sich für das Mehrkampffinale der Altersklasse 2008 bis 2011 zu qualifizieren, wo er zwar als Drittplatzierter anschlug, das Podium nach Punktewertung aber knapp um acht Punkte verfehlte. Mit dem achtbaren 4. Platz und 240 Punkten im Finale beendete Silas Appenzeller schließlich für ihn hochgradig erfolgreiche Deutsche Kurzbahnmeisterschaften für Menschen mit Behinderung. Nicht nur der Nachwuchsschwimmer selbst, sondern auch der SV Poseidon ist wahnsinnig stolz auf seinen Athleten. red

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