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SV Rot-Weiß Hadamar: Ein Spieltag wie gemalt

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Die Szene vor dem 4:2: Der Hadamarer Marco Koch (links, in Rot) setzt sich gegen Nico Hixt (1. FC Erlensee) durch und erzielt das 4:2.
Die Szene vor dem 4:2: Der Hadamarer Marco Koch (links, in Rot) setzt sich gegen Nico Hixt (1. FC Erlensee) durch und erzielt das 4:2. © Patrick Jahn

Für den SV Rot-Weiß Hadamar ist der Spieltag in den Fußball-Hessenliga-Play-offs schon wieder wie gemalt verlaufen. Gegen den 1. FC Erlensee gewann das Team des abwesenden Trainers Stefan Kühne nach wilder Anfangsphase mit 4:2 und ist nun wieder Tabellenzweiter. Zudem profitierten die Fürstenstädter von den Punktverlusten Stadtallendorfs (2:2 in Dietkirchen) sowie dem Remis zwischen Waldgirmes und Fulda-Lehnerz (3:3).

SV Rot-Weiß Hadamar – 1. FC Erlensee 4:2 (2:2). Verrückte Anfangsphase an der Faulbacher Straße: Keine 120 Sekunden waren gespielt, da setzte sich Jann Bangert bärenstark über die linke Seite durch, passte in die Mitte zum völlig freistehenden Marco Koch, der das Spielgerät unmissverständlich unter die Latte setzte – 1:0 (2.).

So schläfrig wie Erlensee ins Spiel gestartet war, präsentierte sich dann aber auch Hadamars Defensive. Nicht einmal drei Minuten danach bediente Philipp Wörner mit klugem Pass den alleine gelassenen Dorian Ahouandjinou, der ebenso cool zum 1:1 abschloss (5.). Danach wurde es ruhiger, denn die spielerische Komponente trat beidseitig nicht wie erhofft in Kraft. Der holprige Untergrund spielte dabei sicherlich eine entscheidende Rolle. Es kam also auf die Basics an. Und da schenkten sich beide Seiten nichts.

Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld tauchte Sebastian Wagner vor dem Tor auf, Christopher Strauch war aber per Fußabwehr zur Stelle (17.). Und plötzlich jubelten wieder die Rot-Weißen: Christopher Strauchs weiter Freistoß aus der eigenen Hälfte wurde per Kopf verlängert, und Jann Bangert nutzte ein Abstimmungsproblem der Gäste zum 2:1 (27.). Doch die Waage bei Fehlern auf beiden Seiten sollte halten. Nach einer Ecke bekamen die Fürstenstädter die Kugel nicht geklärt, so dass Pascal Hamann am zweiten Pfosten abstaubte – 2:2 (36.), ein kurioser Treffer.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde Hadamar noch aggressiver und machte sich das Leben einfacher. Erlensee versuchte, spielerisch Lösungen zu finden, kam aber kaum entscheidend nach vorne. Auch bei zweiten Bällen hatte Hadamar die Nase klar vorn. Zwar wurde es bis auf eine stramme Koch-Hereingabe, die Jason Schäfer hauchzart verpasste, kaum richtig gefährlich, doch irgendwie lag die Führung der Gastgeber in der Luft. Und sie kam, und das zu Recht: Jerome Zey, nach langer Leidenszeit für den verletzten Jason Schäfer ins Spiel gekommen, fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und nagelte den Ball ansatzlos ins rechte Eck – ein Traumtor, 3:2 (70.). Es war der gerechte Lohn für eine starke Teamleistung, die Jann Bangert, um seinen Kollegen Nerven zu ersparen, hätte frühzeitiger entscheiden können, doch nach Vorlage des starken Marco Koch zielte der Stürmer zu hoch (80.).

Erlensee verzeichnete seinen ersten nennenswerten Torschuss in Minute 82, als Nico Damm aus 18 Metern knapp vorbeischoss – zu wenig für einen Tabellenzweiten. Bei einem wuchtigen Freistoß von Moritz Kreinbihl (82.) musste Christopher Strauch noch einmal ernsthaft eingreifen, ehe die Entscheidung folgte: Jann Bangert passte zu Marco Koch, der seinen Widerpart Nico Hixt abschüttelte und zum 4:2-Endstand vollstreckte (88.) – und das hatte sich der SVH wahrlich verdient.

„Eine überragende Mannschaftsleistung von uns, ähnlich wie die zweite Halbzeit gegen Fernwald. Erlensee war der erwartet starke Gegner, aber die Jungs haben sich gegenseitig unterstützt, und deswegen war der Sieg auch in Ordnung. Wir haben uns taktisch clever verhalten, und die Mannschaft hat es insgesamt sehr gut umgesetzt“, freute sich Co.-Trainer Ralf Schuchardt nach Spielende. Chefcoach Stefan Kühne fehlte bekanntlich corona-bedingt. PATRICK JAHN

Hadamar: Strauch, Paul, Dimter, Kittel (90.+1 Moldsen), Sedy, Schäfer (57. Zey), Monteiro-Carvalho, Velemir, Bangert (90. Kern), Neugebauer, Koch – Erlensee: Westenberger, Fischer, Hamann, Wörner (77. Braun), Ahouandjinou, Mohn, Niegisch (46. Damm), Wagner, Kreinbihl, Meub, Hixt – SR: Mirko Radl (Bischofsheim) – Tore: 1:0 Marco Koch (2.), 1:1 Dorian Ahouandjinou (5.), 2:1 Jann Bangert (27.), 2:2 Pascal Hamann (36.), 3:2 Jerome Zey (70.), 4:2 Marco Koch (88.) – Zuschauer: 250.

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