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Auch auf ihm ruhen die Dietkircher Hoffnungen: Robin Dankofs Torgefahr (Mitte, 15 Tore) wird auch gegen den SV Neuhof vonnöten sein.

Fußball: Hessenliga-Aufstiegsrunde

Das "Spiel des Jahres" für den TuS Dietkirchen

Es ist zweifelsfrei die Krönung einer für den TuS Dietkirchen herausragenden Saison: Am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) fällt für die Mannschaft von Trainer Thorsten Wörsdörfer um 15 Uhr der Startschuss für die Aufstiegsrunde zur Fußball-Hessenliga.

VON PATRICK JAHN

In der Dreier-Gruppe der Aufstiegsrunde in die Fußball-Hessenliga, in der sich neben dem TuS Dietkirchen (Vizemeister Verbandsliga Mitte) und dem SV Neuhof (Vizemeister Verbandsliga Nord) noch der 1. Hanauer FC (Vizemeister Verbandsliga Süd) tummelt, steigt nur der Sieger auf. Sollte allerdings Hessenligist FC Bayern Alzenau über die Aufstiegsrunde der Sprung in die Regionalliga Südwest gelingen, würde auch der Tabellenzweite aus der Dreierrunde aufsteigen. 

All das ist jedoch (noch) Zukunftsmusik, denn zunächst einmal liegt der Fokus ganz klar auf dem morgigen Duell gegen den SV Neuhof. Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer schätzt die Lage so ein: „Hanau ist für mich von der Größe des Vereins der Favorit, während der SV Neuhof eine sehr erfahrene Mannschaft mit reichlich internationaler Erfahrung aufweist. Das wird sicherlich eine ganz spannende Geschichte.“ 

Mit "internationaler Erfahrung" spielt der TuS-Coach im Übrigen auf die Tatsache an, dass beim Tabellenzweiten aus der Verbandsliga Nord überwiegend Spieler ausländischer Herkunft im Kader stehen. Wie sieht es bei seiner eigenen Mannschaft aus? „Wörsi“ meint: „Die Mannschaft ist sehr gut drauf und wirkt total fokussiert auf das Spiel gegen Neuhof. Ich bin guter Dinge, dass uns ein schöner Start gelingen kann.“ Und weiter: „Ich gehe davon aus, dass die Tagesform mitentscheidend sein wird. Wir sollten nichts anders machen, als in den 32 Saisonspielen zuvor. Wir fühlen uns ein Stück weit in der Außenseiterrolle und wollen versuchen, das Beste daraus zu machen. An der Kraft jedenfalls wird es nicht scheitern.“

Was Wörsdörfer damit meint, liegt auf der Hand: Seine „jungen Wilden“ dürften noch die „Körner“ für die beiden wichtigen Spiele haben. Sollte es tatsächlich mit einem Sieg gegen den SV Neuhof klappen, wäre das abschließende Spiel am Samstag, 8. Juni, beim 1. Hanauer FC. Sicherlich von Vorteil, denn Thorsten Wörsdörfer könnte den zweiten Gegner am kommenden Sonntag in Neuhof genauer unter die Lupe nehmen. Aber auch nur dann, wenn für diesen Tag nicht noch das Kreispokal-Endspiel gegen den FC Dorndorf angesetzt wird. Diese Ansetzung hängt nämlich davon ab, wie sich Dietkirchen am Donnerstag schlägt. 

Ein Auge muss die Defensive der Reckenforstler ohne Zweifel auf 15-Tore-Stürmer Radek Görner werfen, der mit seinen „Buden“ maßgeblichen Anteil am Erfolg des SV Neuhof hat. Ansonsten besticht die Mannschaft von Trainer Alexander Bär nicht unbedingt durch einen überragenden Offensivfußball. 61 Tore in 32 Spielen sind für einen Tabellenzweiten nicht wirklich viel. Allerdings wirkt die Defensive mit nur 35 Gegentreffern sehr stabil. Dennoch sind auch das beides Werte, die der TuS Dietkirchen übertrifft. 77 erzielten Toren stehen nur 27 „gefangene“ gegenüber. Verstecken soll und darf sich der TuS demnach keineswegs. 

Personell sieht es bei der hoch motivierten Truppe von Thorsten Wörsdörfer übrigens gut aus. Der Trainer meint: „Wir haben zwar ein paar angeschlagene Spieler, dennoch ist der Kader komplett. Wir werden zudem noch einen oder zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft mit hochziehen.“ Bleibt zu hoffen, dass die lukrative Aufstiegsrunde auch mit einem sportlichen Erfolg beginnt. 

Abschließend meint „Wörsi“: „Es ist einfach schön, dass wir jetzt so ein Erlebnis haben. Wir freuen uns darauf und wünschen uns natürlich eine tolle Kulisse. Die hat sich die Mannschaft nicht nur aufgrund ihrer bärenstarken Saison redlich verdient.“ Recht hat er!

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