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Florian Kister (-14-, SF) erzielt gegen Janis Jung (-1-, FSG) das Tor zum 4:0

Fußball, Kreisoberliga

Sportfreunde dominieren das Verfolgerduell gegen Weilnau

Die Spannung steigt an der Spitze der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus. Die SF Friedrichsdorf und der EFC Kronberg rücken bis auf einen Zähler an den spielfreien Tabellenführer SpVgg Bomber Bad Homburg heran. Und im Tabellenkeller feiert der FC Weißkirchen einen eminent wichtigen Sieg bei der SGK Bad Homburg ? nach 0:2-Rückstand.

EFC Kronberg – FV Stierstadt 3:2 (1:1): Mitte der zweiten Halbzeit sah Antonio Marino die Rote Karte – wegen Meckerns. „Nach dem Platzverweis ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, stellte EFC-Trainer Michael Janson fest. Den vierten Punktspielsieg in Folge machte Dennis Janson in Unterzahl perfekt (70.). In einem intensiven Match hatten Dennis Barth (39.) und Steffen Holland-Nell (59.) die Stierstädter Führungen durch Mohammed Faquir (3.) und Robert Scheithauer (50.) ausgeglichen.

Tore: 0:1 Faquir (3.), 1:1 Barth (39.), 1:2 Scheithauer (50.), 2:2 Holland-Nell (59.), 3:2 D. Janson (70.).

SV Seulberg – FC Oberstedten II 3:0 (1:0):Pech für den FCO, dass in der Anfangsphase ein Schuss gegen die Latte prallte. Der SVS nutzte dagegen seine zweite Chance, Marco Schmidt verwertete die Flanke von Liberato Aiello (25.). Nach der Pause übte Oberstedten viel Druck aus, doch es fehlte die Torgefahr. Nach dem 2:0 durch Aiello (68.) übernahm Seulberg wieder das Zepter, und Julian Böhmer machte alles klar (82.) – jeweils hatte Dominik Nürnberger geflankt. Pfostenschüsse verzeichneten noch Schmidt (81.) und Böhmer (84.). „Wir haben relativ gut gestanden. Oberstedten war nur bei Standards gefährlich, nicht aus dem Spiel heraus“, bemerkte SVS-Vorstand Michael Horn.

Tore: 1:0 Schmidt (25.), 2:0 Aiello (68.), 3:0 Böhmer (82.).

SGK Bad Homburg – FC Weißkirchen 2:3 (2:0):2:0 geführt, und doch noch eine Niederlage kassiert, es war schon die vierte in Folge für die Kirdorfer. Bei Weißkirchen ist die Tendenz positiv, nach dem Achtungserfolg gegen Spitzenreiter SpVgg Bad Homburg (1:1) gab es nun den ersten „Dreier“ auf gegnerischem Terrain. In der Schlussminute vollendete Dominik Jung einen Konter zum 2:3. Fünf Minuten davor hatte Philipp Göbel ausgeglichen und nach einer Stunde per Kopfball den Anschluss hergestellt.

„Das Glück war diesmal auf unserer Seite. Den Sieg haben wir uns aber auch redlich verdient“, sagte Weißkirchens Trainer Uwe Eckerl. Sein Kollege Mohamed Chafchaoui konnte es nicht fassen, dass das Spiel noch kippte: „In der ersten Halbzeit haben wir Pressing gespielt und die Zweikämpfe angenommen, haben es aber verpasst, den Sack zuzumachen. Und in der zweiten Halbzeit haben wir uns den Schneid abkaufen lassen.“ Nach der Führung durch Emre Yilzmaz (5.), die Eghosa Osagie bald ausbaute (23.), verpassten Ikemba Bankunye, Navid Hamidi und Osagie nachzulegen.

Tore: 1:0 Yilmaz (5., Elfer), 2:0 Osagie (23.), 2:1 Göbel (60.), 2:2 Göbel (85.), 2:3 Jung (90.).

Teutonia Köppern – SG Ober-Erlenbach 2:0 (1:0): Dank des dritten Sieges in Serie bleibt die Teutonia in der Verfolgergruppe. Doch die Nuss, die es diesmal zu knacken galt, war eine harte. Erst fünf Minuten vor Schluss erlöste Luka Milic sein Team, als die Gäste nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum nicht klären konnten. Mit einem feinen Schlenzer hatte Matthias Wohlgefahrt die Gelb-Schwarzen in Führung gebracht (42.). „Ober-Erlenbach war ein sehr starker Gegner. Wir haben aber mehr Konsequenz gezeigt“, sagte Köpperns Trainer Alexander Fieveth. In der zweiten Halbzeit hatte die SG sogar mehr Spielanteile, sie konnte aber keine Gefahr entwickeln und probierte es nur zweimal aus der Distanz. Für die Teutonia zeigten Dominik Bauss und Moritz Thiemer im defensiven Mittelfeld eine prima Leistung für die defensivstärkste Mannschaft der Liga.

Tore: 1:0 Wohlgefahrt (42.), 2:0 Milic (85.).

FC Neu-Anspach II – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 3:2 (2:0):Auch im fünften Match in Folge blieb der FC NA II ungeschlagen (elf Punkte). „In der ersten Halbzeit haben wir fast nur auf ein Tor gespielt, hätten höher führen müssen. Das 3:2 ist schmeichelhaft für Wehrheim“, betonte Anspachs Trainer Raffaele Parisi. Doch trotz der Vorteile wäre sogar noch der Ausgleich möglich gewesen, denn laut SG-Spielertrainer Gregory Strohmann hätte es in der Nachspielzeit einen weiteren Handelfmeter geben können. Den ersten hatte Tobias Ketter verwandelt (75.), das Anschlusstor Patrick Hildebrandt markiert. Die Überlegenheit der Gastgeber hatten Mohib Qaiumi (10.) und Hovhannes Zamanyan (17.) in Treffer umgemünzt. Qaiumi legte noch einen nach (72.).

Tore: 1:0 Qaiumi (10.), 2:0 Zamanyan (17.), 3:0 Qaiumi (72.), 3:1 Ketter (75., Elfer), 3:2 Hildebrandt (90.+3).

SF Friedrichsdorf – FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach 6:1 (3:0):Dass beide Mannschaften vor dem Spieltag punktgleich waren, spiegelte sich in den 90 Minuten zu keinem Zeitpunkt wider. Der Titelfavorit Friedrichsdorf hatte die FSG absolut im Griff und hätte bei optimaler Chancenverwertung auch zweistellig gewinnen können. Unter anderem vergab René Krieg beim Stand von 5:1 einen Handelfmeter. „Es war eine super Leistung. Die Mannschaft war sehr zielstrebig und hatte eine gute Raumaufteilung“, stellte der Sportliche Leiter Martin Schmidt fest. Nur eine Chance habe man Weilnau zugelassen – und die verwertete Yannik Dietrich (72.). Zunächst versuchten die Gäste mitzuspielen. Doch dies führte nicht zum Erfolg, die Sportfreunde nutzten die sich bietenden Räume und lagen schon nach einer halben Stunde deutlich vorne.

Tore: 1:0 Theodosiadis (16.), 2:0 Kister (18.), 3:0 Schiffmann (31.), 4:0 Kister (60.), 5:0 Basdar (69.), 5:1 Dietrich (72.), 6:1 Krieg (89.).                                

SG Blau-Weiß Schneidhain – Eintracht Oberursel 0:11 (0:3):Bis zur Halbzeitpause hielt der punktlose Tabellenletzte noch einigermaßen dagegen. „Doch in der zweiten Halbzeit ist Schneidhain auseinander gebrochen“, konstatierte Oberursels Pressewart Thomas Pfettscher. Eine Hinausstellung, wegen Schiedsrichterbeleidigung, beschleunigte diesen Prozess. Zum Oberurseler Kantersieg trugen Marcin Rogacz (3 Tore), Leon Bohdal, Silas Duddeck, Murid Escandar (je 2) sowie Inoa Hildebrandt und Batuhan Öztürk bei.

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