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Das Wappen des 1. FC 04 Oberursel

Fußball, Hochtaunus

Der Spielabbruch in Usingen war vermeidbar

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Der erste von zwei Spielabbrüchen in der Fußball-Kreisliga A mit Beteiligung des 1. FC 04 Oberursel ist verhandelt worden. Ein Spieler muss nun eine lange Sperre absitzen. Wie geht's beim FC weiter?

Das Fußball-A-Liga-Spiel zwischen der Usinger TSG II und dem 1. FC 04 Oberursel, das am 13. Oktober beim Stand von 0:0 kurz vor der Halbzeit abgebrochen worden ist, wird neu angesetzt. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Kreissportgerichts Hochtaunus unter Leitung von Dieter Lezius (Königstein), die am Montagabend im Vereinsheim des FC Mammolshain auf der Sportanlage "Am Hasensprung" stattgefunden hatte.

Oberurseler Spieler hatten nach einem Platzverweis heftig protestiert, woraufhin es dem Unparteiischen zu bunt geworden war. "Schiedsrichter Tobias Panzer aus Langgöns hat nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um diese Begegnung ordnungsgemäß zu Ende zu führen", begründete nun Lezius die Entscheidung des Kreissportgerichts. Zuvor waren der Unparteiische als auch die Vertreter der beiden Vereine angehört worden.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportgerichts leitete die zweieinhalb Stunden dauernde Verhandlung, da Sportgerichts-Chef Bernd Moses Mitglied der UTSG ist.

Persönliche Strafen im Rahmen des Abbruchs sind gegen zwei Spieler des 1. FC 04 Oberursel verhängt worden. Ein Spieler wurde gemäß Paragraf 22 ("Bedrohung und Beleidigung") und Paragraf 23 ("Diskriminierung und Rassismus") mit 30 Spielen Sperre, einem Platzverbot sowie Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 100 Euro bestraft. Weil die Mannschaft am 3. November im Spiel bei Teutonia Köppern II für einen weiteren Abbruch gesorgt hatte, hat der Vorstand des 1. FC 04 aber bereits jenen Akteur und drei weitere Spieler aus dem Verein ausgeschlossen.

Zurück zum verhandelten Abbruch in Usingen: Der damalige Mannschaftsführer des FC erhielt zwei Spiele Sperre nach Paragraf 21 ("Unsportliches Verhalten"), während das Verfahren gegen einen weiteren Oberurseler Spieler mangels Beweisen eingestellt wurde. Die Vereine Usinger TSG (in Mammolshain vertreten durch Björn Werminghaus und Olaf Best) und 1. FC 04 Oberursel (vertreten durch Spielertrainer Raschid Rassuli) hatten sich am 13. Oktober nichts zuschulden kommen lassen.

Remy: "Wir blicken wieder positiv nach vorne"

"Nachdem wir am Sonntag allen personellen Problemen zum Trotz bei der Helvetia antreten konnten und wir mit dem Urteil von Mammolshain zufrieden sind, blicken wir jetzt positiv nach vorne", sagt FCO-Spielausschussmitglied Götz Remy. Mit Florian Winter und Mihail Arsenii standen am Sonntag beim 4:13 in Kirdorf bereits zwei reaktivierte Spieler in der Startformation. In den nächsten Wochen kehren laut Remy vier weitere Akteure in der Kader zurück, die wegen Verletzungen und Erkrankungen zuletzt gefehlt haben.

"Raschid Rassuli wird bis zur Winterpause das Traineramt übernehmen", hat der Verein nach Aussage des stellvertretenden Vorsitzenden Oliver Nüchter auch hinsichtlich dieser wichtigen Position Planungssicherheit. Nach Weihnachten soll dann eventuell ein neuer Coach die Verantwortung übernehmen, da Rassuli aus beruflichen Gründen kürzer treten muss.

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