+
Anette Guenther verlor im Derby zwar ihr Einzel, gewann aber ihr Doppel für Sulzbach und damit auch das Spiel.

Tennis

Sulzbacher Damen drehen das Derby

Am letzten Spieltag vor der Sommerpause positionierten sich die drei Vertreter in der Tennis-Damen 50 Hessenliga für den Endspurt im August.

Tennis 65 Eschborn wahrte gegen den BTC GW Wiesbaden seine weiße Weste und hat gute Chancen auf die Meisterschaft. Der TV Sulzbach und der TC Liederbach müssen ans andere Ende der Tabelle blicken. Nach dem Derbysieg können die Sulzbacherinnen dies entspannt tun, während Liederbach sich mit dem Gang zurück in die Verbandsliga beschäftigen muss.

TV Sulzbach – TC Liederbach 6:3. „Das ist wirklich ein schlechter roter Faden“, meinte Beate Schulenberg nach der vierten Niederlage im vierten Spiel. Liederbachs Mannschaftsführerin und ihre Mitstreiterinnen waren in Sulzbach über weite Strecken auf Augenhöhe, standen am Ende aber mit leeren Händen da. Dabei hatten die Gäste die erste Einzel-Runde mit einer 3:0-Führung abgeschlossen. Nur mit einem mentalen und körperlichen Kraftakt konnten die Gastgeberinnen das Blatt noch wenden. „Da sind wir schon ein wenig nervös geworden“, gab Gisela Kümmel zu. Die Kapitänin der gastgebenden Sulzbacher Damen sorgte sich nach den Niederlagen von Ute Koenig (6:3, 3:6, 6:10 gegen Liederbachs Nummer zwei Judy Böckner), Karin Ruck (3:6, 5:7 an Position vier gegen Gisela Wierig) und Anette Guenther (4:6, 4:6 als Nummer sechs gegen Gudrun Kroeger) um den Klassenverbleib. Jutta Wolf (7:5, 6:4 im Spitzeneinzel gegen Karin Zobel), Ute Richter (6:1, 6:3 mit ihrem dritten Einzel-Saisonsieg als Nummer drei gegen Sylvia Menger) und Birgit Siegel (6:4, 4:6, 11:9 gegen Beate Schulenburg) holten die Kohlen für Sulzbach aus dem Feuer. „Wir hätten gut und gerne auch mit einer 4:2-Führung in die Doppel gehen können“, ärgerte sich Schulenberg – unter anderem über ihr verlorenes Einzel an Position fünf im Matchtiebreak. Beim Stand von 3:3 schwammen die Felle für Liederbach in den Doppeln aber davon. Nicht nur, dass Karin Zobel wegen einer allergischen Reaktion nicht mehr spielen konnte und von Marianne Munteanu ersetzt werden musste. Auch Sabine Hoffmann fehlte plötzlich an allen Ecken und Enden. Auf der anderen Seite mobilisierten die Hausherrinnen ihre Mannschaftsführerin. Kümmel, die sich wegen ihrer Schulterverletzung eigentlich Ende vergangener Woche operieren lassen wollte, spielte im Einser-Doppel mit Ute Richter und gewann mit 6:1, 6:3 gegen Böckner/Schulenberg. Auch die übrigen beiden Matches gingen in zwei Sätzen an Sulzbach. Während Liederbach als Schlusslicht in die Sommerpause geht und am 11. August im Abstiegs-Duell mit den sieglosen Wiesbadenerinnen nach dem letzten Strohhalm greift, fehlt Sulzbach nur noch ein Sieg zum sicheren Ligaverbleib.

Ergebnisse, Einzel: Jutta Wolf – Karin Zobel 7:5, 6:4; Ute Koenig – Judy Böckner 6:3, 3:6, 6:10; Ute Richter – Sylvia Menger 6:1, 6:3; Karin Ruck – Gisela Wierig 3:6, 5:7; Birgit Siegel – Beate Schulenberg 6:4, 4:6, 11:9; Anette Guenther – Gudrun Kroeger 4:6, 4:6. Doppel: Kümmel/Richter – Böckner/Schulenberg 6:2, 6:3; Wolf/Guenther – Menger/Munteanu 6:2, 6:1; Ruck/Siegel – Wierig/Kroeger 6:3, 6:3.

BTC GW Wiesbaden – Tennis 65 Eschborn 2:7. Schon nach den Einzeln hatten die Regionalliga-erfahrenen Gäste aus dem Kreis nichts mehr zu befürchten. Die 5:1-Führung bedeutete den sicheren vierten Sieg in Folge. Nach dem deutlichen Endstand darf der Tabellenzweite guten Mutes in die Sommerpause gehen. Am 11. August kommt es dann zum Showdown mit Spitzenreiter Rosenhöhe.

Ergebnisse, Einzel: Sabine Hölzel – Britta Schäcker 1:6, 0:6; Sylvia Thumser – Bettina Wilke 3:6, 4:6; Anna Wittkowski – Stephanie Reutter 1:6, 6:7; Petra Großkurth – Silvia Hempel 0:6, 1:6; Nicole Hoffmann – Sonja Laporte 6:7, 6:3, 10:7; Annette Hiegemann – Katharina Scheja 3:6, 5:7. Weiter spielten: Rosenhöhe Offenbach – TSG Rodgau 7:2, BW Bensheim – TC Marbach 3:6. Tabelle: 1. Rosenhöhe 8:0 Punkte/28:8 Matches, 2. Eschborn 8:0/27:9, 3. Marbach 6:2/21:15, 4. Bensheim 4:4/17:19, 5. Sulzbach 4:4/16:20, 6. Rodgau 2:6/14:22, 7. Wiesbaden 0:8/12:24, 8. Liederbach 0:8/9:27. awo

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare