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Das Team United von Teutonia Köppern

Fußball, Hochtaunus

Team United: Mit viel Freude ins Heimturnier

Morgen geht es für sechs inklusive Mannschaften beim Lions-Cup zur Sache. Motivierte Fußballer aus ganz Hessen kommen auf das Sportgelände der Teutonia (Dreieichstraße 22 a), um ihr Können zu beweisen und einfach Spaß am Fußball zu haben. Für die Fußballspiele gibt es ein paar Änderungen.

Wenn es um inklusiven Fußball geht, stehen Siege, Preise und Pokale weniger im Vordergrund. Vielmehr geht es den Spielern um den Spaß an der Sache, das gemeinsame Kicken und den Zusammenhalt. So auch beim Team United, der inklusiven Mannschaft des SV Teutonia Köppern. Und genau dieses hat am kommenden Wochenende viel vor. Es richtet am morgigen Samstag ihr erstes eigenes inklusives Fußballturnier aus: den Lions-Cup.

Die Idee dazu gibt es schon länger: Vergangenes Jahr war der Lions Club Friedrichsdorf-Limes Hauptsponsor des Blindenfußballplatzes für die Teutonia. Der Club, der nur Projekte unterstützt, die in der Stadt laufen, sagte damals auch direkt zu, ein inklusives Turnier unterstützen zu wollen. „Wir hoffen, dass wir es jährlich ausrichten können“, erklärt Roland Kölsch, Vorsitzender des Fördervereins. Und so tragen die Lions nun die Kosten für die Veranstaltung, stiften die Pokale und sorgen für die Verpflegung von Zuschauern und Sportler. Das freut United-Teamleiter Bruno Pasqualotto. Er wünscht sich, dass mit der Zeit immer mehr Mannschaften teilnehmen und das Turnier unter den Fußballern der Region ein Begriff wird. „Das ist unsere Premiere als Ausrichter“, sagt der Team-United-Initiator. Zwar hat die Mannschaft schon in einer Punktrunde des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sport-Verbandes (HBRS) mitgespielt, allerdings sei es Zeit für ein eigenes Turnier. Die Teilnehmer freuen sich darauf, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Von 10 Uhr an treten der FC Herbstlaub aus Oberbrechen, die Johanniter Rhein-Main und die Oberurseler Werkstätten gegeneinander an. Zusätzlich werden noch der TV Groß-Umstadt und natürlich das Team United dabei sein. „Wir stellen gleich zwei Mannschaften“, erklärt der Fußballcoach. „Das liegt daran, dass wir mittlerweile 50 Spieler und Spielerinnen im Training haben, die auch alle gerne teilnehmen möchten.“ Das sei aber kein Vorteil gegenüber anderen Mannschaften, denn die Teams „haben es alle drauf, kennen sich auch untereinander und verstehen sich super“, sagt der frühere Fußballprofi von Borussia Dortmund.

Gutes Teamwork zeige sich insbesondere, wenn Behinderte und Nicht-Behinderte für ein Ziel kämpfen. Denn anders als oft angenommen, ist inklusiver Fußball nicht nur für Spieler mit Handicap geeignet. Der Coach erklärt: „Mindestens drei Spieler mit Handicap stehen auf dem Feld.“ Dabei sei die Art der Behinderung unerheblich. Das Zusammenspiel zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten funktioniere sehr gut, betont er. Das Gefühl, gemeinsam auf dem Platz zu stehen und kicken zu können, sei entscheidend.

Was dabei herauskommt, können die Spieler des Teams United am Wochenende beim Heimturnier präsentieren. Kondition und Zusammenspiel sind trainiert worden: Einmal pro Woche treffen die Fußballer sich. „Natürlich haben wir dadurch nicht die Regelmäßigkeit und Häufigkeit, die andere Teams haben“, erklärt Pasqualotto. Bei allem anderen unterscheidet sich das Training aber nicht viel von den sogenannten Regeljugendmannschaften. Vergleichbar mit einer D-Jugend, wärmt sich das Team zunächst auf. Darauf folgen ein Hauptteil, in dem Koordinationsübungen durchgeführt werden, und ein Abschlussspiel. „Wenn etwas zu schwer für den einen ist, machen wir es leichter – ganz einfach“, sagt der erfahrene Fußball-Lehrer.

Zeitplan und Modus

Geplant sind beim Lions-Cup von 10 Uhr an eine Vorrunde sowie Silber- und Goldrunde.Gegen 16 Uhr wird der Sieger feierlich geehrt. Neben Pokalen dürfen sich die besten Teams auch auf ein Preisgeld freuen. Bei einem Spiel stehen immer fünf Kicker plus Torwart auf dem Feld. Darunter sind mindestens drei Spieler mit Handicap. Gespielt wird verkürzt: zwölf Minuten auf einem Kleinfeld mit Kunstrasen. „Ein Großfeld ist bei inklusiven Mannschaften schwer möglich“, sagt Team-United-Trainer Bruno Pasqualotto. Die Kondition und das Zusammenspiel der Akteure seien auf Partien auf dem Kleinfeld ausgelegt.

JULIA LINDNER

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