Diese fünf Coaches stehen in der Kategorie „Trainer:in des Jahres“ zur Wahl.
+
Diese fünf Coaches sind für die Wahl in der Kategorie „Trainer:in des Jahres“ nominiert: (von links) Roland Juhnke, Marco Ludwig, Gaby Biedermann, Andreas Gerigk, Aaron Schröder.

Sportlerwahl im Hochtaunus

Kategorie „Trainer:in des Jahres“: Diese Coaches stehen zur Wahl

Die Taunus Zeitung ruft zur Sportlerwahl auf. Wir stellen Ihnen die Coaches vor, die in der Kategorie „Trainer:in des Jahres“ nominiert sind.

Hochtaunus - Vier Männer und eine Frau sind in diesem Jahr in der Kategorie „Trainer:in des Jahres“ nominiert. Wir stellen Ihnen diese Trainer:in in kurzen Porträts vor. Anschließend können Sie hier für Ihre Trainer:in des Jahres abstimmen. 

Gaby Biedermann: Dank ihr bleiben Kids in Bewegung

Bewegung genießt bei Gaby Biedermann einen hohen Stellenwert, denn Bewegung bringt Körper und Geist in Einklang, wie die 52-Jährige betont. Dementsprechend suchte sie 2006 ein geeignetes Betätigungsfeld für ihre Kinder Hannah und Julian. Fündig wurde sie bei der TSG Wehrheim. Ein Glücksfall für den Verein, der zwei Jahre später eine leidenschaftliche Trainerin mehr hatte. Die Trainerscheine hatte Biedermann schon in jungen Jahren gemacht, schließlich war sie selbst eine talentierte Athletin samt Aufnahme an der renommierten Landesturnschule in Trappenkamp (bei Lübeck). Mit ihrer einfühlsamen wie motivierenden Art ist sie die geborene Trainerin. Bei der TSG Wehrheim betreut sie mittlerweile sechs Gruppen, neben den Geräteturnern auch Eltern-Kind-Gruppen.

Für die Kinder ist Biedermann während der Pandemie Gold wert: Unermüdlich stellt sie im Rahmen einer „Corona-Olympiade“ Trainingsaufgaben, die auch zu Hause gelöst werden können. Es braucht oft nicht viel mehr als Kartons oder einen Tennisball, um aktiv und somit fit im Körper wie im Geiste zu bleiben. Die Eltern holen die Trainingspläne bei ihr an der Tür ab, manchmal gibt sie auch kleine Belohnungen für die Kids mit. Gaby Biedermann hat einen Stein ins Rollen gebracht und hält diesen in Bewegung. (rk)

Andreas Gerigk: „Vater“ der Ninja Warriors bei der HTG

Auf die Gelegenheit, seine Fitness bei Andreas Gerigk unter Beweis stellen zu können, musste 2020 mancher warten – dabei spielte der Lockdown nicht mal die entscheidende Rolle. Derzeit gibt es eine Warteliste, um in die Abteilung Ninja Warriors bei der Homburger TG aufgenommen zu werden. Die Trendsportart umfasst Elemente aus Turnen, Klettern, Freerunning und Parkour – es werden also sehr viele Muskeln beansprucht, wenn der 23-Jährige in den Primodeus-Park zum Üben bittet. Fünf Gruppen trainiert Gerigk, der seit der Abteilungsgründung 2018 auch deren Leiter ist – eine sechste soll in diesem Jahr folgen.

Für ein Event im September gab es trotz Pandemie 84 Anmeldungen, es konnten vier Altersklassen angeboten werden, drei davon für Kinder und Jugendliche sowie eine für Erwachsene. Etwa die Hälfte der Ninja Warriors waren Mitglieder (die Abteilung hat knapp 100), andere Teilnehmer kamen teils aus anderen Bundesländern. Gerigk, ein gebürtiger US-Amerikaner, ist über Tennis zu diesem Sport gekommen. Wie man einen Parcours bewältigt, übte er erstmals auf Trimm-dich-Pfaden. Daraus wurde eine Leidenschaft. Diese vermittelt er dem Nachwuchs mit Freude und Kreativität. Und, wie der Sportbusiness-Management-Student betont, „ohne Leistungsdruck“. (fri)

Roland Juhnke: Er gibt jungen Sportlern Halt

Wer das Glück hatte, über Roland Juhnke zur Leichtathletik zu kommen, der kennt den engagierten Trainer sehr wahrscheinlich als den „Mann mit der gelben Kappe“. Eine solche trug der 70-jährige Trainer und ehemalige Abteilungsleiter der TSG Friedrichsdorf nämlich stets bei Wettkämpfen, damit seine Schützlinge ihn in der Menschenmenge sofort ausmachen konnten. Auf bis zu 50 Veranstaltungen war er jährlich, von Kreismeisterschaften bis zu Deutschen Meisterschaften. Dabei ging es ihm nie bloß um Bestzeiten und Platzierungen. „Wenn sich beispielsweise die Eltern eines Kindes getrennt haben, dann habe ich geschaut, dass ich über den Sport Halt geben konnte“, sagt der 70-Jährige.

Juhnke kam im Alter von sechs Jahren zum Turnen, als Jugendlicher zog es ihn zu den Fußballern des FSV Friedrichsdorf. Jürgen Biehn, Gründer der Leichtathletik-Abteilung der TSG Friedrichsdorf, holte ihn zurück und vertraute ihm im Alter von gerade mal 17 Jahren den ersten Trainerposten einer Schulmannschaft an. Es blieb nicht sein letzter. Besonders bei der TSG weckte er die Leidenschaft für den Sport. Als er Ende 2020 nach 40 Jahren im Vorstand sein Amt als Abteilungsleiter abgab, da zogen rund 100 seiner Sportler den Hut – natürlich einen gelben. (rk)

Marco Ludwig: Ein Trainer mit viel Gefühl

Wenn Marco Ludwig zum Training bittet, dann ist besonderes Einfühlungsvermögen gefragt. Der 48-Jährige leitet beim TV Seulberg eine inklusive Gruppe: Geräteturnen mit oder ohne Handicap. Bis zu zehn Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren, die teils leicht körperlich oder geistig behindert sind, nehmen daran teil. „Sie brauchen eine besondere Zuwendung. Es ist nicht immer einfach, man bekommt aber sehr viel Wärme und Zuneigung zurück“, sagt Ludwig.

Bis Mitte März konnte noch regelmäßig geturnt werden, dann funkte das Coronavirus dazwischen. Nach dem Ende des ersten Lockdowns ließ die Resonanz nach, dafür konnte sich Marco Ludwig mit seiner Kollegin Anja Schramm noch intensiver um die Kinder kümmern. „Ich möchte besonderen Kindern Möglichkeiten geben, dass sie Sport treiben können und Freude daran haben“, erläutert Ludwig seine Beweggründe. Durch seine Tochter war der Seulberger, der in einer Soma noch Fußball spielt, zum Turnen gekommen. 2015 machte er eine Ausbildung zum Übungsleiter mit C-Lizenz Kinder/Jugendliche. Beim TV Seulberg ist er zudem Co-Trainer von zwei Mädchengruppen (6 bis 9 Jahre und 10 bis 14 Jahre). (fri)

Aaron Schröder: Vom Fan zum Erfolgscoach

Ein Name ist fest verbunden mit der rasanten Entwicklung der Bad Homburg Sentinels: Aaron Schröder. Seit der Vereinsgründung 2015 weiht er den Nachwuchs der „Wächter“ in die Grundlagen des American Footballs ein. 2020 glückte nun der große Wurf. Der 26-Jährige führte die U13 in überlegener Manier zur Hessenmeisterschaft. Alle acht Partien entschied das Team zu seinen Gunsten, teils mit sehr deutlichen Resultaten.

Vom Fußball wechselte er zum Football. Mit viel Geduld, Akribie und Begeisterung fand Schröder die ideale Mischung, nicht nur Spaß am Sport zu vermitteln, sondern auch Erfolge zu erzielen. Ein geschicktes Händchen hat er dabei, denn es gelingt ihm, aus schon seit Jahren mit Football vertrauten Kids und Neulingen eine Einheit zu formen.

„Football ist ein sehr komplexer Sport. Es wird viel Wert auf Disziplin gelegt, der Teamgedanke ist ebenso ausgeprägt“, sagt der Frankfurter. Dies hatte er schnell verinnerlicht, als 2011 sein Interesse für diese Sportart aufflammte – bei einem Endspiel der National Football League. Seit diesem Super-Bowl-Erlebnis schaut sich Schröder regelmäßig NFL-Spiele im TV an. So wurde er zu einem Experten, der große Freude an Jugendarbeit hat. (fri)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare