Diese Mannschaften stehen zur Wahl in der Kategorie "Mannschaft des Jahres"

Sportlerwahl im Hochtaunus

Kategorie „Mannschaft des Jahres“: Diese Teams stehen zur Auswahl

Die Taunus Zeitung ruft zur Sportlerwahl auf. Wir stellen Ihnen die Teams vor, die in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ nominiert sind.

Hochtaunus - Fünf Teams sind in diesem Jahr in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ nominiert. Wir stellen Ihnen diese Mannschaften in kurzen Porträts vor. Anschließend können Sie hier für Ihre Mannschaft des Jahres abstimmen. 

Judo-Damen der HTG Bad Homburg: Erstmals erstklassig

HTG Bad Homburg

Für die Judo-Frauen der HTG Bad Homburg ist es so etwas wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gewesen: Nach sieben Jahren in der 2. Bundesliga steigt das Team von Cheftrainer Mario Rolle auf und wird 2020 erstmals in der Vereinsgeschichte in der 1. Bundesliga antreten. Sportlich wurde der Aufstieg ganz knapp verpasst. Da musste man dem punktgleichen Rivalen Kim-Chi Wiesbaden den Vortritt lassen. Dass neben Kim-Chi aber dennoch künftig auch die Bad Homburgerinnen in der 1. Frauen-Bundesliga antreten, ist dem Rückzug des Brander TV zu verdanken, der als Schlusslicht der Nord-Gruppe nicht mehr erstklassig antreten wollte.

„Unser Kernkader aus den eigenen Reihen hat sich ausreichend verbreitert, so dass wir jetzt diesen Schritt gehen können“, sagt Abteilungsleiter Andreas Frost. Er weiß, dass Leistungsträgerinnen wie Annabelle Winzig (EM-Zweite in der U 21) oder Julie Hölterhoff (Gewinnerin des Europa-Cup-Turniers in Luxemburg) nur zu halten sind, wenn das Team von Erfolgstrainer Mario Rolle in der 1. Liga kämpft. Rückendeckung erhalten die Judo-Frauen von Ralph Gotta und dessen Vorstandsteam. Für den HTG-Präsidenten, selbst ein erfolgreicher Judoka in seiner Altersklasse, erfüllt sich mit dem Aufstieg in die 1. Liga und der Zweitliga-Zugehörigkeit der Männer ein Traum. sp

U18-Basketballer des MTV Kronberg: U18-Nachwuchs schreibt Geschichte

MTV Kronberg

Am 26. Mai 2019 wurde in der Sporthalle der Kronberger Altkönigschule Geschichte geschrieben, als sich die männliche U 18 des MTV Kronberg den deutschen Pokal holte und damit für einen der größten Erfolge in der Historie der Basketball-Abteilung sorgte. Mit dem 78:69-Endspielerfolg gegen das Nachwuchs-Team des achtmaligen Deutschen Meisters Alba Berlin beendete der MTV nicht nur das „Final Four“ in eigener Halle mit einem spektakulären Triumph, zugleich krönte Trainer Miljenko Crnjac mit dem Pokalsieg seine mehr als zwei Jahrzehnte währende Arbeit bei den Kronbergern.

Nach der Vizemeisterschaft in der Oberliga Hessen und dem Gewinn des Südwest-Titels hatte sich die U 18 durch einen 96:61-Erfolg im Halbfinale gegen die Dresden Titans für das Endspiel qualifiziert und den Weg für den großen Erfolg bereitet. Der Pokalsieger-Mannschaft gehörten Julius Peuser, Leon Schicktanz, Philip Hecker, Rosario Santagati, Michael Sürken, Benedikt Meyer, Christian Nikolov, Dario Nikic und Luis Dinkel an, die mittelfristig in den Regionalliga-Kader der Herren hineinwachsen sollen.

Auf hessischer Ebene hat die nächste MTV-Generation nach der Ära um Peuser, Schicktanz und Hecker bereits wieder auf sich aufmerksam gemacht und ist derzeit auf dem besten Weg, den Hessentitel von 2019 zu verteidigen. sp

Tennisspielerinnen des TEVC Kronberg: Alibalic und Co. rocken die Hessenliga

TEVC Kronberg

Die Saison 2019 wird in den Annalen des im Jahr 1928 gegründeten Tennis- und Eissportvereins (TEVC) Kronberg aus verschiedenen Gründen einen sehr bedeutenden Platz einnehmen. Zum ersten, weil im Sommer nach langer Planungs- und Bauzeit (sowie einem Baustopp in der Endphase des Projekts) endlich das neue Clubhaus im Viktoriapark eingeweiht werden konnte und der Club damit nun von der Infrastruktur her bestens aufgestellt ist. Und zum zweiten, weil die Kronberger Juniorinnen und Damen auf Landesebene so erfolgreich gewesen sind wie nie zuvor. Die Damen um Mannschaftsführerin Carina Brinkmann haben die Hessenliga mit acht Siegen in acht Spielen und 16:0 Punkten gerockt. Allen voran die 21-jährige kroatische Spitzenspielerin Nina Alibalic, die in ihrer ersten Saison beim TEVC auch noch Hessenmeisterin wurde.

Nach einer beispiellosen Erfolgsserie – die Kronberger Damen I sind seit dem 25. Juni 2017 ohne Niederlage – hätte das Team das Relegationsspiel gegen den TC Villingen um den Aufstieg in die Regionalliga Süd-West wahrnehmen können, verzichtete jedoch. Und das vor allem deshalb, weil ein Großteil der Mannschaft noch bei den Juniorinnen spielt. Das Team um Mannschaftsführerin Carina Sommer hat es den Damen gleichgetan und ist mit sechs Siegen in sechs Spielen ebenfalls ungeschlagen Meister in der Hessenliga der Altersklasse U 18 geworden. sp

Handballerinnen der TSG Oberursel: Wer zuletzt lacht. . . spielt für die TSGO

TSG Oberursel

Die Handballerinnen der TSG Oberursel hätten es wohl selbst nicht für möglich gehalten, das die Saison 2018/19 für sie genau so endete, wie es ihr Motto besagte: „Hinten kackt die Ente.“ Mit diesem flapsigen Spruch hatte der Oberligist auf den Start mit zwei Niederlagen gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden und beim TV Hüttenberg reagiert. Jene Hüttenbergerinnen sorgten dann mit ihrem überraschenden Punktgewinn am letzten Spieltag gegen Nieder-Roden für Jubelstürme in der EKS-Sporthalle. Doch noch Hessenmeister – die Spielerinnen von Trainer Paul Günther konnten es kaum glauben.

Zwischen dem verkorksten Start und dem bangen Warten auf das letzte Resultat lagen 17 Siege mit zahlreichen tadellosen Leistungen der TSGO-Damen, von denen einige schon in der Jugend das Oberurseler Trikot trugen und teilweise die Saison 2016/17 in der 3. Liga erlebten. In eben diese Spielklasse wollte das neuformierte Team nicht aufsteigen und überließ Nieder-Roden den Vortritt. „Wir schauen lieber noch eine Saison, wie sich unsere jungen Spielerinnen entwickeln“, erklärte Günther.

Diese Entscheidung scheint die richtige gewesen zu sein: Trotz Abgängen und Verletzungspech erreichte die TSGO die 2. Hauptrunde des DHB-Pokals (wo Erstligist HSG Bensheim/Auerbach zwei Nummern zu groß war) und führte die Tabelle der höchsten hessischen Spielklasse am Jahresende schon wieder an. rem

Turner des TV Weißkirchen: Der gute Team-Spirit hat’s gemacht

TV Weißkirchen

Die Premiere war gelungen, die Fortsetzung folgt 2020: Die Turner des TV Weißkirchen haben in der ersten Saison nach dem Aufstieg in die 3. Bundesliga Nord mit dem Ligaverbleib ihr Ziel erreicht. Das Team um Julian Peters musste allerdings nicht nur am Reck Klimmzüge machen, um die Rahmenbedingungen für diese Leistungsklasse zu erfüllen. Dank eines gut durchdachten und mit viel Energie umgesetzten Crowdfunding-Projekts der Stadtwerke Oberursel wurden die für den Liga-Betrieb notwendigen finanziellen Mittel im fünfstelligen Bereich gesammelt.

Der Klassenerhalt, den sich die TVW-Turner mit dem vorletzten Tabellenplatz vor dem Lokalrivalen TSG Sulzbach auf sportlichem Weg verdient haben, hat bei allen Beteiligten Lust auf mehr geweckt. Der russische Gastturner Vladislav Mitrofanov hatte mit seinen insgesamt 51 Scorerpunkten den größten Anteil am Erfolg in der ersten Bundesliga-Saison, „aber wir haben den Klassenerhalt vor allem dank unseres guten Team-Spirits erreicht“, sagt Peters, der schon wieder auf Sponsorensuche für das neue Budget ist. Eine neue sportliche Heimat werden die TVW-Turner bei der SGK Bad Homburg in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein bekommen. Auch das ist ein Fortschritt, denn im vergangenen Jahr fanden die „Heim-Wettkämpfe“ der Weißkirchener in Sulzbach und bei Eintracht Frankfurt statt. sp

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