+
Er weiß, wohin mit dem runden Leder: Sören Hofmann (FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach).

Fußball

Sören Hofmann sagt Usinger TSG ab - der Torjäger im Interview

Wenn der Vater, die Mutter und auch die Tante dem runden Leder nachgesetzt hat, weiß man, warum die Vorliebe für den Fußball auch den 25-jährigen Torjäger erfasst hat. Der setzt sich für die letzten sechs Saisonspiele eine bemerkenswerte Quote zum Ziel.

Bislang stehen 17 Tore in der Kreisoberliga auf dem persönlichen Konto von Sören Hofmann. Erstaunlich, kommt er doch für die FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach im zentralen Mittelfeld zum Einsatz. „Als ich noch ganz klein war, bin ich auch im Sturm eingesetzt worden“, erinnert sich der 25-Jährige schmunzelnd, „aber da konnte man noch nicht wirklich von Fußball sprechen.“

Gut möglich, dass ihm das Toreschießen in den Genen liegt und in die Wiege gelegt wurde. „Ich stamme aus einer absoluten Fußballer-Familie“, verrät Hofmann, „mein Vater hat gespielt, meine Mutter auch. Und meine Tante lief sogar in der Hessenliga auf.“

Er selbst probierte es in der Saison 2015/16 in der Gruppenliga und stieg sogar mit der Usinger TSG in die Verbandsliga auf. Dann begann er parallel zum Job ein BWL-Studium und wechselte aus zeitlichen Gründen zurück in die Heimat nach Steinfischbach. Dort ist er eine Säule der Mannschaft, stand von 2160 möglichen Spielminuten 2105 auf dem Platz. Die eigene Torquote spielt er bescheiden herunter. „Es waren immerhin auch neun Elfmeter darunter“, sagt Hofmann. Wie viele Treffer er noch anpeilt, verriet er uns vorm Spiel gegen die DJK Bad Homburg (Sonntag, 15 Uhr) im Interview.

Sören, aktuell kämpfen Sie mit der FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach gegen den Abstieg aus der Kreisoberliga. Wie lauteten eigentlich die Ziele vor der Saison?

SÖREN HOFMANN: Letzte Saison haben wir ja bereits eine sehr starke Rückrunde gespielt und hatten gehofft, dass wir da direkt wieder anknüpfen können. Dass die Hinrunde dann parallel zum letzten Jahr verlaufen und unsere Situation zur Winterpause sogar noch schlimmer aussehen würde, hätte ich nicht gedacht.

Woran lag es denn, dass es in der Hinrunde erneut nicht lief?

HOFMANN: Ganz zu Beginn hatten wir noch einen recht breiten Kader, dann sind allerdings Spieler noch gewechselt oder verletzt ausgefallen. Zu dem dann kleineren Kader kamen dann noch eigene Dummheit und eine Prise Pech hinzu. Aktuell läuft es aber wieder richtig gut.

Unterhält man sich innerhalb der Mannschaft, ob man auch im Falle eines Abstieges gemeinsam weitermachen wird?

HOFMANN: Wir sind eine verschworene Truppe und spielen mehr oder weniger alle seit Jahren zusammen. Man spricht dann mal drüber, klar. Es gab auch vereinzelte Telefonate mit anderen Vereinen, aber es sieht so aus, als würden nahezu alle bleiben wollen.

Hatten auch Sie Kontakt zu anderen Vereinen?

HOFMANN: Ich habe ja mal einen Ausflug zur Usinger TSG gemacht und dort viele Freunde gefunden. Die haben nachgefragt, ob ich mir eine Rückkehr vorstellen kann. Aber derzeit deutet alles darauf hin, dass ich bei der FSG bleiben werde.

Reizt es Sie nicht, mal wieder in einer höheren Klasse zu spielen?

HOFMANN: Aufgrund meines berufsbegleitenden BWL-Studiums sind aktuell drei Trainingseinheiten in der Woche nicht immer möglich. Mit Usingen bin ich in die Verbandsliga Süd aufgestiegen und hatte meine Einsätze. Dann aber begann das Studium – und das hat für mich klar Vorrang.

Zum bevorstehenden Spiel: In der Hinrunde verlor die FSG deutlich mit 1:5 gegen DJK Bad Homburg. Wie sehen sie die Chancen für das Rückspiel am morgigen Sonntag?

HOFMANN: Wir spielen auf heimischem Platz. Da wir heimstark sind und einen guten Lauf haben, glaube ich nicht, dass die DJK es noch einmal so leicht hat.

Heißt das, mit einem Punkt wären Sie morgen zufrieden?

HOFMANN: Klar wären wir mit einem Punkt zufrieden. Aber wir werden alles dafür geben, dass so viele Zähler wie möglich in Steinfischbach bleiben.

Was glauben Sie: Wie viele Treffer fügen Sie ihren bisherigen 17 Saisontoren noch hinzu?

HOFMANN: (lacht) Mal überlegen – wir haben jetzt noch sechs Spiele. Dann sollten sechs weitere Tore das Ziel sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare