Durch die Verschiebung der Runde kann Jil Nora Engelmann nun doch bei Eschborn spielen. foto: lorenz
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Durch die Verschiebung der Runde kann Jil Nora Engelmann nun doch bei Eschborn spielen.

Tennis, Regionalliga Damen

Tennis 65 Eschborn startet Mitte Juni

  • vonAlexander Wolf
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Trainer Archibald Pflug geht mit einem deutschen Team in dieMedenrunde

Sie wurden unter speziellen Bedingungen Hessenmeister und stiegen 2020 erstmals in die Regionalliga auf. Nun beeinflusst die Corona-Pandemie dort auch die Premieren-Saison für die Damen von Tennis 65 Eschborn.

Main-Taunus -Schon im Vorjahr hatten die Eschborner Tennisspielerinnen mit Trainer Archibald Pflug ihren Vorteil aus den besonderen Voraussetzungen gezogen. Mit ihrem starken Stamm aus deutschen Spielerinnen stiegen sie in die dritte Liga auf. Auch weil die Konkurrenten auf teure Verstärkungen aus dem Ausland verzichten mussten. Ein knappes Jahr später könnte die Lage wieder zum Vorteil werden. "Dass die Regionalliga-Saison nicht im Mai, sondern erst Mitte Juni gespielt wird, passt gut, weil dann auch Jil Engelmann dabei sein kann", erklärt Pflug.

Der Eschborner setzt auch in diesem Jahr auf eine fast komplett deutsche Mannschaft. Spitzenspielerin Engelmann weilt noch in den USA und arbeitet an ihrer Promotion. Erst Ende Mai kann sie zum neuen Team stoßen. Da der Südwest-Regionalverband mit Spielausschuss-Vorsitz Rolf Schmid keinen Sinn im frühen Start am 2. Mai sah - "Nach den bisherigen Beschlüssen können draußen nur fünf Personen aus zwei Haushalten spielen, also fallen Doppel nach derzeitigem Stand weg" - kann für Tennis 65 Eschborn die Aufstiegsmannschaft von 2020 plus Sarah Gronert an den Start gehen. Der Neuzugang vom TC Bredeney Essen lebt in Nordrhein-Westfalen und kann dort nur eingeschränkt trainieren. Die aktuelle Nummer 24 der Deutschen Rangliste wird kurz vor dem Rundenstart am 12./13. Juni - und dann immer freitags - zum Team stoßen.

Im Main-Taunus-Kreis war seit dem November-Lockdown nur Einzeltraining erlaubt. "Seit drei Wochen können wir immerhin zu zweit Bälle schlagen. In der neuen Regelung ist der Trainer ausgenommen", erklärt Pflug. Ob nach den neuen Beschlüssen ab dem 18. April auch wieder Doppel-Training erlaubt sein wird, kann und möchte er nicht abschätzen: "Wir stehen etwas im Dunkeln und müssen mit dem arbeiten, was wir haben."

Zusammen mit der neuen Nummer eins Gronert werden die Aufstiegs-Heldinnen Silvia Ambrosio (DTB-Rang 55), Fabienne Gettwart (92), Jil Engelmann, sowie Carolin Nonnenmacher und Jessica Raith in der Regionalliga Südwest aufschlagen. Die Slowenin Zala Dovnik gilt als Backup. Auch weil die Verpflichtung von Gina Feistel nicht zustande kommen konnte: Die ehemalige Eschbornerin spielte zuletzt bei SaFo Frankfurt, wollte eigentlich an ihrer alten Wirkungsstätte das Regionalliga-Abenteuer mitgestalten, musste aber passen, um ihr Tennis-Stipendium nicht zu gefährden. "Studieren am US-College geht nur, wenn du vorher nicht auf Profi-Niveau in Deutschland gespielt hast", erklärt Pflug. Feistel wird wohl für Bad Homburg in der Hessenliga spielen.

Auch ohne ist seine Mannschaft Regionalliga-tauglich, glaubt Trainer Pflug. Auch wenn die Konkurrenz aus Karlsruhe, Heidelberg, Reutlingen, Leonberg sowie die Mit-Aufsteiger Bernhausen und Ludwigshafen II mit einigen Top-Ausländerinnen gespickt sein könnten.

"Die meisten Vereine waren für eine Verschiebung in den Juni, weil das Reisen dann einfacher sein dürfte", weiß Pflug. Ob im Juni aber wirklich alle Spitzenspielerinnen in den Südwesten Deutschlands kommen können, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass mit der Verschiebung der Regionalliga Zeit gewonnen wurde. Die neuen, ersten Spieltermine sind am 12./13. Juni geplant. Dann soll es am 4. Juli, 10./11. Juli, sowie am 17./18. Juli weitergehen. Alexander Wolf

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