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Er hat seine Sache gut gemacht: Ralf Schuchardt.

Fußball-Hessenliga

Das Spiel eins nach der Ära Kierdorf

Das vorletzte Saisonspiel des SV Rot-Weiß Hadamar in der Fußball-Hessenliga stand am Sonntagnachmittag ganz unter dem Eindruck der Ereignisse der letzten Woche. Wir erinnern: Trainer Torsten Kierdorf hatte der Mannschaft am Dienstagabend seinen sofortigen Rücktritt erklärt.

VON PATRICK LEONHARDT

Bei Absteiger Spvgg. Neu-Isenburg führten Hadamars Co.-Trainer Ralf Schuchardt und Kapitän Jonas Herdering das Zepter. Sie hatten angekündigt, die „Kierdorfsche Spielphilosopie“ fortsetzen zu wollen. Die Fürstenstädter sind jetzt punktgleich mit dem KSV Hessen Kassel, der  beim 1:1 gegen den SC Waldgirmes zwei Punkte liegen ließ. Im Abstiegsbereich wehrt sich der Hünfelder SV mit einem überraschenden 1:1 gegen Bayern Alzenau, das unbedingt Vizemeister werden möchte. 

Spvgg. Neu-Isenburg – SV Rot-Weiß Hadamar 0:6 (0:3). „Das war schon ein Klassenunterschied“, meinte Neu-Isenburgs André Spindler, Leiter des Spielbetriebs. Nach dem überraschenden Rücktritt von Hadamars Trainer Torsten Kierdorf (wir berichteten) übernahmen Co.-Trainer Ralf Schuchardt und Kapitän Kapitän Jonas Herdering die sportliche Verantwortung beim Tabellenvierten. Und sie machten ihre Sache gut. Die Hausherren wurden kalt erwischt: Bereits nach vier Minuten brachte Yuki Noguchi Hadamar in Führung. Kurz vor und kurz nach dem Gegentor zum 0:2 durch Jann Bangert (24.) wechselte die Spielvereinigung jeweils verletzungsbedingt aus. Carlos McCrary schied mit einer Knöchelverletzung aus, Johannes Günther folgte nur sieben Minuten später mit einer Verletzung am Oberschenkel. Dem Neu-Isenburger Spielfluss war dieser Umstand natürlich nicht förderlich. Mit seinem zweiten Treffer zum 0:3 machte Rot-Weiß-Torjäger Jann Bangert bereits nach 37 Minuten alles klar. „Wir wollen uns in den verbleibenden beiden Partien noch gut verkaufen und zumindest ein kleines Erfolgserlebnis feiern“, sagte André Spindler. Gegen die spielstarken Hadamarer war das allerdings nicht gelungen. 

Der erstmals eigenverantwortliche SVH-Co.-Trainer Ralf Schuchardt zog nach dem Schlusspfiff ein abgeklärtes Fazit: „Es war ein ungefährdeter Sieg, den wir eingefahren haben. Aber der war ja eigentlich auch zu erwarten. Wir hätten noch viel mehr Tore schießen können. Mehr ist dazu gar nicht zu sagen.“ 

Neu-Isenburg: Rudolf – Buschmann, Haliti, Schellhorn, Kamikawa – Iwamoto, Günther (26. Metzler), Letellier (75. Albert), Wolfarth – Atzberger, McCrary (19. Züge) –Hadamar: Strauch – Dimter, Sembene (46. Pandov), Matthias Neugebauer (63. Kuczok), Kröner, Löbig, Markus Neugebauer, Zey, Noguchi (63. Böttler), Herdering, Bangert – Tore: 0:1 Yuki Noguchi (4.), 0:2 (24.), 0:3 (37.) beide Jann Bangert, 0:4 Oliver Pandov (48.), 0:5 Yves Böttler (76.), 0:6 Jann Bangert (90.) – SR: Berger (Herleshausen) – Zuschauer: 100.

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