+
Mit viel Ausdruck und Elan: Die Latein-Formation des TSC Usingen präsentiert ihren Tanz ?Soar?.

Usinger Tanzsportler

Tanz der Moleküle

Mit einer großen Portion Euphorie starten die Usinger Tanzsportler in die neue Saison. Die Formation ist für die Regionalliga noch enger zusammengerückt – auch notgedrungen.

Usingen - Der Countdown läuft, Vorfreude und Anspannung steigen in gleichem Maße. Am kommenden Samstag um 14 Uhr beginnt für die Latein-Formation des Tanz-Sport-Clubs Usingen in Rüsselsheim die Regionalliga-Saison, an deren Ende der Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen könnte.

Um dieses große Ziel Wirklichkeit werden zu lassen, wird bereits seit sieben Monaten unter der Regie des Trios Susann Lehninger, Christoph Kozubek und Kevin Berz zweimal pro Woche fleißig trainiert – mittwochs in der Usinger Stadthalle sowie sonntags in der Eichkopfhalle in Wernborn. Hinzu kommen noch etliche Sonderschichten der Tanzsportler, damit die bereits in der Vorsaison erfolgreich präsentierte Choreografie „Soar“ bis zum Saisonstart möglichst perfekt sitzt.

Abgänge zu verkraften

Personelle Probleme, mit der sich auf dieser Leistungsebene allerdings zahlreiche Clubs konfrontiert sehen, haben auch vor dem TSC Usingen trotz der Oberliga-Meisterschaft nicht haltgemacht. „Wir werden diesmal mit sechs Paaren an den Start gehen, nachdem es im letzten Jahr noch acht gewesen sind“, erläutert Trainer Christoph Kozubek, der in Personalunion auch noch für die Öffentlichkeitsarbeit des Tanz-Sport-Clubs zuständig ist.

Um im Konzert der Regionalliga Süd mitspielen und gegen die Kontrahenten TV Coburg-Ketschendorf, FG Hofheim/Wiesbaden/Rüsselsheim II, FG Kirchheim/Tuttlingen, TSC Niddatal, TSC Rot-Gold Casino Nürnberg I und II, TSC Wallhausen und TSG Badenia Weinheim bestehen zu können, ist die Choreografie nochmals modifiziert worden.

Was die 2. Liga bedeutet

Der erste Wettkampf am Samstag in der Opelstadt ist für das Team um die Mannschaftskapitäne Franziska Lotz und Mark Dauth sowie Betreuer Willy Gleißl eine erste wichtige Standortbestimmung. Anschließend wird man einschätzen können, ob neben dem angestrebten Saisonziel Klassenerhalt eventuell sogar der Sprung in die 2. Bundesliga realistisch ist. Ab 2020 plant der Deutsche Tanzsport-Verband (DTV) nämlich eine neue Ligastruktur, und dann werden die besten Mannschaften aus der Regionalliga künftig in der 2. Liga antreten können.

Damit würde nicht nur sportlich betrachtet die Latte deutlich höher liegen für den TSC Usingen, sondern es wäre auch eine veränderte Infrastruktur erforderlich. Der finanzielle Aufwand wäre nicht allein schon wegen der größeren Zahl an Wertungsrichter deutlich höher.

Die Rückkehr in die Regionalliga Süd, der die Usinger Formationstänzer schon einmal von 2007 bis 2015 angehörten, hat auf jeden Fall für große Begeisterung und Aufbruchstimmung im Verein gesorgt. So groß, dass man im Vorstand mit Ines Summerer-Gleißl an der Spitze im vergangenen Jahr sogar darüber nachgedacht hatte, 2019 eine zweite Mannschaft als B-Team an den Start zu lassen.

„Das haben wir leider nicht hinbekommen, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben“, sagt Kozubek.

Die weiteren vier Auswärtsauftritte des TSC Usingen in der Regionalliga Süd nach dem Auftakt in Rüsselsheim sind am 2. Februar in Wallhausen, am 9. März in Nürnberg sowie das Saisonfinale am 16. März in Coburg.

Ganz besonders fiebern die Parkett-Sportler dem „Heimspiel“ in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg entgegen, das am 16. Februar auf dem Terminplan steht. Gutes Omen für den dritten Tanztag der Saison vor den eigenen Anhängern: In der Kurstadt hatte die Formation des Tanz-Sport-Clubs Usingen am 14. April 2018 die Meisterschaft in der Gruppe 1 der Oberliga Süd perfekt gemacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare