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Sasha Müller (TSG Oberursel)

Handball, Oberliga Hessen

Das Spiel gegen Hüttenberg ist für zwei TSGO-Damen ein besonderes

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Sasha Müller trifft mit der TSG Oberursel auf ihr Ex-Team Hüttenberg. Trainer Günther zieht zudem ein Ass aus dem Ärmel.

Für zwei Spielerinnen der TSG Oberursel wird die Oberliga-Partie gegen den TV Hüttenberg keine wie jede andere sein. Bei Sasha Müller liegt das auf der Hand. Denn der Neuzugang, der über "einen Wurf wie ein Gaul" verfügt, so Trainer Paul Günthers scherzhafte Formulierung, trifft auf seine frühere Mannschaft. "Ich bin natürlich etwas aufgeregt, gegen meinen alten Verein zu spielen", sagt die 20-jährige Rückraumspielerin dazu, "aber das ist, glaube ich, auch normal. Ich freue mich, die Mädels wiederzusehen, und hoffe auf ein spannendes und faires Spiel." Anwurf ist am heutigen Samstag um 19.30 Uhr in der EKS-Sporthalle.

Sasha Müller, die in Bad Nauheim noch bei ihrer Handballer-Familie wohnt - Mama Marion spielte früher auch und Papa Volker für den TVH sogar in der 2. Liga - fühlt sich in ihrem neuen Team pudelwohl. "Wir sind eine echt coole Truppe", sagt die Lehramtsstudentin für Mathematik und Sport, "mir macht das Handballspielen hier richtig Spaß." Beste Voraussetzungen also, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Genau deshalb hatte sie sich für den Wechsel nach Oberursel entschieden.

Aus dem ersten Rückschlag, dem 25:31 in Wettenberg, könne die Mannschaft nur lernen, meint die Rechtshänderin. Gegen ihr altes Team müsse man in der Abwehr nun wieder mehr Zugriff bekommen und das Tempospiel optimieren. Müller arbeitet dafür intensiv an ihrer Kondition, da sie vier Wochen ohne Training (wegen einer Knieblessur) noch aufholen muss.

Sasha Müller habe er seit Jahren in ihrer Entwicklung verfolgt, sagt Trainer Günther. Sie bringe alles mit, um eine sehr gute Oberligaspielerin zu werden. Mindestens. "Ich würde supergerne mal in der 3. Liga spielen", sagt die frühere Hessenauswahlspielern selbst. Vielleicht klappt das ja sogar mit der TSGO. Auf diese Erfahrung kann manche Mitspielerin sogar schon verweisen. Viktoria Heilmann zum Beispiel. Die Torjägerin fällt wegen ihrer Knöchelverletzung aber bis zum Ende der Hinrunde aus.

Deswegen - und damit wären wir bei der zweiten Oberurselerin, für die das Spiel heute besonders sein wird - wird Michelle Okrusch ihr Comeback geben. Beruflich bedingt hatte die Rückraumspielerin ihre Karriere im Sommer eigentlich beendet, sich aber bereiterklärt, im Notfall einzuspringen. Dieser Notfall ist jetzt nach Einschätzung von Coach Günther eingetreten, zumal auch Rückraumspielern Berit Mies (Beckenprellung) noch nicht wieder richtig fit ist. Die ältere Schwester von Spielmacherin Nadine Okrusch wird die Mannschaft bis zum Jahresende verstärken.

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