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Die Kriftelerin Janine Dicke (rechts) setzt sich gegen Sophia Emanuel durch und kommt zum Abschluss.

Handball

HSG Sindlingen/Zeilsheim: Ohne Ruhm zum Erfolg 

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Am letzten Hinrunden-Spieltag der Handball-Bezirksoberliga der Damen bekleckerte sich die SG Nied im Derby bei den MainHandballerinnen nicht mit Ruhm, ging aber als Sieger vom Platz – 22:13.

Auch die HSG Sindlingen/Zeilsheim agierte als Tabellenführer in Bad Camberg nicht gut, holte aber die Punkte – 25:21.

HSG MainHandball – SG Nied 13:22 (5:14). Die Mannschaft von Gäste-Trainer Jens Schulz machte klar, dass kein Weg an ihr vorbeiführt. Wenn die MainHandballerinnen mal zum Abschluss vor Gloria Reuter kamen, schlossen sie meist ungefährlich ab. „Gloria konnte fünf Würfe vom Gegner fangen“, schilderte Jens Schulz. Nach dem komfortablen 14:5-Pausenstand musste sich der Nieder Trainer keine Sorgen mehr machen. „Meine Laune ist trotzdem schnell in den Keller gegangen, als wir in den ersten zehn Minuten nur ein Tor werfen und der Gegner drei erzielt“, berichtete der Trainer. In einer Auszeit erinnerte Schulz seine Mädels daran, dass auch solch ungleiche Duelle seriös und mit voller Konzentration zu Ende gespielt werden sollten: „Schließlich geht es in der kommenden Woche mit dem Tabellenführer Sindlingen/Zeilsheim gegen ein ganz anders Kaliber.“ Der Auswärtssieg geriet nicht mehr in Gefahr. So hatte Nieds Trainer genügend Grund, auch die Gegner zu loben: „Sie haben sich nie aufgegeben und so gut es ging durchgespielt. Und das obwohl sie Woche für Woche Rückschläge hinnehmen müssen. Das war vorbildlich.“ Nach dem 8:8 in der zweiten Halbzeit dürfen auch die Schlusslichter aus Kelsterbach, Flörsheim und Raunheim ihr abschließendes Highlight des Spieljahres gegen den Vorletzten Niederhofheim hoffnungsvoll angehen.

MainHandball: Walther, Lopes, Schmunk je 3, Müller, Simon, Peci, Widmann. Nied: Otto 9, Walter, Mötschelmayer je 3, Tamas, Welcher je 2, Walter, Hees, Andresen.

HSG Eschhofen/Steeden – TV Hattersheim 26:21 (12:10). „Das war eine verdiente Niederlage“, sagte Carola Hildebrandt, „in der Höhe war es zu deutlich“. Schließlich lief es für die Gäste anfangs gut. Nach einem Siebenmeter von Stephanie Heim führten sie mit 8:5 (15.). Weil sie eine Phase mit nur einem Tor in neun Minuten folgen ließen, lagen sie mit 9:11 im Hintertreffen. Zur Pause stand es 10:12 aus Gäste-Sicht. Nach dem Seitenwechsel hielten die Schützlinge von Trainer Stephan Unger noch eine Viertelstunde gut mit. Dann riss der Faden, und Eschhofen zog auf 22:16 davon (51.). Auch wenn sich die Gäste auf 20:23 herankämpften, stand am Ende eine Niederlage. „Unsere Spielerinnen sind unter ihren Möglichkeiten geblieben“, monierte Unger, „am Sonntag gegen Seulberg müssen wir in der Deckung konzentrierter auftreten“.

Hattersheim: Heim 7/5, Langner 5/1, Neisius 4, Rödelbronn 3, Kleine, Böhler.

SV Bad Camberg – HSG Sindlingen/Zeilsheim 21:25 (12:12). Beim heimstarken Tabellenachten hatte der Spitzenreiter ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. „Nur weil wir am Ende unsere Abwehr in den Griff bekommen haben, klappte es mit dem Auswärtssieg“, sagte Jennifer Walter. Schon in der ersten Halbzeit gingen die Gäste zu ineffektiv mit ihren Torchancen um. „Vor allem über Außen ging gar nichts“, erklärte die HSG-Sprecherin. So kam Bad Camberg zu schnellen Gegenstößen und führte nach einem 3:0-Lauf nach dem Seitenwechsel mit 15:12 (35.). „Ab diesem Moment ging es nur noch über den Kampf“, berichtete Walter vom Ausgleich zum 18:18 (47.). In der Folge zog Sindlingen/Zeilsheim auf drei Tore davon und spielte die Partie souverän zu Ende. „Wenn nach solch einer durchwachsenen Leistung am Ende ein Sieg steht, kann das Spitzenspiel gegen Nied kommen“, meinte Walter.

Sindlingen/Zeilsheim: Walter 6/2, Neuberger 5, Cantarero, Kutscher je 3, Schultheiß, Schmidt je 2, Pickel, Weihe, Dindar, Holetzeck.

TG Kastel – HSG Goldstein/Schwanheim II 30:32 (15:16). Den Start in die Partie gestalteten die beiden Teams aus der Verfolgergruppe ausgeglichen. Aus dem frühen 0:2-Rückstand machten die Gäste ein 5:3 (8.). Und dann legten die Schützlinge des Trainer-Duos Moritz Adler und Danny Jackson erst richtig los. Acht weitere Minuten später stand es 12:6 (17.). Vorne hui, hinten pfui musste aber das Halbzeit-Fazit der HSG lauten. Schließlich ließ der leicht favorisierte Gast Kastel bis zur Pause zurück ins Spiel – 16:15. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Wechselbad der Gefühle. Ständig wechselten die Führungen. Eva Wittchen, Sophia Pfeiffer und Karolina Schreiber machten zwischen der 54. und 58. Minute aus einem 29:28 ein 32:28 und so alles klar.

Goldstein/Schwanheim II: Landgrebe 12/7, Pfeiffer 9, Wittchen 4, Schreiber 3, Döppner 2, Burhop, Schreiber.

(awo)

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