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Späte Tore entscheiden Derby

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Zurück beim TuS: Parves Naziri.
Zurück beim TuS: Parves Naziri. © Heiko Rhode (Heiko Rhode)

Merzhausen hat sich durch einen 3:1-Erfolgs gegen Oberstedten in der Spitzengruppe der Gruppenliga Frankfurt/West festgesetzt. Allerdings war der Erfolg schmeichelhaft.

Eine Gardinenpredigt nach knapp 30 Minuten erlebt man nicht oft, die Mannschaft des TuS Merzhausen musste diese in der Partie gegen den 1.FC Oberstedten über sich ergehen lassen. Aufgrund eines heftigen Regenschauers unterbrach Schiedsrichter Lars Theiß (Grünberg) nach 29 gespielten Minuten die Begegnung und bat die Teams in die Kabine.

Zu diesem Zeitpunkt führten die stark aufspielenden Gäste mit 1:0 durch Petar Pijanovic (13.) und hatten gute Möglichkeiten für zwei weitere Tore. „Wir haben uns am Anfang dem schwülen Wetter angepasst und ohne rechte Lust gekickt“, so TuS-Trainer Daniel Dylong, „vielleicht haben die Spieler auch gedacht, dass es ja bloß gegen einen Aufsteiger geht.“ Nach der vorgezogenen Halbzeitbesprechung wirkten die Gastgeber wacher und druckvoller im Spiel nach vorne, ohne jedoch große Torgefahr auszustrahlen.

Das 1:1 fiel aus Merzhausener Sicht genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn in einer Phase, in der die Gäste wieder mehr vom Spiel hatten, konnte Oberstedtens Keeper Michael Schmidt nach einer Ecke den Ball im Getümmel nicht weit genug wegfausten, und Sebastian Müller nutzte dies zum Ausgleich.

Auch in der Folge war Oberstedten mindestens auf Augenhöhe mit den Hausherren, konnte aber die Chancen nach Konter weiterhin nicht in zusätzliche Tore ummünzen. Da war Merzhausen cleverer. Zunächst traf Can Zarifoglu in der 85. Minute vom Punkt zur 2:1 Führung, nachdem zuvor Patrick Berschick bei einem guten Angriff im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Der Sturmtank selbst erzielte mit Ablauf der regulären Spielzeit das nicht unbedingt verdiente 3:1 per Schlenzer von der Strafraumkante. Vorausgegangen war allerdings der wohl beste Angriff Merzhausens mitsamt einer tollen Ballstafette über neun Stationen.

„Es ist nach Bornheim das zweite Spiel, in dem wir gegen einen Favoriten nicht schlechter waren und dennoch verlieren“, analysierte FC-Trainer Artur Rissling nach dem Abpfiff. Einen großen Vorwurf konnte und wollte er seiner Mannschaft nicht machen, haderte nur mit der Chancenverwertung. „Wir müssen in der ersten Halbzeit eigentlich mit 2:0 oder 3:0 führen, weil wir den Gegner da komplett im Griff hatten“, so Rissling mit saurer Miene, „aber bei uns haben Ertrag und Aufwand einfach nicht gestimmt.“

Merzhausen: La Terra – Maric, Hickl (80. Hackenberg), Wanzke, Ruppel – Razai, Naziri, Banchetto (65. Zarifoglu), Hartmann – Julian (46. Müller), Berschick – Oberstedten: Schmidt – Masarski, Noori, Temur, Rünzi (46. Yüksel) – Basdar, Pijanovic, Eichsteller (85. Isovski), Warnecke (72. Grajcevci) – Jeghan, Kaestner – Tore: 0:1 Pijanovic (13.), 1:1 Müller (73.), 2:1 Zarifoglu (85./FE), 3:1 Berschick (90.)

RW Frankfurt II – TuS Merzhausen; FC Oberstedten – FG Seckbach (jeweils So., 15 Uhr)

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