1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

SVW straft die Rot-Weißen ab

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ein kerniges Duell zwischen dem Hadamarer Benjamin Kretschmer (links) und Chris Hübner (SV Wiesbaden).
Ein kerniges Duell zwischen dem Hadamarer Benjamin Kretschmer (links) und Chris Hübner (SV Wiesbaden). © Thomas Klein (Sportfoto Klein)

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar am Sonntag beim SV Wiesbaden eine herbe 0:5-Niederlage kassiert. Durch den ersten Sieg überhaupt gegen Hadamar ist der SV Wiesbaden vorläufig auf Platz drei geklettert.

Von PATRICK JAHN

An der Tabellenspitze der Fußball-Hessenliga gab es eine Überraschung: Die SG Rot-Weiss Frankfurt unterlag zu Hause dem SC Hessen Dreieich mit 2:3 und hat bei einem mehr ausgetragenen Spiel nur noch drei Punkte Vorsprung auf Teutonia Watzenborn-Steinberg, das sich problemlos mit 5:1 gegen den FC Bayern Alzenau durchsetzte.

SV Wiesbaden – SV Rot-Weiß Hadamar 5:0 (2:0). „Wir sind heute an unsere Grenzen gestoßen und konnten die Ausfälle in Defensive und Offensive zu keiner Zeit kompensieren. Die Unterschiede wurden uns deutlich aufgezeigt“, sagte ein enttäuschter Walter Reitz nach Spielende. Seine Mannschaft hatte beim SV Wiesbaden nahezu keine Chance gehabt und sich insgesamt deutlich unter Wert geschlagen.

Früh waren die Gastgeber in Führung gegangen, als Rudi Hübner einen technischen Fehler der Hadamarer Innenverteidigung ausgenutzt und zum 1:0 getroffen hatte (9.). Im weiteren Verlauf spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab, wobei sich die 22 Akteure einen wahren Abnutzungskampf lieferten. Die Gäste hatten dennoch zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich, bei denen jeweils David Schug der Ausgangspunkt war. Zunächst hatte er Torhüter Pero Miletic bereits überwunden, das Leder wurde jedoch kurz vor der Torlinie geklärt (27.), fünf Minuten später hatte er bei einem Schrägschuss, der am langen Pfosten vorbeiflog, kein Glück (32.). Die Landeshauptstädter zeigten auf der anderen Seite, wie es besser geht, und markierten durch Younes Bahssou, der sich gegen den Abwehrverbund der Hadamarer behauptete, den 2:0-Pausenstand (38.). Als erneut Younes Bahssou zwei Minuten nach Wiederbeginn auf 3:0 erhöhte, war die Partie bereits entschieden. Hadamar machte fortan den Fehler, sich nicht auf Schadensbegrenzung zu fokussieren, sondern weiter im Spiel nach vorne Akzente setzen zu wollen. Den Gastgebern spielte diese Tatsache gehörig in die Karten, denn sie gewannen die Zweikämpfe und spielten die Rot-Weißen sprichwörtlich aus. So war es nicht verwunderlich, dass der SVW aus den sich bietenden Gelegenheiten Kapital schlug und abermals durch Younes Bahssou sowie Toni Reljic das Ergebnis gar auf 5:0 schraubte (55., 72.).

Walter Reitz bezeichnete den Sieg der Wiesbadener als „einen Sieg der Effizienz, denn sie haben aus fünf Chancen fünf Tore gemacht“. Geärgert haben dürfte sich der Trainer zudem über die gruselige Vorstellung seiner Mannschaft im zweiten Abschnitt, denn man spürte während des Spiels bereits eine gewisse Resignation bei den Fürstenstädtern. Walter Reitz: „Auch wenn sich das Ergebnis deutlicher anhört, als es im Spiel war, haben wir gerade in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler gemacht und daher auch verdient verloren.“ Im abschließenden Spiel am Samstag gegen Vellmar sollte der SVH ein anderes Gesicht zeigen.

Wiesbaden: Miletic, Kopilas, C. Hübner, Bahssou (79. Baku), Gündüz, Muca (51. Seidelmann), R. Hübner (70. Ernst), Reljic, Franke, Schwall, Pajic – Hadamar: Strauch, Kuczok, Aljusevic, Böcher, Özdemir (52. Heene), Kretschmer, Gurok, Schug (83. Görgülü), Herdering, Gros (83. Schraut), Dimter – SR: Sascha Bauer (Obermelsungen) – Tore: 1:0 Rudi Hübner (9.), 2:0 (38.), 3:0 (47.), 4:0 (55.) alle Younes Bahssou, 5:0 Toni Reljic (72.)– Zuschauer: .

Auch interessant

Kommentare