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Torjäger Tim Pelka (FV Stierstadt)

Fußball, Hochtaunus

Kreisoberliga: Stierstadt und Oberstedten schaffen noch die Wende

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Am neunten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus spielt sich mit einem 5:1 über Ober-Erlenbach, den Vizemeister der Vorsaison, die FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach in den Blickpunkt.

SG Eschbach/Wernborn – FC Oberstedten 3:4 (1:2): Was für eine turbulente Schlussphase. Tobias Eichsteller sah bei seinem Comeback nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, Ergin Cakar traf vom Elfmeterpunkt zum 3:2. Doch in Unterzahl drehte der Gruppenliga-Absteiger tatsächlich noch die Partie dank Mohammed Faquir und Goalgetter Nouri Jegham. „Nach dem 3:2 waren wir eigentlich tot. Doch hinten heraus haben wir sogar noch verdient gewonnen, Glück gehört natürlich auch dazu. Chapeau an die Mannschaft“, sagte der Sportliche Leiter Rüdiger Rau. Im Dauerregen habe die Partie einem Abnutzungskampf geglichen. Und dieser mündete in den dritten Sieg in Folge gegen einen Aufsteiger, diesmal aber mit hohem Spannungsfaktor. Murat Kaya hatte für die SG noch einen Elfmeter übers Tor geschossen. Tore: 0:1 Mahbubi (8.), 1:1 Kaya (17.), 1:2 Jegham (44.), 2:2 Gilles (53.), 3:2 Cakar (76./FE), 3:3 Faquir (83.), 3:4 Jegham (88.).

Eintracht Oberursel – SG Eintracht Feldberg 2:2 (1:0):  Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit, da entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, Onur Arslan soll den Ball an den Arm bekommen haben. Gabriel Girbita hämmerte den Ball ins Netz zum Ausgleich für die SGE; auch den ersten Treffer des Aufsteigers hatte er erzielt, und zwar mit einem abgefälschten Freistoß aus 20 Metern. „Feldberg war nach der Pause stärker, das Ergebnis ist verdient“, sagte Oberursels Pressewart Thomas Pfettscher. In der zweiten Halbzeit hatte die SGE auch Lattentreffer durch Christian Bös (46.) und Liam Norton (55.) gehabt. Nach den ersten 45 Minuten hatte wenig darauf hingedeutet, dass die Gäste punkten würden. Oberursel war überlegen und ging nach einer scharfen Flanke von Silas Duddeck durch Timo Adloffs Volleyschuss in Führung. Kurz vor der Pause traf Jeffrey Schmidt noch den Pfosten, ehe Murid Escandar die einzige Chance der Gastgeber nach der Pause per Kopfball verwertete. Tore: 1:0 Adloff (17.), 2:0 Escandar (60.), 2:1 Girbita (65.), 2:2 Girbita (90.+3/HE).

FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach – SG Ober-Erlenbach 5:1 (4:1):  Über was für ein Offensivpotenzial die FSG verfügt, bewies sie in der ersten halben Stunde. Da wirbelte der neue Tabellenfünfte die SGO durcheinander und legte vier Treffer vor. „Es war die beste erste Halbzeit in dieser Saison“, drückte Vorstand Armin Klimmek seine Zufriedenheit aus. Nach der Pause schaltete die Heimmannschaft einen Gang zurück, trotzdem hätte das Resultat noch deutlicher ausgehen können. So konnte Bastian Mohr in zwei Situationen SGO-Keeper Adrian Fischer nicht überwinden. Mit seinem dritten Tor, insgesamt sind es nun schon 13, setzte Louis Presle den Schlusspunkt. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Ober-Erlenbacher nur noch zu zehnt, Florian Grassler hatte die Rote Karte erhalten (59.). „Ein übles Foul“, sagte Klimmek dazu. Überzeugen konnte beim Sieger neben Presle der reaktivierte Daniel Brück, der die Verteidigung stabilisierte. Tore: 1:0 Hofmann (5.), 2:0 Presle (12.), 3:0 Presle (21.), 4:0 Eder (28.), 4:1 Heller (45./FE), 5:1 Presle (83.).

FV Stierstadt – SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg 5:4 (1:1):  Wenn es im Mai zum Saisonrückblick kommt, dann wird dieses Match sicherlich bei den denkwürdigsten geführt. Mit 1:4 lag der Titelfavorit zurück, trotzdem schaffte er in der Schlussphase noch die Wende. Als El Mard Zouhir das 1:4 erzielt hatte, erhielt er die Gelb-Rote Karte. Wenig später sah sein Teamkollege Youssef Tantami sogar Rot. Beide hätten provoziert, sagte FVS-Spielausschussmitglied Michael Zadravec. Aber dann mussten auch die Stierstädter André Becher und der zweifache Torschütze Marvin Diehl vom Feld (jeweils Gelb-Rot). Bei neun gegen neun schlug Torjäger Tim Pelka noch zweimal eiskalt zu. Glück, aber auch starke Moral hätten zum Umschwung beigetragen, betonte Zadravec. Tore: 1:0 Warner (41.), 1:1 Kemen (45.), 1:2 Zouhir (58.), 1:3 Kemen (63.), 1:4 Zouhir (67.), 2:4 Diehl (74.), 3:4 Diehl (77.), 4:4 Pelka (85.), 5:4 Pelka (88.).

SGK Bad Homburg – FC Neu-Anspach II 3:4 (1:3):  „Die Einstellung war da, der Wille stimmt“, stellte Kirdorfs Trainer Vladimir Todorovic fest. Früh ging sein Team in Führung. Dann hatten Julian Schmidt, Torschütze Eghosa Osagie und Jamal Eltayeb gute Chancen, auf 2:0 zu erhöhen. Es folgte der Bruch: Einen von Erkan Aksu verursachten Handelfmeter verwandelte Sabit Zejnullahu, wenig später markierte Maiwand Djamshedzad das 1:2, ehe Zejnullahu einen weiteren Handelfmeter nutzte. Als er kurz nach der Pause seinen dritten Treffer folgen ließ, schien die Partie entschieden. Doch die SGK steckte nicht auf und kam dank Schmidt und Cüneyt Yalcin auf 3:4 heran. Yalcin hatte sogar noch die Chance zum Ausgleich. Und laut Todorovic verweigerte der Unparteiische seiner Mannschaft einen Handelfmeter. Sein Kollege Raffaele Parisi ärgerte sich darüber, dass der Schiedsrichter beim zweiten Strafstoß nicht die Rote Karte, sondern nur Gelb zückte. Parisi: „Im Großen und Ganzen war der Sieg verdient.“ Tore: 1:0 Osagie (8.), 1:1 Zejnullahu (20./HE), 1:2 Djamshedzad (26.), 1:3 Zejnullahu (43./HE), 1:4 Zejnullahu (48.), 2:4 Schmidt (53.), 3:4 Yalcin (88.).

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach – Teutonia Köppern 0:3 (0:0): Auch im sechsten Spiel in Serie konnte die SGWP nicht gewinnen, seit dem 25. August (4:1 über die SGK) holte das vom Verletzungspech geplagte Team nur einen Zähler. „Acht Spieler aus dem Kader der 1. Mannschaft fehlen“, sagte Vorstand Volker Ketter. Chancen auf einen Sieg hatten die Gastgeber nicht. „Der Gegner war spielerisch und läuferisch überlegen. Das Ergebnis geht in Ordnung, vielleicht war es um ein Tor zu hoch“, stellte Ketter fest. Schon in den ersten 20 Minuten hatte Köppern drei Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Kurz nach der Pause brachte Tim Junghahn mit zwei Treffern binnen sechs Minuten die Teutonen auf die Siegerstraße. Richtig gefährlich wurde die SGWP erst, als es bereits 0:3 stand – da traf Jannik Brinkmeier die Latte in dem ausgesprochen fairen Spiel. Tore: 0:1 Junghahn (49.), 0:2 Junghahn (55.), 0:3 Santos (79.).

FC Weißkirchen – SV Seulberg 1:1 (0:1):  Im neunten Saisonspiel holten die „Blauen“ ihren ersten Punkt. „Von den Chancen her hätte es mehr sein können. Im Endeffekt sind wir aber froh, einen Punkt behalten zu haben“, sagte der Spielausschussvorsitzende Thomas Brunner. Eine Viertelstunde vor dem Ende traf Dominik Jung zum Ausgleich, danach wäre Alexandros Bornemann, Jung respektive Pierre Grewis beinahe noch das 2:1 gelungen. In den letzten 20 Minuten war der FCW drückend überlegen, aber drei hochkarätige Chancen konnten nicht genutzt werden. Tore: 0:1 Aiello (30.), 1:1 Jung (75.).

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