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Mr. Taunus-Fußball

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Von: Gerhard Strohmann

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So kennen ihn die Kicker im Hochtaunus: Unser Bild zeigt Gerhard Koch als Kreisfußballwart im Jahr 2012. Er überreicht beim Hallenturnier in Bad Homburg den Pokal an Denis Streker (Eintracht Frankfurt U 23).
So kennen ihn die Kicker im Hochtaunus: Unser Bild zeigt Gerhard Koch als Kreisfußballwart im Jahr 2012. Er überreicht beim Hallenturnier in Bad Homburg den Pokal an Denis Streker (Eintracht Frankfurt U 23). © Gerhard Strohmann

Von 1976 bis 2012 lenkt der gebürtige Bad Homburger die Geschicke des Fußballsportes im Hochtaunuskreis und hinterlässt seine Spuren. Wichtig sei ihm stets der regionale Bezug gewesen, so der Jubilar.

Die vielen lobenden Worte, die heute Abend sicherlich über ihn gesprochen werden, hat er sich mit seinem beispiellosen Engagement für den Fußballsport im Hochtaunuskreis redlich verdient. Ehren-Kreisfußballwart Gerhard Koch feiert heute im Kreis von zahlreichen Gästen seinen 75. Geburtstag. Mit einer Amtszeit von 36 Jahren – von 1976 bis 2012 – gehört Koch zu den dienstältesten Fußballwarten in Deutschland.

Der gebürtige Bad Homburger ist seit 1953 Mitglied des SV Bommersheim, bei dem er unter anderem auch Schiedsrichter, Jugendleiter und Vorsitzender war und sich so seine ersten Funktionärssporen verdiente. Von 1972 bis 1976 amtierte Gerhard Koch als Kreisschiedsrichterobmann des Hochtaunuskreises, ehe er am 24. April 1976 in Arnoldshain als Nachfolger von Paul Göbel zum Kreisfußballwart gewählt wurde.

Die Wiedereinführung der A-Liga im Hochtaunuskreis im Jahr 1986 darf sich Koch im Rückblick auf seinen Fahnen schreiben. Auch mit der Einführung der Reservemannschaften in Konkurrenz, die seit der Saison 2001/02 fester Bestandteil des hiesigen Spielbetriebs ist, hat er mit seinen Mitstreitern gegen anfänglich massive Widerstände aus einigen Vereine eine richtungsweisende Neuerung auf den Weg gebracht.

Die Belange der Vereine auf unterster Ebene hatten bei seinem bisherigen Wirken stets oberste Priorität: „Ein Amt auf Bezirks- oder gar Verbandsebene hat mich nie besonders gereizt, denn dann wären die vielen persönlichen Beziehungen, die man im Laufe der Jahre zu den Clubs in unserer Region aufgebaut hat, doch zu kurz gekommen“, betont Koch. Der seit 2001 pensionierte Realschullehrer für Mathematik und Physik engagiert sich auch politisch und saß für die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) im Stadtparlament. Die Altstadtkommission ist ihm dabei stets ein besonderes Anliegen gewesen. Bis heute gehört er dem Vorstand des Sportkreises Hochtaunus als Umweltschutzbeauftragter an und ist gerngesehener Gast bei den Sitzungen des Kreisfußballausschusses, an dessen Spitze mit seinem Nachfolger Andreas Bernhardt ein ehemaliger Schüler von ihm steht.

Für seine Verdienste erhielt Gerhard Koch unter anderem die Große Ehrennadel des SV Bommersheim, die Ehrenplakette in Gold des Hochtaunuskreises (1991) sowie die Ehrennadeln in Gold des HFV (1996) und des Landessportbundes Hessen (1998). In Grünberg kam während einer Feierstunde die Verdienstnadel des Deutschen Fußballbundes hinzu, und vor drei Jahren hat ihm Ministerpräsident Volker Bouffier den Hessischen Verdienstorden am Bande verliehen.

Neben Fußball ist Segeln ein weiteres Hobby von Gerhard Koch, das er gerne und oft vor Spaniens Küsten pflegt. „Ich habe immer versucht, die Dinge gerecht und ohne Vorurteile anzugehen und bin damit stets gut gefahren“, hat Koch sein ehrenamtliches Wirken auf den Punkt gebracht.

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