Leichtathletik

Steinbacher Sebastian Bienert absolviert bemerkenswertes Programm

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Marius Welte ist mit drei Titeln der erfolgreichste, Sebastian Bienert der schnellste Hochtaunus-Läufer bei den Kreismeisterschaften im Crosslauf. Dabei hatte Letzterer nicht viel Zeit.

Lange Nägel in den Spikes waren Pflicht, um beim Walter-Eifert-Crosslauftag der LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain einigermaßen über die Runden zu kommen. Vor allem einige Nachwuchsläufer probierten es mit gewohntem Schuhwerk, blieben aber prompt an der einen oder anderen Stelle im dicken Schlamm stecken. Das Feld war also bereitet, denn um die Kreismeisterschaften im Crosslauf für Hochtaunus und Main-Taunus ging es schließlich am „Sauerborn“. Mit knapp 300 Meldungen hatte die erneut gut organisierte Veranstaltung auch eine gute Resonanz. Durch Schlamm zu laufen, gehört für Querfeldeinläufer nun einmal wie die Schnürsenkel in die Schuhe. Das tiefe Geläuf zieht eher an, als das es abschreckt.

Auf der Männer-Langstrecke – hier ging es über drei große Runden und somit 6,3 Kilometer – setzte sich in der Hochtaunus-Wertung Marius Welte vom MTV Kronberg (Altersklasse M 20) in 24:54 Minuten vor seinem Vereinskollegen Michael Böhler durch, der nach 25:36 Minuten schnellster M45er war. Das Podium komplettierte Michael Kaucher von der SGK Bad Homburg (M 50) in 29:33 Minuten.

Schnellster Starter aus dem Hochtaunus war allerdings Sebastian Bienert. Da der Steinbacher das Trikot des Veranstalters trägt, wurde er Main-Taunus-Kreismeister in der Zeit von 23:34 Minuten. Es hatte nicht viel gefehlt, und Bienert hätte sogar den Tagessieg perfekt gemacht. Er musste sich lediglich Philipp Herzog vom TV Waldstraße Wiesbaden geschlagen geben, der 24 Sekunden schneller unterwegs war. „Der Sieg für Philipp geht in Ordnung“, erkannte Bienert den Erfolg seines Konkurrenten an. „Ich hatte heute ab 6.30 Uhr schon Frühschicht und bin direkt von der Arbeit zum Cross gekommen. Am Nachmittag geht es dann mit der Abendschicht weiter“, verriet der konditionsstarke Altenpfleger.

Knapp eine Stunde später schnürte Marius Welte auf der Mittelstrecke (3000 Meter) erneut seine Spikes. Nach 11:41 Minuten hatte er lediglich Sultan Abdu den Vortritt lassen müssen (siehe auch Rubrik „Unter der Lupe“ auf dieser Seite). Der Äthiopier lebt in Oberursel, startet für die LG Eintracht Frankfurt und benötigte für den Kurs gerade mal 10:55 Minuten.

Welte hatte nach dem „3000er“ immer noch nicht genug. Der Kronberger machte am Ende beim Cross-Sprint über 950 Metern das Tripel bei den Kreismeisterschaften perfekt. Denn auch bei seinem dritten Start war Welte der schnellste Läufer im Trikot eines Hochtaunusvereins. 3:16 Meter benötigte er, Teamkollege Böhler kam nach 3:29 Minuten ins Ziel.

Bei den Frauen wiederholte die Wehrheimerin Marisa Friedrich (W 20) in 19:44 Minuten ihren Gesamtsieg aus dem Vorjahr. Damals startete sie noch für die LG Eintracht Frankfurt, dieses Mal ohne Vereinsangabe. In der Kreiswertung reichte Anke Kracke von LC Steinbach (W 50) die Zeit von 24:02 Minuten, um zu gewinnen. Ihr folgten Tabea Sander (MTV/W 20) in 25:19 sowie Sandra Hildebrandt (LCS/W 45) in 25:46 Minuten.

Erfolgreichster Kreisverein auf der anspruchsvollen Cross-Strecke war der MTV Kronberg mit neun Titeln und vier Vizemeisterschaften. Dahinter folgte die TSG Friedrichsdorf (3-4-0) sowie die TSG Wehrheim (3-1-1).

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