Fußball

Spieler des Monats Oktober: Max Olbrich (Eisbachtaler Sportfreunde)

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats Oktober“ für Max Olbrich von den Sportfreunden Eisbachtal entschieden.

Es gibt im Amateur- wie auch im Profifußball Spieler, die nach jeder Saison das Trikot wechseln. Winkt ein anderer Verein mit mehr Scheinen, ist Vereinstreue plötzlich ein Fremdwort. Beim von der Nassauischen Neuen Presse ausgewählten „Spieler des Monats Oktober“ ist das nicht der Fall. Die Rede ist von Max Olbrich von den Sportfreunden Eisbachtal.

Seit dieser Saison ist der erst 22-Jährige Kapitän der Rheinlandliga-Mannschaft. Nachdem der bisherige Spielführer Manuel Haberzettl nach seinem vierten Kreuzbandriss die Schuhe an den Nagel hatte hängen müssen, darf sich Max Olbrich über diese Ehre erfreuen. Der aus Ruppach-Goldhausen stammende zentrale Mittelfeldspieler fühlt sich in seiner Rolle wohl und ist natürlich dankbar: „Es freut mich sehr, dass ich das Vertrauen von Trainerteam und Verein bekommen habe. Natürlich ist es etwas Besonderes für mich, in dem Verein, in dem ich seit der C-Jugend spiele, die Kapitänsbinde zu tragen.“

Ein dickes Lob hat Max Olbrich ohnehin für seinen Herzensverein parat: „Dass ich mit 22 Jahren schon Kapitän sein darf, passt insgesamt zu unserer Mannschaft, in der Jahr für Jahr Jugendspieler integriert werden und von allen das Vertrauen spüren.“ Und wie bewertet der Student für Zahnmedizin seine Rolle innerhalb des Teams? „Ich denke, dass ich mir in den letzten Jahren einen gewissen Stellenwert erarbeitet habe und auch über eine gewisse Erfahrung verfüge. Beides hilft mir dabei, die Mannschaft anzutreiben und zu führen. Während des Spiels sehe ich mich als klaren Sechser, der vor allem für den Spielaufbau, die Ordnung und für Torvorlagen verantwortlich ist“, sagt Max Olbrich. „Anzutreiben“ ist im Übrigen ein gutes Stichwort. Am 24. Oktober kam es im Rheinland-Pokal-Achtelfinale zum Derby mit dem Lokalrivalen SG Hundsangen/Obererbach in Thalheim. In diesem Spiel, das die Eisbachtaler letztlich im Elfmeterschießen gewannen (5:3), hatte sich Max Olbrich sowohl als Torschütze während der regulären Spielzeit, als auch später vom „ominösen Punkt“ aus ein Sonderlob verdient. „Wenn Eisbachtal auf Hundsangen trifft, heißt das auch immer, dass man auf einige Bekannte oder Freunde trifft. Das bringt natürlich eine besondere Brisanz mit sich, denn es geht stets heiß her. Wir wussten aus den vorherigen Begegnungen im Pokal, was uns erwartet. Es war packend mit dem glücklichen, aber auch verdienten Ende für uns“, blickt Max Olbrich zurück.

Irgendwie wirkt es so, als stünde der 22-Jährige stellvertretend für den Erfolg der „Eisbären“, der in den Vorjahren im Herbst immer ein Stück weit abhandengekommen war. Auf seine persönlichen Ziele angesprochen, sagt Max Olbrich: „Ich möchte mich als Führungsspieler weiterentwickeln, an meiner Torgefährlichkeit arbeiten und natürlich erfolgreich und verletzungsfrei bleiben.“ Die Sportfreunde Eisbachtal selbst haben nach zwei gescheiterten Relegationsrunden in Serie den Anspruch, den Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zu schaffen. Dieser Einschätzung stimmt auch Max Olbrich zu: „Wir haben den Ehrgeiz, es endlich zu schaffen, wissen aber auch, dass wir in jedem Spiel an die 100 Prozent kommen müssen. Außerdem ist die Konkurrenz mit Morbach, Ahrweiler, Mayen und Mehring nicht gerade klein.“

Wie dem auch sei – seiner Entwicklung als Führungsspieler werden vor allem die Topspiele nicht schaden. Max Olbrich ist ein Spieler, ja, quasi fast ein Eigengewächs, auf das die Sportfreunde Eisbachtal wahrlich stolz sein dürfen.

von Patrick Jahn

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