Fokussiert auf den Abschluss: Tabea Schweikart hat beim Drittligisten TSG Eddersheim eine starke Entwicklung genommen. FOTO: marcel lorenz
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Fokussiert auf den Abschluss: Tabea Schweikart hat beim Drittligisten TSG Eddersheim eine starke Entwicklung genommen.

Handball, TSG Eddersheim

Stammkraft in der Dritten Liga

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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Tabea Schweikart hat eine tolle Entwicklung genommen

Eddersheim -Tabea Schweikart ist 22 Jahre alt. Bereits in der fünften Saison spielt sie für den Handball-Drittligisten TSG Eddersheim - und würde gerne dort bleiben. "Ich bin froh, hier zu sein. Die Atmosphäre im Team ist super", erklärt die Linkshänderin, die im Sommer eine Ausbildung zur Tierarzthelferin begonnen hat.

"Das ist stressig mit den Arbeitszeiten. Dank der Absprache mit dem Tobi bekomme ich das aber vereinbart", erklärt Tabea Schweikart, "bis jetzt geht es ganz gut". Ihr Trainer Tobias Fischer ist darüber nicht glücklich, sieht aber den Weg, den sie genommen hat: "Sie hat in Kriftel in der Bezirksoberliga-Jugend gespielt und kam zu uns ins Training. Da habe ich gesagt, dass sie zu uns in die Dritte Liga kommt. Das war ein Projekt von mir. Sie ist die Spielerin in meinem Kader, die nie höherklassig in der Jugend gespielt hat."

Dank ihres Trainingsfleißes und ihrer Motivation habe sie sich stetig entwickelt und ist für die Dritte Liga eine sehr gute Rechtsaußenspielerin geworden, die drei oder vier Tore pro Spiel wirft. "Daher machen wir das auch mit dem zweimaligen Training", so Fischer.

Freude über die Rückkehr in die Halle

Die Rechtsaußen-Spielerin kann auf Jahre zurückblicken, in denen sie vom Handballerischen her eine Steigerung gesehen hat. "Wir halten uns die ganze Zeit oben, es geht jedes Jahr ein Stück höher", beschreibt sie den Trend. Auch sie hat die Corona-Zwangspausen irgendwie hinter sich gebracht. "Von März bis Mai und dann von November bis Ende Februar haben wir nicht gemeinsam trainiert. Das war schon schwer über diese lange Zeit, aber andere Mannschaften hat es noch viel härter getroffen", denkt sie an diese Zeit zurück, "ich war froh, wieder in die Halle kommen zu dürfen und hatte eine andere Wertschätzung für etwas, das für mich selbstverständlich war. Ich habe mich gefreut, als wir im August so viele Spiele und Turniere hatten. Wir waren heiß, nach der langen Pause spielen zu dürfen".

Mit der Saison und der Ausbeute von 6:2 Zählern ist sie zufrieden. "In Bretzenheim haben wir gut gespielt, uns aber nicht belohnt. Das war ärgerlich. Sonst haben wir alle Spiele gewonnen, auch wenn wir teilweise Flauten drin hatten", macht sie deutlich. Und nun geht es am Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Karl-Eckel-Weg) gegen die HSG Lumdatal.

"Das wird kein Selbstläufer"

"Die kämpfen sehr", hat Tabea Schweikart aus den Beobachtungen der Videos mitgenommen, "sie verlieren nicht hoch und haben bei uns nichts zu verlieren. Das wird kein Selbstläufer, aber das sollten wir gewinnen".

Ähnlich sieht Fischer die Ausgangslage: "Lumdatal kommt über seine Abwehr. Sie kassieren meistens nicht mehr als 20 Tore, werfen aber auch nicht mehr als 20 Tore. In den Spielen gegen Nieder-Roden und Düsseldorf waren die Gegner jeweils besser, dennoch blieben die Spiele bis zum Ende knapp". Der Trainer vertraut aber auf das Potenzial seiner Mannschaft: "Lumdatal ist in seinem Angriffsspiel limitiert. Ich denke, dass unsere gute Abwehr dem Gegner wehtun wird. Im Angriff sollten wir mit unserem Tempospiel zu einfachen Toren kommen und sie damit unter Druck setzen. Wir sind Favorit, das ist unser Anspruch", erläutert der Eddersheimer Trainer, "ich hoffe, dass wir unser Können auf die Platte kriegen, denn wir wollen nach der knappen Niederlage in Bretzenheim wieder in die Erfolgsspur kommen".

Wichtig wird sein, dass die Mannschaft sich auf dieses Spiel fokussiert. Dabei lief die Vorbereitung auf diese Partie nach dem spielfreien Wochenende aus der Sicht des Trainers nicht optimal. "Wir hatten mit Krankheiten und einigen arbeits- und studienbedingten Ausfällen zu tun, haben aber das Beste herausgeholt." vho

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