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Einen Schritt schneller als Waldbrunns Thomas Wilhelmy (links) ist hier Marburgs Sanjo Lehr.

Fußball-Verbandsliga Mitte

Steffen Moritz trifft (leider) dreimal

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In der Fußball-Verbandsliga Mitte bleibt der FC Waldbrunn trotz des 2:2 gegen den VfB Marburg Tabellenführer. Die Schlussminuten waren dramatisch.

Der FC Waldbrunn führte gegen den VfB Marburg dank zweier Treffer von Spielertrainer Steffen Moritz mit 2:1 und musste in der Nachspielzeit das bittere 2:2 hinnehmen - durch ein Eigentor von Steffen Moritz. Der RSV Weyer verlor ein typisches 0:0-Spiel unglücklich mit 0:2 gegen die SG Kinzenbach und kommt nicht vom vorletzten Tabellenplatz weg.

FC Waldbrunn – VfB Marburg 2:2 (1:1). Waldbrunn trat mit der erfolgreichen Mannschaft aus dem Ederbergland-Spiel an und hatte gleich eine Möglichkeit durch Lukas Scholl per Hackentrick. Die ersten 15 Minuten wurde Marburg früh attackiert. Das Spiel war für die zahlreichen Besucher hoch attraktiv und schnell mit guten Kombinationen. Waldbrunn versuchte immer wieder über die quirligen Außenspieler Takehara und Wilhelmy Anspielmöglichkeiten im Strafraum zu finden. In der 33. Minute setzte sich Wilhelmy durch, scheiterte aber am Torwart, Takehara verzog auf Kopfballvorlage von Moritz. Auf der Gegenseite hatte der bärenstarke VfB-Kapitän Arthur Besel eine gute Kopfballchance. Nach 34 Minuten hatte die von Steinhauer gut organisierte Abwehr das Nachsehen, und so konnte der „zweite Ball“, von Arthur Besel geschossen, unhaltbar einschlagen. Doch die Freude der Marburger währte nicht lange, Arne Breuer, angespielt von Moritz, konnte im Strafraum nur durch ein Foul des Torhüters regelwidrig gebremst werden, den fälligen Elfmeter verwandelte Spielertrainer Steffen Moritz zum Ausgleich. Die zweite Halbzeit sollte nicht mehr ganz so hochklassig sein, aber die dramatischen Schlussminuten machten dafür alles wieder gut. Bis zur Gelb-Roten Karte für Ngolo Ouattara (56.) ergaben sich für Breuer und Takehara Halbchancen. Marburg zu zehnt war wie ausgewechselt und übernahm das Geschehen, weil bei Waldbrunn die Zuordnung nicht mehr passte. Beide Mannschaften wollten sich nicht mit dem Punkt zufrieden geben, was mit Chancen für Breuer, Fürstenau und Wilhelmy belohnt wurde. Der Waldbrunner Aufwand sollte in der 86. Minute belohnt werden: Takehara wurde im Strafraum gefoult, den Elfer verwandelte Steffen Moritz zu seinem 13. Saisontreffer. Aber der Waldbrunner Spielertrainer sollte noch ein weiteres schießen, allerdings auf der Gegenseite per Eigentor zum Marburger Ausgleich – wie unglücklich!  gd

Waldbrunn: Keil, J. Form, Böcher, R. Scholl, Steinhauer, Wilhelmy, L. Scholl (78. Mehr), Fürstenau, Breuer, Takehara, Moritz (Borbonus, Tomas, Mehr, D. Schäfer, Erbse) – Marburg: Purbs, Lopes, Limbacher, Säed, Ouattara, Besel, Lehr, de Castro, Walter, Schmidt, Alber (Wiegel, Hidic, Schäfer, Sabino, Schönfeld) – SR: Wilzek (SG Mörlen) – Gelb-Rot: Ouattara (M./56.) – Tore: 0:1 Fabian Schmidt (34.), 1:1 (40./FE), 2:1 (88./FE) beide Steffen Moritz, 2:2 Steffen Moritz (90.+3/Eigentor) – Zuschauer: 250.

RSV Weyer – SG Kinzenbach 0:2 (0:0). Bei tristem Wetter wurde den Zuschauern im ersten Durchgang ein tristes Spiel geboten. In der ersten Viertelstunde waren die Kinzenbacher spielbestimmend, ohne jedoch ernsthafte Gefahr zu entwickeln. Nachdem die RSV-Defensive den bis dahin agilen Spielmacher Simon Kammer in den Griff bekommen hatte, übernahm Weyer das Kommando. Aber auch auf Seiten der Weilersberger blieb der Notizblock des Berichterstatters bei Torchancen leer. So sorgten die bereits früh einsetzenden Nickligkeiten für die größten Aufreger im ersten Durchgang. Kurz nach Wiederanpfiff ging die SGK in Führung. Bezeichnenderweise musste ein krasser Abstimmungsfehler herhalten, so dass Richardt nur noch ins verwaiste Tor einschieben musste. Weyer drückte auf den Ausgleich, der letzte Pass blieb aber immer in der vielbeinigen Abwehr der Spielgemeinschaft hängen. Zwei Minuten vor Schluss schloss Marvin Helm einen Konter zum 0:2 ab, der die Entscheidung für ein eigentlich typisches 0:0-Spiel bedeute. tbr

Weyer: Hisenay, Orani, Kettenbach, T. M. Sawall, Uran, Din, Seibel, Schmidt, Schmitz (77. Wecker), Wind, Kolodziejczyk (65. Petri) – Kinzenbach: Wagner, Desch, Yildirim, Mohr, Delzer, Anker, Helm, Richardt, Ried, Sajonz, Kammer (Riske, Gouls) – SR: Müller (SC Bürgel) – Tore: 0:1 O. Richardt (51.), 0:2 Marvin Helm.

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