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Ball im Anflug: Der Homburger Mehmet Uygun (links) und Köpperns Florian Jockel erwarten das Spielgerät.

Spiel der Woche

Spielvereinigung 05 Bad Homburg verteidigt Tabellenführung

Die „Nullfünfer“ von der Sandelmühle bleiben nach dem 2:1 in Köppern an der Spitze der Kreisoberliga. Die Niederlage ist für Teutonen-Trainer Fievet nicht einmal das Schlimmste.

Eine, im wahrsten Sinne des Wortes, schmerzhafte Niederlage musste Teutonia Köppern im Kreisoberliga-Gipfeltreffen mit der Spielvereinigung 05/99 Bomber Bad Homburg wegstecken. Dabei ärgerte sich Trainer Alexander Fievet mehr über die personellen Verluste als über die 1:2-Niederlage.

Ausfälle galt es auf beiden Seiten schon vor dem Fußballspiel zu kompensieren. Während bei den Teutonen unter anderem Stammkeeper Emanuel Engel wegen eines Nasenbeinbruchs nicht spielen konnte, fehlte bei den Gästen Übungsleiter Ralf Haub, der auf Mallorca im Urlaub weilt. Den vakanten Platz an der Seitenlinie der Nullfünfer nahm das Aushilfstrainergespann um Sportchef Manfred Purz und den verletzten Stammtorhüter Marco Häfner ein. Deren Rollen sind klar verteilt. Während Häfner als Sprachrohr in Richtung seiner Kollegen auf den Platz fungiert, zeigt sich Purz, der auf 15 Jahre Erfahrung als Jugendtrainer zurückblicken kann, für die taktischen Kniffe verantwortlich.

Im Duell zweier identisch agierender Spitzenmannschaften war neben Taktik das nötige Glück gefragt. Den Pakt mit Fortuna hatten dabei eher die Gäste geschlossen, denn der Glücksgöttin, allen voran aber Häfner-Ersatz Stefan Halft, war es zu verdanken, dass die Nullfünfer die jeweiligen Anfangsphasen der beiden Durchläufe schadlos überstanden. Dabei war Halft mit dem ersten Angriff durch Marcel Kötter überwunden worden, hatte aber im rechten Torpfosten einen Verbündeten (10.). Nachdem Halft mit dem Vereiteln einer Doppelchance von Kötter und Luka Milic (15.) sein zusätzliches Aufwärmprogramm erfolgreich absolviert hatte, durfte der 44-jährige Bad Homburger mit seinen Teamkameraden jubeln. Eine Musterflanke von El Mard Zouhir fand den Kopf des Ex-Teutonen Fitwi Tesfay Eyob, der Engel-Ersatz Dominic Minnert keine Chance ließ (29.). Ein parierter Lupfer von Tobias Lenhart (35.) und ein gehaltener Kopfball Kötters waren die nächsten Glanztaten Halfts, der laut Purz „letzte Woche trainiert hat wie ein Berserker, um heute überragend zu halten“.

 

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Nach dem Abschlusspech begann nun Köpperns-Personalmisere. Erst musste Daniel Feil angeschlagen runter (42.), dann ging Dennis Milic mit schmerzerfülltem Schrei zu Boden (45.). Vincenzo Carotenuto kam im Zweikampf einen Schritt zu spät und traf Milic unglücklich an der Außenseite des Knöchels. Gestützt durch Lenhart und Kötter musste Milic vom Feld, um später gar mit dem Rettungswagen abtransportiert zu werden.

„Die Verletzungen sind schlimmer als die Niederlage. Bei Dennis ist wohl der Bandapparat geschädigt, vielleicht ist sogar etwas gebrochen“, ärgerte sich Fievet über die Ausfälle. Zu allem Überfluss gesellte sich zu ihnen auch noch Luka Milic, der mit Verdacht auf Zerrung Mitte der zweiten Hälfte ausgewechselt wurde (62.). Bis hierhin war der zweite Durchgang nahezu parallel zum ersten verlaufen. Matthias Wohlgefahrt scheiterte erst an Stefan Halft (52.) und traf dann den Pfosten. Dieses Mal war es die linke Torstange, von deren Innenseite der Ball in die Arme Halfts sprang (59.). Gegenüber legte sich Massimo Bacchiocchi kurz nach seiner Einwechslung den Ball zu einem Freistoß zurecht, den er zum 2:0 für die Gäste ins Netz drosch (69.). Schließlich hatte Fortuna noch ein wenig Einsehen mit den gebeutelten Hausherren. Sie bescherte Matthias Wohlgefahrt durch einen Handelfmeter noch den Anschlusstreffer (90. + 4), der aber keine große Rolle mehr spielte.

 

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Trotz seiner maximalen Punktausbeute als Aushilfe und nunmehr alleiniger Tabellenführung freut sich Sportchef Purz auf die baldige Rückkehr von Chefcoach Haub: „Das Pokalspiel unter der Woche werde ich noch machen, dann darf ich endlich wieder in meinen Liegestuhl“, lächelte Purz zufrieden.

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