Der Hadamarer Matthias Neugebauer (links) wird von Patrick Kalata (Zeilsheim) attackiert.
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Der Hadamarer Matthias Neugebauer (links) wird von Patrick Kalata (Zeilsheim) attackiert.

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

SV RW Hadamar: Schon wieder Stress mit dem „Ex“

In der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, hat der SV Rot-Weiß Hadamar das wichtige „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den SV Zeilsheim mit 0:2 verloren und bei beiden Gegentoren verfrühte Weihnachtsgeschenke verteilt. Eins davon nahm - wie schon im Hinspiel - der Ex-Hadamarer Yves Böttler dankend entgegen. Durch den Zeilsheimer „Dreier“ ist es im Kampf um die Aufstiegsrunde nun richtig eng.

SV Rot-Weiß Hadamar – SV Zeilsheim 0:2 (0:0). Weil eben doch einiges auf dem Spiel stand, war von der ersten Sekunde an zu spüren, dass kein Team den ersten Fehler machen wollte. Um eines vorwegzunehmen: Den Zeilsheimern sollte das weitestgehend gelingen, den Fürstenstädtern – ohne Marco Koch, Jason Schäfer, Velibor Velemir, Tristan Burggraf und Sammy Kittel – eben nicht. Entsprechend vorsichtig agierten beide Parteien, wobei die Hadamarer im ersten Akkord doch Vorteile hatten, vor allem was Abschlussaktionen anging.

Vor allem in den ersten 20 Minuten erspielten sich die Rot-Weißen, die fußballerisch durchaus zu gefallen wussten, zwei gute Gelegenheiten. Zunächst hatte Luca Teller den Ball nach starker Einzelleistung zu Niklas Kern gespitzelt, dessen trockenen Schuss SVZ-Keeper Dominik Reining aber parierte (10.). Erneut stand Niklas Kern im Mittelpunkt, als Jann Bangert von links eine perfekte Flanke geschlagen hatte, der einzig nominelle SVH-Angreifer seinen Kopfball aber knapp neben den Pfosten setzte (17.).

Zeilsheim konzentrierte sich vor allem auf die Defensive und kam immer besser in die Partie. Nach einem langen Ball tauchte Ivan Samardzic aussichtsreich im Strafraum auf, doch Torwart Christopher Strauch entschärfte den Versuch aus der Luft (34.). Die Elf von Trainer Stefan Kühne hätte sich eine Pausenführung verdient gehabt. Spätestens, als Jann Bangert sich gekonnt durchtankte, aus spitzem Winkel aber an Dominik Reining scheiterte (45.).

Auch nach Wiederbeginn durfte den Rot-Weißen kein Vorwurf gemacht werden: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld bediente Brooklyn Wölfinger den neben ihm postierten Jann Bangert, doch der Offensivakteur zielte zu hoch (47.). Pech hatte auch Ruben Monteiro-Carvalho, der aus gut 25 Metern die Latte anvisierte (50.). Keine Frage, Zeilsheim ließ zwar einiges zu, agierte aber dennoch sehr konzentriert im Umschaltspiel. Die Frankfurter lauerten auf ihre Chance, und sie sollte kommen: Mirko Dimter ließ sich die Kugel von Ivan Samardzic abluchsen, der „Dieb“ legte quer, und Emin Aykir hatte keine Mühe mehr, zum 0:1 zu vollenden (62.) – alles lief nach dem Geschmack von Gäste-Trainer Soufian Houness. Ganz Hadamar musste sich grün und blau ärgern, warf die Flinte aber noch lange nicht ins Korn. Brooklyn Wölfinger schoss über den Kasten (72.), und die eingewechselte Gruppenliga-Leihgabe Larion Kosuchin platzierte den Ball aus kurzer Distanz ans Außennetz (83.). Die Main-Taunus-Elf tat wenig für die Offensive, vielleicht auch weil sie wusste, dass die eigene Qualität zum Ausnutzen der wenigen Gelegenheiten ausreichte. Und so war es dann auch: Nach langem Ball von Ivan Samardzic eilte Christopher Strauch zu zögerlich aus dem Tor, der wegen Krankheit unter der Woche nur eingewechselte Yves Böttler umkurvte den Schlussmann und vollstreckte aus spitzem Winkel zum entscheidenden 0:2 (88.) – Zeilsheim im Glück, Hadamar am Boden. PATRICK JAHN

Hadamar: Strauch, Paul, Wölfinger, Dimter, Teller, Zey, Monteiro-Carvalho, Kern, (67. Kosuchin), Dillmann, Bangert, Neugebauer – Zeilsheim: Reining, Auer (46. Hagley), Hofmeier, Sultani, Samardzic, Fujiwara, Pandza (76. Böttler), Kalata, Maingad (31. Aykir), Tatchouop, Uslu – SR: Metzger (Wolfhagen) – Tore: 0:1 Emin Aykir (62.), 0:2 Yves Böttler (88.) – Zuschauer: 240.

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