Volle Kraft voraus: Neuzugang und Kapitän Markus Hofmeier (blaues Trikot) im Testspiel der Sportfreunde Friedrichsdorf gegen den 1. FC Langen.	FOTO: STROHMANN
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Volle Kraft voraus: Neuzugang und Kapitän Markus Hofmeier (blaues Trikot) im Testspiel der Sportfreunde Friedrichsdorf gegen den 1. FC Langen.

Fußball, Gruppenliga Frankfurt West

Sportfreunde Friedrichsdorf: Die Zeichen stehen auf Angriff

  • vonRobin Kunze
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Mit ihren Neuzugängen sind die SF Friedrichsdorf ein Titelfavorit in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West. Zu den Ambitionen befragt, äußert sich der Trainer selbstbewusst.

Schon in der Saison 2018/19, als die Sportfreunde (SF) Friedrichsdorf noch in der Kreisoberliga spielten, konnte man als neutraler Beobachter mit der Zunge schnalzen. Der Vereine hatte zum Angriff geblasen und dafür namhaftes Personal verpflichtet, beispielsweise Torjäger Florian Kister (51 Spiele in der Verbandsliga für den FC Kalbach, 31 Tore) oder Linksverteidiger Alexandros Theodosiadis (198 Einsätze in der Regionalliga für FSV Frankfurt II, Lok Leipzig und Kickers Offenbach).

Die Gruppenliga nur als Durchgangsstation? So schnell ging es für den Kreispokalsieger 2019 dann doch nicht, der sich zunächst im Mittelfeld der neuen Spielklasse einreihte. Theodosiadis hat mittlerweile als Spieler aufgehört, das Traineramt übernommen und kann für die am 5./6. September startende Saison auf eine weitere Reihe prominenter Neuzugänge zurückgreifen. "Wir haben auf jeden Fall in gute Jungs investiert, die nicht nur kicken können, sondern auch charakterlich passen. Wir wollen wieder angreifen", sagt Theodosiadis.

Schaut man sich die fußballerische Vita der Neuen an, so erahnt man: Die Gruppenliga soll längst nicht das Ende der Fahnenstange für den ambitionierten Club sein. Als zweiten Torhüter neben Routinier Enver Osmanovic holte man Fabio Milicia (24), der für den SV Gonsenheim 14 Mal den Kasten in der Oberliga Rheinland-Pfalz hütete. Die Defensive wurde durch Kevin Asare Weber (26 Jahre, 31 Verbandsliga-Einsätze für Sandzak Frankfurt), Davor Babic (24, 116 Verbandsliga- und 19 Hessenliga-Partien für FV Bad Vilbel und FFV Sportfreunde), Ted Eric Mbenoun (29, 82 VL-Partien für Germania Schwanheim und SV Zeilsheim) und Mohamad Mouma (27, ehemals FSV Friedrichsdorf, DJK Bad Homburg) aufgewertet.

Damit reagierte der Verein auf die unbeständige Abwehrleistung in der abgebrochenen Spielzeit, als man in 21 Begegnungen 50 Gegentreffer hinnehmen musste. "Es war insgesamt eine enttäuschende Saison von uns", betont Theodosiadis, "wir mussten und wollten also in beide Richtungen reagieren."

Viel Qualität in allen Mannschaftsteilen

Heißt im Klartext: Auch für die vorderen Reihen gibt es Verstärkungen. Der Königstransfer fürs Mittelfeld heißt Markus Hofmeier (26), der bereits 43 Mal in der Regionalliga, 16 Mal in der Hessenliga sowie 87 Mal in der Verbandsliga auflief und darüber hinaus auf zwei Einsätze für den FSV Frankfurt in der 2. Bundesliga kommt.

Doch auch Patrick Albert (27, 63 Mal VL, 60 Mal HL für die SpVgg. Neu-Isenburg) und Jonatan Tesfaldet (30, 60 Mal VL, 62 Mal HL für RW Frankfurt, Türkgücü Friedberg und Hanauer SC) haben ihre Klasse bereits nachgewiesen. Gleiches gilt für Torjäger Emin Yalin (31). Der in Frankfurt geborene Angreifer mit türkischen Wurzeln stand bereits als junger Spieler im Kader von Schalke 04 und türkischer Erstligisten, spielte in der Region auch schon beim TSV Vatanspor Bad Homburg.

Auch abseits des Platzes verstärkt Co-Trainer Nino Berndroth (33) die Sportfreunde. "Wir beide kennen uns schon sehr lange, und er ist unheimlich stark in der Organisation und bei der Trainingsgestaltung", lobt Coach Theodosiadis. Berndroth, der bereits als Team-Manager für Kickers Offenbach arbeitete, half zuletzt auch auf dem Rasen bei Testspielen und im Training aus, damit die Eingewöhnungsphase möglichst schnell vorangeht.

"Andere Mannschaften haben auch aufgerüstet", sagt Theodosiadis, "etwa der FC Neu-Anspach, DJK Bad Homburg, Seckbach oder Beienheim. Fußballerisch denke ich aber schon, dass wir zu den besten Teams der Liga zählen."

Wenn aus den hochdekorierten Spieler jetzt noch eine kompakte Einheit mit "Teamspirit" wird, "sind wir nur schwer zu stoppen", sagt Theodosiadis. Das klare, offen formulierte Ziel lautet "Aufstieg in die Verbandsliga".

Bei aller Qualität sei dies aber kein Selbstläufer. "Mittwoch, Sonntag, Mittwoch - es wartet Fußball pur auf uns", weiß der Coach, "darauf freue ich mich total, aber es wird auch anstrengend werden." Los geht's für die Sportfreunde am Mittwoch (20 Uhr) mit dem Kreispokalhalbfinale beim FC Kronberg.

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