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Feuerte das Team auf dem Feld an: die Bank der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt.

Handball

Bad Soden geht die Kraft aus: Nur neun Feldspielerinnen reichen gegen Harrislee beim 27:30 nicht

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Die A-Jugendhandballerinnen der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt haben ihr erstes Spiel in der Zwischenrunde der deutschen Meisterschaft verloren.

Vor gut 200 Zuschauern in der gut gefüllten Hasselgrundhalle verlor die Mannschaft von Trainerin Alisa Stickl gegen den schleswig-holsteinischen Vertreter TSV Nord Harrislee aus Flensburg nach starker Leistung mit 27:30 (18:16).

Den Bad Sodenerinnen fiel die erkrankte Franziska Rochus und Laura Büscher aus, die für ein Jahr ins Ausland gegangen ist. Dazu konnte kurzfristig auch Lilly König nicht mitspielen, die für die Damen der TSG Eddersheim beim eigenen Turnier gespielt und sich dort am Knöchel verletzt hatte. „Das war schade. Wir hatten darauf gehofft, dass sie nach ihrer Verletzung den Rückraum entlasten kann“, erklärte Alisa Stickl, „und auch sie hatte sich gefreut, wieder anzugreifen. Sie hätte in diesem Spiel den Unterschied machen können“. Somit blieben der Bad Sodener Trainerin neun Feldspielerinnen, während Harrislee mit einem voll besetzten Kader auflief und diesen Vorteil am Ende auch nutzte.

Obwohl in der Abwehr drei wichtige Kräfte fehlten, überzeugten die Bad Sodenerinnen. Von Beginn an lag Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt in Führung. Über 6:4 (9.), 10:7 (17.) und 13:8 (22.) bauten sie ihre Führung auf 16:10 nach 25 Minuten aus. „Das war eine tolle erste Halbzeit von uns. Aber die mangelnden Alternativen haben bei uns Tribut gefordert“, begründete Stickl, dass ihr Team in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit den Vorsprung nicht mehr halten konnte, aber immerhin noch mit 18:16 führte.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel drehten die Damen aus Harrislee die Partie mit drei Toren in Folge. Anschließend setzten sich die Gäste bis auf 27:22 nach 49 Minuten ab. „Uns haben die Kräfte gefehlt, dann macht man auch Fehler“, beschrieb Alisa Stickl diese Phase des Spiels. Dennoch gab ihre Mannschaft nicht auf, die in Sophie Löbig einen starken Rückhalt hatte. „Sie hat traumhaft gehalten und uns mit ihren Paraden im Spiel gehalten“, bekam die Torhüterin das Lob ihrer Trainerin. Trotz der starken Torhüterin und der permanenten Zuschauerunterstützung reichte es für den Gastgeber nicht ganz. Mit 27:30 musste er sich dem schleswig-holsteinischen Gast geschlagen geben. „Der Gegner hat verdient gewonnen“, resümierte Stickl, „jetzt müssen wir beide Spiele gewinnen, wenn wir weiterkommen wollen. Ich bin guter Dinge, da viele Fans mit uns zum nächsten Spiel zur HSG Blomberg-Lippe am 2. Februar fahren wollen. Bei uns lässt keiner den Kopf hängen“. Ein Höhepunkt: Der letzte Spieltag findet in der Otfried-Preußler-Halle in Bad Soden statt. Dort treffen um 12 Uhr Harrislee und Blomberg-Lippe aufeinander, um 14 Uhr erwartet Bad Soden den HC Leipzig.

Bad Soden: Sophie Löbig, Franziska Ried; Ida Pokoyski 10, Pia Özer 8/4, Hanna Leidner 5, Hannah Kohnagel 2, Ulla Neumann, Greta Bucher je 1, Ronja Schultejans, Serena Stölzel, Maya Geiger, Franziska Rochus.

(vho)

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