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SV Rot-Weiß Hadamar bei der SG Barockstadt unter Wert geschlagen

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Lieferten sich auch im Rückspiel diverse Duelle: Leon Pomnitz (SG Barockstadt, links) und Jerome Zey (SV Rot-Weiß Hadamar).
Lieferten sich auch im Rückspiel diverse Duelle: Leon Pomnitz (SG Barockstadt, links) und Jerome Zey (SV Rot-Weiß Hadamar). © Patrick Jahn

In der Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar sein Gastspiel bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz trotz früher 1:0-Führung mit 1:4 verloren. Obwohl die Fürstenstädter über weite Teile eine ansprechende Leistung geboten hatten, haderte Trainer Stefan Kühne mit mindestens drei der vier Gegentreffer.

VON PATRICK JAHN

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – SV Rot-Weiß Hadamar 4:1 (2:1). „Die Gegentore waren fast schon peinlich“, sagte SVH-Coach Stefan Kühne nach Abpfiff. Vor allem der Treffer zum 4:1, als Velibor Velemir SGB-Stürmer Dominik Rummel angeschossen hatte und die Kugel von dessen Kopf ins Tor flog, hatte echten Slapstick-Charakter. Dabei hatte das Spiel für die Rot-Weißen prächtig angefangen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke verwertete Tristan Burggraf eine Flanke von Sammy Kittel im Rückwartsfallen zum frühen 0:1 (4.). Die Osthessen reklamierten dabei vergebens ein durchaus zu ahndendes Foulspiel Jason Schäfers an Patrick Schaaf. Die Antwort des Tabellenzweiten in einem wahren Festspiel an Standardsituationen ließ aber nicht lange auf sich warten: Nach einem Freistoß von Leon Pomnitz köpfte Patrick Schaaf die Kugel Richtung Tor, wo Dominik Rummel nur noch den Schädel hinhalten musste – 1:1 (10.).

Zwar hatte Fulda-Lehnerz fortan etwas mehr vom Spiel, doch Hadamar, blieb dauerhaft – und nicht nur bei Standards – gefährlich. Torhüter Tobias Wolf musste gegen Jason Schäfer und Tristan Burggraf jeweils aus kurzer Distanz sein ganzes Können aufbieten (11., 33.). Als Jann Bangert nah an der erneuten Hadamarer Führung gewesen war, bedeutete der unmittelbare Gegenzug das 2:1: Leon Pomnitz war nach einem Doppelpass frei durch und ließ Christopher Strauch keine Abwehrchance (23.). Pech hatte die Elf von Trainer Sedat Gören kurz vor der Pause, als Luca Teller im Strafraum Dominik Rummel zu Fall brachte, der durchaus fällige Elfmeterpfiff aber ausgeblieben war.

Nach Wiederbeginn verpasste Marius Grösch aus 16 Metern das 3:1, das Leon Pomnitz kurz danach aber nachholen sollte – sehr zum Ärger der Fürstenstädter, die sich im eigenen Strafraum das Spielgerät abluchsen ließen, und danach den zweiten Klärungsversuch, nachdem Christopher Strauch parierte, verpassten (55.) – ärgerlicher ging es kaum. Geärgert hatte sich Stefan Kühne auch nach einer guten Stunde, als Moritz Reinhard auf der Strafraumlinie Jerome Zey foulte, Schiedsrichter Gahis Safi auf den Elfmeterpunkt zeigte, sich dann aber von seinem entfernt stehenden Assistenten überstimmen ließ und den Tatort vor den Sechzehner verlegte. „Diese Entscheidung war der absolute Wahnsinn“, tobte Kühne. Zehn Minuten vor dem Ende folgte dann das Slapstick-Tor Dominik Rummels, der wenig dafür konnte (81.).

„Ich war mit der Leistung meiner Mannschaft wirklich nicht unzufrieden, auch weil sie nie aufgegeben hat. Aber die Art und Weise der Gegentore war schon fast peinlich. Wir hätten nicht unbedingt verlieren müssen und wurden unter Wert geschlagen.“ Damit hatte er sicherlich Recht, auch wenn das Endergebnis eben eine andere Sprache spricht.

Fulda-Lehnerz: Wolf, Tavares Ganime Bastos, Pecks, Pomnitz, Reinhard (85. Trägler), Rummel, Göbel, Schaaf, Grösch (83. Kovac), Hillmann, Müller (69. Kassa) – Hadamar: Strauch, Kittel, Teller, Schäfer (41. Velemir), Zey, Kern, Dillmann, Burggraf, Bangert, Neugebauer, Koch – SR: Gahis Safi (Ober-Wöllstadt) – Tore: 0:1 Tristan Burggraf (4.), 1:1 Dominik Rummel (10.), 2:1 (23.), 3:1 (55.) beide Leon Pomnitz, 4:1 Dominik Rummel (81.) – Zuschauer: 550.

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