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Spielersperren wegen Rassismus - TuS Frickhofen Tabellenführer

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Von: Marion Morello

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Symbolbild © Volker Hartmann/red

Das am 20. März beim Stande von 2:4 unmittelbar vor dem Schlusspfiff abgebrochene Punktspiel der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg zwischen der SG Weinbachtal und dem TuS Frickhofen wird wie ausgetragen gewertet.

Zwei Weinbachtaler Spieler (Namen sind der Redaktion bekannt) werden mit Sperren von zwei beziehungsweise vier Spielen belegt, ein Frickhöfer Akteur muss ebenfalls zweimal zuschauen. Zu diesem Urteil kam das Sportgericht des Fußballkreises Limburg-Weilburg unter Vorsitz von Heinz Schneider und den Beisitzern Hugo Weil und Joachim Gärtner bei der öffentlichen Verhandlung in Offheim.

Die Weinbachtaler hatten in der Partie im März mit 2:0 geführt, ehe die Frickhöfer zur Aufholjagd starteten, zunächst egalisierten und schließlich mit 4:2 führten. Kurz vor Schluss kam es zu Tumulten mit offenbar zum Teil rassistischem Hintergrund. Einer der beiden Weinbachtaler Spieler soll andere diskriminierend beleidigt haben, der zweite auf den Schiedsrichter zugestürmt sein. Ein zuvor des Feldes verwiesener TuS-Akteur war wohl nur unter tatkräftiger Mithilfe von Betreuern und Mitspielern daran zu hindern gewesen, aufs Spielfeld zu laufen. Das tat allerdings ein Unbekannter, der - so das Sportgericht - nicht zu identifizieren gewesen sei. Der Unparteiische, Harald Mersdorf (Beselich; zugleich Beisitzer im Schiedsrichterausschuss Limburg-Weilburg), fühlte sich bedroht und sah sich nach eigener Aussage nicht mehr in der Lage, die Partie ordnungsgemäß zu Ende zu leiten. Ergo habe er das Spiel abgebrochen.

Durch die Spielwertung hat der TuS Frickhofen die Tabellenführung in der Kreisoberliga mit einem Punkt vor dem VfR 07 Limburg übernommen. mor

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