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Freude bei dem deutschen Meister: Konstantin Steinfurth siegte bei der Jugend im Hammerwerfen.

Sieg im Hammerwerfen

Steinfurth triumphiert

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Tolle Platzierungen gelangen den heimischen Startern bei den deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Jugend in Mönchengladbach.

Das war der Hammer. Konstantin Steinfurth wurde seiner Favoritenrolle im Hammerwerfen gerecht und holte sich den Titel.

Der Kaderathlet im Trikot der LG Eppstein-Kelkheim reiste mit einer Weite von 67,58 Metern, geworfen Ende Juni bei der Nachwuchs-Gala in Mannheim, als Führender der Meldeliste nach Nordrhein-Westfalen.

Der erste Wurf im Grenzlandstadion war ungültig. Es folgten moderate 62,43 m, die jedoch schon die Führung im zwölfköpfigen Feld bedeuteten. Dann im dritten Durchgang die Steigerung auf 67,58 Meter – Einstellung der persönlichen Bestleistung, die sichere Führung und drei weitere Versuche im Endkampf. Weiter ging es mit 67,21 m sowie 66,03 m, ehe dann im letzten Durchgang mit dem sechs Kilogramm schweren Hammer der ganz große Wurf gelang. Mit überragenden 69,04 m erreichte Konstantin Steinfurth ganz souverän eine neue Bestmarke und wird nun auf Rang 20 der europäischen Jahresbestenliste seiner Klasse geführt. Am Ende hätte sogar der bis dahin weiteste Wurf von 62,43 m zum Sieg gereicht, was vor den Titelkämpfen niemand vermutet hätte. Steinfurths stärkster Gegner von der Papierform her, Marc Okun (Leichlinger TV/bisher 66,27 m), kam mit Regen und dem Ring in Mönchengladbach gar nicht klar und landete mit 60,45 m lediglich auf Rang vier. Zweiter wurde Mirco Braun (ASV Erfurt/62,34 m). „Was soll ich sagen. Ich bin am Ziel meiner Träume. Mein erster deutscher Meistertitel, das ist einfach nur der Wahnsinn. Dazu noch eine persönliche Bestleistung. Besser kann es kaum werden“, verkündete der wurfgewaltige Hesse über Facebook.

Über die 110 m Hürden kam Eric Wallrabenstein (TV Okriftel) nicht an seine Meldeleistung von 14,90 sek. ran. Mit 15,42 sec. war in der ersten Runde Endstation. Am Ende fehlte auch das nötige Quentchen Glück. Der Okrifteler rauschte nämlich nur hauchdünn am Zwischenlauf vorbei. Er und Florian Partenfelder (LG Stadtwerke München) hatten nach den Vorläufen die gleiche Zeit abgeliefert. Nach einer genauen Auswertung des Zielfilms musste die tausendstel Sekunde entscheiden. Hier hatte der Bayer mit 0,004 Sekunden Vorsprung das bessere Ende für sich.

Mit der erhofften Finalteilnahme klappte es dagegen bei Kai Strauch. Der Langsprinter in den Farben der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain musste über 400 Meter in der ersten Runde schon mächtig Gas geben. Dabei verbesserte er seine Saisonbestmarke von 48,75 sek., gelaufen bei den Hessischen Meisterschaften in Bad Homburg, auf bärenstarke 48,56 sek. Als Zweiter des ersten Vorlaufes zog der Kurstädter damit ins Finale ein, das er als Siebter mit 49,14 sek. beendete. Mit der Top-Zeit von Mönchengladbach liegt der Läufer der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain zur Zeit auf Position elf der DLV-Statistik.

Sebastian Buschbeck, der für die HTG Bad Homburg startende Kelkheimer, ging über 5000 m an den Start. In seinem ersten Jahr bei der männlichen A-Jugend verbesserte Buschbeck seinen Hausrekord um etwas mehr als sieben Sekunden auf 15:30,04 Minuten und landete auf dem 16. Rang. Ebenfalls aus Kelkheim kommt Christian Brunnenberg, der das Trikot des Königsteiner LV trägt. Der B-Jugendliche wurde bei seiner DM-Premiere auf der Stadionrunde mit 52,10 sek. gestoppt, was aber nicht für die nächste Runde reichte.

Auf beiden (Kurz)Sprintstrecken durfte Johannes Nortmeyer (TSG Niederhofheim) in den Startblock gehen. Mit flotten 11,25 sek. im 100-m-Vorlauf war die Zwischenlauf-Teilnahme unter Dach und Fach. Dort lief er mit starken 11,21 sek. eine neue persönliche Bestzeit.

Bei den jüngeren Mädels (B-Jugend) fand Ann-Kathrin Kuhl (TV Okriftel) über 100 m Hürden nicht so richtig ins Rennen und blieb mit 15,13 sek. klar über ihrer Meldeleistung von 14,56 sek. Jana Marie Lowka (TSG Marxheim) nahm den Speer in die Hand, der im letzten Durchgang auf die neue Bestmarke von 45,91 m flog. Ein toller sechster Platz war der verdiente Lohn für sie.

(jp)

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