14 Treffer in zehn Spielen: Emre Kadimli (vorne) vom SV Hofheim hatte die Torjägerliste in der Kreisoberliga Main-Taunus zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs angeführt Foto: Lorenz
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14 Treffer in zehn Spielen: Emre Kadimli (vorne) vom SV Hofheim hatte die Torjägerliste in der Kreisoberliga Main-Taunus zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs angeführt

Fußballkreis Main-Taunus

Tendenz geht zur Einfachrunde

  • Harald Joisten
    vonHarald Joisten
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Gibt es 2021/22 eine Hinrunde plus Auf- und Abstiegsspiele im MTK?

Main-Taunus -In diesen distanzierten Zeiten ist es wichtig, die Kontakte nicht abreißen zu lassen. So hat sich der Fußball-Kreis Main-Taunus nun abermals zu einer Videokonferenz getroffen, um Meinungen auszutauschen. Kreisfußballwart Karl-Heinz Reichert diskutierte mit 39 Vereinsvertretern, wie die kommende Saison in den verschiedenen Ligen ablaufen könnte. Die Tendenz im Kreis geht derzeit zu einer Einfachrunde. Sprich: Jedes Team spielt lediglich einmal gegen jeden Konkurrenten. In einer 18er-Liga würde das für jede Mannschaft 17 Partien bedeuten. Nach dieser Einfachrunde würde die Tabelle in der Mitte geteilt - die obere Hälfte spielt um den Aufstieg, die untere gegen den Abstieg. "Ziel ist, dass die Teams ihre Punkte aus der Einfachrunde mitnehmen, damit nicht etwa der Tabellenerste wieder bei Null anfängt", sagt Reichert.

Auch der erfahrene Kreisfußballwart weiß freilich nicht, ob es so kommen wird. Keiner kann vorhersagen, wann es wieder losgeht. Davon hängt alles ab. "Mit den vielen politischen Auf und Abs müssen wir davon ausgehen, nicht vor Juli auf den Platz zu dürfen. Wenn wir dann von vier bis sechs Wochen Vorbereitungszeit ausgehen, kann die Saison frühestens Ende August beginnen." Es würden mindestens noch "zwei bis drei Sitzungen ins Land gehen", bis man schlauer sei.

Für kleine Ligen mit lediglich zwölf bis 13 Teams, wie es in der Kreisliga D der Fall sein könnte, wäre eine Einfachrunde hingegen weniger interessant. Dort könnte eine normale Hin- und Rückrunde gespielt werden, damit die Mannschaften nicht zu wenige Spiele absolvieren.

Dass eine Einfachrunde auch Kritik hervorrufen kann, lässt sich kaum vermeiden. Es gibt kein Hin- und Rückspiel, nur ein "Hinspiel". Mannschaften, die in einem wichtigen Duell Heimrecht genießen, könnten bevorteilt sein. "Es ist wegen der Pandemie kein Wunschkonzert. Wir haben die Aufgabe, ein Spielsystem anzubieten, das durchführbar erscheint", betont Reichert.

Am 15. Mai beginnt Meldephase für Teams

Noch steht die Anzahl der Mannschaften in den Spielklassen von der Kreisoberliga bis hinunter in die Kreisliga D nicht fest. Die Anmelde-Phase für die Vereine läuft vom 15. Mai bis 6. Juni. Danach kann auch Reichert in die nächste Planungsphase gehen.

Offen ist die Situation auch noch im Kreispokal. Zahlreiche Spiele aus der Saison 2020/21 konnten noch nicht durchgeführt werden. Entweder wird der Wettbewerb vor der kommenden Saison zu Ende gespielt - oder ganz abgebrochen. Dann wäre jedoch die Frage, wer kommende Saison im Hessenpokal antreten darf, damit dem Kreis dieser Platz nicht verloren geht. Fragen über Fragen.

Im ebenfalls noch nicht beendeten Hessenpokal 2020/21 zeichnet sich eine Lösung ab. Dem Vernehmen nach sind die noch vertretenen Amateur-Vereine bereit, auf ihre Spiele gegen höherklassige Proficlubs zu verzichten. Dazu gehört Hessenligist SV Zeilsheim, der eigentlich Drittligist Wehen Wiesbaden empfängt. Womöglich wird es eine Ausgleichszahlung für Zeilsheim und Co. geben.

Unterschiedlich sind im Fußball-Kreis Main-Taunus auch die Meinungen beim Thema Zuschauer. Vereine aus den unteren Ligen sehen Geisterspiele vermeintlich gelassener, weil sie generell weniger Besucher haben, als Teams aus höheren Ligen. Doch wichtiger ist freilich allen Mannschaften, endlich wieder auf den Platz zu dürfen. Harald Joisten

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