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Voll konzentriert hoch hinaus: Eintrachts Mario Schaus nimmt Maß für den nächsten Punkt.

Volleyball

Die Eintracht-Volleyballer haben ihre Stammformation gefunden

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Mit sechs Punkten aus den beiden letzten Begegnungen in 2018 gehen die Spieler von Eintracht Frankfurt nun etwas entspannter ins neue Jahr.

Gewonnen ist durch den unerwartet klaren 3:1 (25:20, 22:25, 25:16, 25:14)-Triumph beim zum Zeitpunkt der Begegnung Tabellenzweiten SG Rheinhessen noch nichts. Eintracht Frankfurts Volleyballer, die vor der Runde von der Konkurrenz zu den Favoriten in der Regionalliga Südwest gezählt wurden, sind immer noch abstiegsgefährdet. In der Tabelle sind die Teams ziemlich dicht zusammen, möglich ist noch alles: Der Abstieg, aber theoretisch auch noch der Aufstieg. „Unser Ziel nach der verkorksten Hinrunde war es, bis Weihnachten den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen. Das ist uns mit zwei Siegen in Folge gelungen“, sagt dazu Trainer Andreas Petrocchi.

Auf die Tatsache angesprochen, dass sein Team gegen den Spitzenreiter und gegen den Zweiten jeweils drei Punkte holte, gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenregion aber viele Punkte liegenließ, findet der Coach eine einfache Erklärung: „Unsere Ergebnisse sind weniger vom Gegner, als von unserer eigenen Leistung abhängig. Wenn wir unser Potenzial abrufen, sind wir in der Regionalliga schwer zu schlagen. Doch das haben wir zu selten getan. Eigentlich hätten wir jetzt 18 bis 19 Punkte auf dem Konto haben können, dann wären wir in der Tabelle ganz oben.“ Nun gelte es, in der Rückrunde stabil zu bleiben.

Und diesbezüglich ist der Trainer optimistisch: „Wir haben jetzt eine Stammformation gefunden.“ Aktuell baut er auf die starke Achse Mark Miehm/Sven Panz. Zuspieler Miehm, der nach einem Jahr Auszeit wieder zurück zu den Adlerträgern gefunden hat, bot wie schon gegen Kassel eine starke Leistung. „Er kann die vorgegebene Strategie gut umsetzen, den Spielplan durchhalten“, lobt Petrocchi den Routinier. Begeistert ist er von Sven Panz, der nach einem Auslandsaufenthalt auch erst sein zweites Spiel machte. Der Diagonalspieler sei stark im Angriff und überragend im Block. „An der Wand Schaus/Penz kam der Gegner nicht vorbei. Oft versuchten sie es dann mit einem Lob, doch darauf hatte sich unsere Abwehr eingerichtet.“

Ausschlaggebend für den Sieg in Nieder-Olm waren die Aufschläge. Dazu Petrocchi: „Beide Mannschaften gingen in das Match mit der Strategie, mit risikoreichen Angaben den Gegner unter Druck zu setzen. Während die jungen, dynamischen Spieler des Gegners zu viele Aufschlagfehler produzierten, haben meine Jungs die Vorgabe bestens erfüllt. Mit Ausnahme des zweiten Satzes, als auch zu viele Angaben verschlagen wurden, fanden sie genau die richtige Mischung zwischen Risiko und Sicherheit, um den Gegner vor Probleme in der Annahme zu setzen.“

Diese funktionierte bei der Eintracht mit Oliver Wirth, Steffen Bekirsch und Libero Kilian Jordan bis auf einen kurzzeitigen Aussetzer im zweiten Durchgang sehr sicher. Während der gesamten Partie hatten die Eintrachtler die Lufthoheit, was auch am starken Mittelblocker Dominik Winter lag.

Brasilianischer Neuzugang

Die Prognose des Trainers fällt trotz des viertletzten Tabellenplatzes positiv aus: „Wir wollen uns keinem Druck aussetzen und denken von Spiel zu Spiel. Aber ich weiß, dass meine Mannschaft, wenn sie den Trend der letzten Wochen fortsetzt, noch in den Kampf um die ersten Plätze eingreifen kann.“

Zumal das Team voraussichtlich noch verstärkt wird. Seit einigen Wochen ist ein Brasilianer im Training, der schon für Katar in der Nationalmannschaft aktiv war. Noch sind die Wechselformalitäten mit den beiden Landesverbänden nicht geklärt, doch Petrocchi hofft, ihn schon bald einsetzen zu können.

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