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Sebastian Linder (Spielertrainer HSG Steinbach/Kronberg//Glashütten). Foto: Heiko Rhode

Handball

HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten: Die Schonzeit ist vorbei

Steinbachs Handballer erhoffen sich für Sonntag den ersten Saisonsieg in der Bezirksoberliga. Ober-Eschbach empfängt am Samstag den Vizemeister.

Sebastian Linder ist zu lange ihm Geschäft, als dass er nicht wüsste, was die Stunde geschlagen hat. Warum denn schon am vierten Spieltag, könnte man sich jetzt fragen. Linders HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten hat in der Bezirksoberliga erst drei Saisonspiele absolviert und noch 23 weitere vor der Brust. Jedoch gingen die ersten drei Partien allesamt verloren, davon die beiden letzten gegen die TGS Langenhain (23:34) und bei der TG Rüsselsheim (19:30) deutlich. Und in den nächsten vier Spielen trifft die Dreier-MSG durchweg auf Gegner mit ähnlicher Kragenweite.

Zunächst geht’s für Steinbach/Kronberg/Glashütten am Sonntag um 16 Uhr in der Sporthalle der Königsteiner Taunusschule gegen die MSG Niederhofheim/Sulzbach, dann zum nächsten Derby zur HSG Neuenhain/Altenhain, ehe das Linder-Team auf die Aufsteiger HSG Wiesbaden II und TG Eltville trifft. „Es wird ein schweres Spiel, in dem wir uns unbedingt im Angriff steigern müssen“, sagt Ex-Bundes-Profi Linder mit Blick auf Sonntag. Eine gewisse Anlaufzeit hatte der 35-Jährige seinem Team zugestanden, nachdem die Vorbereitung durchwachsen verlaufen war. Doch jetzt muss die HSG bald liefern, wenn sie sich nicht dauerhaft in der unteren Tabellenhälfte aufhalten möchte.

Linder selbst kann wieder mithelfen, nachdem er in Rüsselsheim mit einer Rückenverletzung ausgefallen war (und es von diesem Zeitpunkt an mit seiner Mannschaft steil bergab ging). Fehlen werden aus privaten Gründen Außenspieler Jens Weigand und Abwehrspezialist Sebastian Haufe.

Auch die zweite Hochtaunus-Mannschaft in der Bezirksoberliga genießt am vierten Spieltag Heimrecht. Die Aufgabe für die TSG Ober-Eschbach wird am Samstag um 19.30 Uhr in der Albin-Göhring-Halle nicht einfach. Mit der TG Schierstein kommt der Vizemeister, der um ein Haar in die Landesliga durchmarschiert wäre. Ein Tor fehlte letztlich dem Team des früheren Oberligaspielers Christian Fleischer in den Entscheidungsspielen gegen die TG Friedberg zum Aufstieg. Nach einem dürftigen Start von 2:4 Punkten – allerdings mit hoch eingeschätzten Gegnern wie HSG Hochheim/Wicker und TSG Eddersheim – kann sich die Mannschaft aus dem Wiesbadener Stadtteil um Torjäger Moritz Schubert (zuletzt 14/2 Treffer) eigentlich keinen weiteren Patzer leisten, wenn sie im Aufstiegsrennen gleich präsent sein möchte.

„Gerade deswegen ist der Gegner gefährlich, da erwartet uns einiges“, warnt TSG-Trainer Slobodan Jankovic seine Schützlinge. Ober-Eschbach möchte nach der ersten Saisonniederlage (31:36 bei der HSG Wiesbaden II) in erster Linie die Abwehr stabilisieren. Eine konstante Leistung über 60 Minuten überdies würde Jankovic sicherlich erfreuen.

Nicht dabei sind die verletzten Karsten Gottlieb und Sascha Ball. Die kurzfristige Perspektive klingt verlockend: Mit wenigstens einem Punkt könnte die TSG Ober-Eschbach es sich in der oberen Tabellenhälfte gemütlich machen. rem/fiu

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