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"Stellen uns auf extrem hohe Intensität ein"

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Von: Harald Joisten

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Schon in der Saison 2019/20 ging es intensiv zu zwischen Fulda-Lehnerz und Eddersheim - hier in einem Zweikampf zwischen Fuldas Stürmer Dominik Rummel und dem Eddersheims Innenverteidiger Dennis Lang (rechts). FOTO: Lorenz
Schon in der Saison 2019/20 ging es intensiv zu zwischen Fulda-Lehnerz und Eddersheim - hier in einem Zweikampf zwischen Fuldas Stürmer Dominik Rummel und dem Eddersheims Innenverteidiger Dennis Lang (rechts). © Marcel Lorenz

Brisantes Spiel in der Aufstiegsrunde: Eddersheim tritt in Fulda an

Eddersheim -Manchmal kommt die vermeintlich letzte Chance viel früher als erwartet. Bereits am zweiten Spieltag der Aufstiegsrunde in der Fußball-Hessenliga können für Titelfavorit SG Barockstadt Fulda-Lehnerz fast schon alle Träume platzen. Nach der Auftaktniederlage bei Hessen Dreieich (1:2) kann sich das Team am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Eddersheim keine weitere Niederlage erlauben. Sonst könnte der Rückstand auf Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf auf stolze sieben Punkte anwachsen - schwer aufzuholen in den verbleibenden acht Spieltagen.

Fulda nach Niederlage in Dreieich unter Druck

"Der Druck liegt bei Barockstadt Fulda. Nach deren Niederlage in Dreieich ist der Druck nochmal gestiegen. Bei insgesamt zehn Spielen darf man sich nicht viele Ausrutscher erlauben", meint Eddersheims Trainer Christian Lüllig vor dem Duell beim selbst erklärten Aufstiegsanwärter. Eddersheim hat einen Punkt mehr auf dem Konto als Fulda-Lehnerz (13), sieht die Aufstiegsrunde aber grundsätzlich eher als Bonus an. "Wir können sehr befreit aufspielen", meint Lüllig, ergänzt aber: "Wir haben natürlich grundsätzlich immer den Anspruch, Spiele zu gewinnen. Wir fahren mit dem Ziel dorthin, für eine Überraschung zu sorgen."

Ein Sieg des Tabellensechsten wäre in der Tat nicht nur eine kleine Überraschung, sondern auch ein großes Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen: Dann würde Eddersheim endgültig zu den Mitfavoriten zählen. "Wir müssen an unsere Leistungsgrenze herankommen. Dann traue ich uns etwas zu. Denn für Fulda ist es eine besondere Konstellation: Das Umfeld hat glaube ich eine hohe Erwartungshaltung, dazu ist es ihr erstes Heimspiel der Aufstiegsrunde." Im Stadion Fulda könnte es nicht nur auf den Rängen stimmungsvoll zugehen - mitunter kommen dort über 1000 Zuschauer zu Heimspielen der Spielgemeinschaft, die sich 2018 aus der Fusion von Borussia Fulda und TSV Lehnerz mit dem klaren Ziel gebildet hat, baldmöglichst in die Regionalliga Südwest aufzusteigen. Auch auf dem Platz dürfte um jeden Meter gekämpft werden. "In der Partie Dreieich gegen Fulda gab es eine extrem hohe Intensität. Alle drei Tore sind nach Standards gefallen", erzählt Lüllig. Der Trainer wird seine Spieler entsprechend vorbereiten. "Wir dürfen uns auf eine extrem hohe Intensität einstellen. Das müssen wir annehmen."

Dass die Atmosphäre spannungsgeladen sein könnte, sei hingegen kein Problem für seine Mannschaft. "Ich glaube, das gibt ein echtes Spitzenspiel, auch was die Stimmung betrifft. Das dürfte für uns überhaupt kein Problem sein. Wir müssen das als Ansporn nehmen und positiv kanalisieren. Das kann uns den letzten Push geben." Seine Abwehr muss in der erfahrenen Fuldaer Mannschaft vor allem Stürmer Dominik Rummel in den Griff bekommen. Kapitän Patrick Schaaf fehlt bereits seit einem halben Jahr wegen Herzproblemen.

Eddersheim wir wohl mit demselben Kader antreten wie vor Wochenfrist beim 0:0 gegen Neuhof. Dort hatte Neuhof gezeigt, warum es zuvor in der Hauptrunde sechs von acht Spielen gewonnen hatte, darunter auch gegen Fulda. "Neuhof war eine hohe Hürde", so Lüllig. Wie Fulda-Lehnerz. Vielleicht wird sie sogar noch höher. Harald Joisten

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