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Sportfreunde-Akteur Danyal Tekin versucht die Kugel herunterzunehmen, der Walldorfer Julian Ludwig wartet erst mal ab, ob das was wird.

Fußball

„Speuzer“ besiegen den Zweiten

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Der FFV Sportfreunde hielt die Frankfurter Fahne hoch und besiegte den Tabellenzweiten Rot-Weiß Walldorf in einem hart umkämpften Spiel, in dem es vier Elfmeter und drei Platzverweise gab (siehe Extratext).

Für die SG Bornheim/Grün-Weiß wachsen die Bäume in der Fußball-Verbandsliga Süd nicht in den Himmel: Der Neuling verlor bei der Usinger TSG sang- und klanglos mit 0:3. Schon eher mit Pauken und Trompeten stürmte Rot-Weiss Frankfurt zu einem 5:4 bei der TS Ober-Roden. Schlusslicht SV FC Sandzak musste sich auch gegen Vatanspor Bad Homburg geschlagen geben.

Usinger TSG – SG Bornheim/Grün-Weiß 3:0 (1:0). – Bornheims Trainer Maik Rudolf will sich die bisher aus Sicht des Neulings so gute Runde „nicht durch ein richtig schlechtes Spiel vermiesen“ lassen, redete aber auch nicht drumherum: „Das war unsere mit Abstand schlechteste Leistung in den letzten anderthalb Jahren. Das Spiel hatte kein Verbandsliganiveau und wir waren von zwei schlechten Mannschaften die wesentlich schlechtere.“ Nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr der Gäste konnte Marco Weber den Ball ungehindert zum 1:0 ins Tor schieben (22.). Möglichkeiten gab es dann laut Rudolf „auf beiden Seiten eher zufällig oder nach groben Fehlern“. Hochkarätiges war aber nicht dabei, bis Tim Pelka das 2:0 erzielte (57.). Ein weiteres Kommunikationsproblem, diesmal zwischen dem Schiedsrichter und Oktay Bulut, führte zum Platzverweis für Bornheims Mittelfeldspieler, der einen nicht freigegebenen Freistoß ausführte und dafür „Gelb-Rot“ sah (60.). „Damit war die Messe gesungen und wir hätten auch noch mit sechs, sieben oder acht Toren verlieren können“, sagte Rudolf. Es traf aber nur noch Pelka (68.).

TS Ober-Roden – Rot-Weiss Frankfurt 4:5 (1:2). – Selbst die fünf Minuten Nachspielzeit hatten es noch in sich: Erst traf Ober-Rodens Benedikt Strauss zum 4:5 (90.+3), dann trat er den Ball an die Latte (90.+5). „Das war ein Krimi“, meinte Rot-Weiss-Sprecher Günther Fromm, der Patrick Gürser und Torhüter Daniel Duschner als „Hauptdarsteller“ bezeichnete. Zunächst stand aber Justin Pierre im Mittelpunkt, der die Frankfurter in Führung brachte (5.). Stjepan Brkic legte das 2:0 nach (17.), Cengiz Veisoglu hielt Ober-Roden mit dem Anschlusstreffer im Spiel (36.). Patrick Gürser erhöhte per Freistoß auf 3:1 (54.), ehe Duschner eine Flanke unterlief und so das 2:3 durch Mert Barak begünstigte (56.). Ozan Keskin sorgte per Foulelfmeter für das 4:2 (62.). Dann ließ Duschner den Ball wieder fallen, den er für viele schon sicher gehabt hatte. Max Hesse hatte aber auf einen Fehler spekuliert und traf zum 3:4 (78.). Dann traf wieder Gürser per Freistoß (80.). Und auch wenn er noch einen Gegentreffer kassierte, war Duschner am Erfolg seiner Mannschaft auch noch beteiligt. „Er hat nach der Pause einige spektakuläre Bälle gehalten“, betonte Fromm.

SV FC Sandzak – Vatanspor Bad Homburg 2:4 (1:2). – Kämpferisch und spielerisch war Sandzak auf der Höhe, wie Trainer Edin Softic fand: „Nur die Chancenverwertung war katastrophal und die individuellen Fehler haben uns das Genick gebrochen. In der Anfangsphase waren reichlich Chancen da, es traf aber nur Dino Cakovic (7.). Dann nutzte Marvin Diehl zwei Fehler, und schon lagen die Gäste vorne (25./45.+1). Auf das 3:1 durch Luki Matondo (70.) antwortete Cakovic mit dem Anschlusstreffer (77.), doch auch Matondo erzielte sein zweites Tor und damit war die Partie entschieden. „Sie waren eben einen Tick fitter“, gab Softic zu.

(rst)

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