+
So kennt man ihn: Steffen Moritz (links) mit vollem Einsatz und gewonnenem Kopfballduell (hier gegen Andreas Petri vom RSV Weyer).

"Spieler des Monats" August im NNP-Land

Steffen Moritz: Immer noch torhungrig

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats August“ für Steffen Moritz vom FC Waldbrunn entschieden. Steffen Moritz waren im  letzten Monat in sechs Verbandsliga-Spielen satte zehn Treffer gelungen.

VON PATRICK JAHN

Die Vita von Steffen Moritz, Spielertrainer des Fußball-Verbandsligisten FC Waldbrunn, ist sich schon mehr als beeindruckend. In den Jugendvereinen TuS Obertiefenbach, SG Hausen/Fussingen/Lahr, 1. FC Kaiserslautern und Sportfreunde Eisbachtal ausgebildet, ging es über die Seniorenstationen SpVgg. Wirges, FK Pirmasens, RSV Würges, Fortuna Köln und SV Rot-Weiß Hadamar vor gut drei Jahren zum FC Waldbrunn.

Steffen Moritz hat in seiner Laufbahn viel erlebt und bekleidet in der nunmehr dritten Saison mit seinem Teamkollegen Christian Mehr beim FC Waldbrunn das Amt des Spielertrainers. Dass der bullige Angreifer, dem im August sagenhafte zehn Treffer in der Verbandsliga und beim 6:0 gegen die SG Kinzenbach allein vier Tore gelungen sind, seinen zweiten Frühling erlebt, will er so nicht ganz stehen lassen: „Ich sehe es eher als kleinen Gruß an diejenigen, die mich schon abgeschrieben hatten.“

Der mittlerweile 35-Jährige genießt die Ende Juli begonnene Saison in vollen Zügen. Mit seiner Mannschaft (aktuell Tabellenzweiter) läuft es prächtig, und auch bei ihm selbst scheint der Torhunger nicht enden zu wollen. Aktuell führt Steffen Moritz die Torjägerliste mit 13 Treffern an. Woran liegt das? Steffen Moritz klärt auf: „Ich bin aktuell verletzungsfrei, und auch meine Wehwehchen, die immer mal auftreten, halten sich in Grenzen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Unabhängig davon läuft es aber nicht nur bei mir so gut, sondern bei der gesamten Mannschaft. Ein Stürmer kann nur treffen, wenn er bedient wird. Das schaffen die restlichen Jungs eben auch sehr gut.“

Mit insgesamt 29 erzielten Treffern – das entspricht einem Schnitt pro Spiel von fast vier Toren – hat der FC Waldbrunn eine ungeheure Offensivwucht entwickelt. Auf die Frage, ob das Spiel der Westerwälder explizit auf Steffen Moritz ausgelegt ist, meint der Vater von mittlerweile zwei Töchtern: „Nein, ganz sicher nicht. Durch unsere Neuzugänge müssen wir beispielsweise einen Lukas Scholl nicht mehr ,opfern’ und auf den Außenbahnen einsetzen. Dadurch habe ich mehr Unterstützung im Sturm und bin nicht mehr der Alleinunterhalter, wie es letzte Saison häufig der Fall war. Die dazugewonnene Qualität macht sich absolut bemerkbar.“

Über die Ziele des FC Waldbrunn in dieser Saison hält sich Steffen Moritz bedeckt, er sagt aber: „Wir profitieren davon, dass unsere ,goldene Generation’ nun schon drei, vier oder gar fünf Jahre aus der Jugend draußen ist. Die Jungs haben neben ihrem Talent auch eine Prise Erfahrung gesammelt und werden automatisch von Jahr zu Jahr besser.“

Der in Hausen lebende und als Lehrer an der Frickhöfer Mittelpunktschule St. Blasius unterrichtende Steffen Moritz wünscht sich persönlich, „dass ich weiterhin verletzungsfrei und gesund bleibe“. Mit Blick auf seine Mannschaft meint er: „Das gleiche wünsche ich meinen Mitspielern, denn dann haben wir jede Woche eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz.“ Und wenn dem so ist, wird Steffen Moritz weiterhin zeigen können, dass er weiß, wo das gegnerische Tor steht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare