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Vier Tage lang als Trainingspartner Auge in Auge mit Timo Boll und Co.: Thomas Keinath (TTC Ober-Erlenbach).

Tischtennis

Thomas Keinath verlässt Drittliga-Meister Ober-Erlenbach

Die nächste Saison, dann in der 2. Liga, wird der TTC Ober-Erlenbach mit einer neuen Nummer eins angehen. Die Suche läuft schon länger.

Wenn die Fans des TTC Ober-Erlenbach am Sonntag im Rahmen der letzten Drittliga-Partie gegen den TTC Seligenstadt die Meisterschaft und den Wiederaufstieg feiern, werden sie gleichzeitig ihren besten Tischtennisspieler verabschieden. Denn Thomas Keinath steigt gleich zwei Spielklassen auf: in die Bundesliga. Der frühere deutsche und aktuelle slowakische Nationalspieler, inzwischen 37 Jahre alt, wird in der nächsten Saison für Playoff-Teilnehmer TTC Fulda-Maberzell an die Tische gehen.

„Ich hatte zwei schöne Jahre in Ober-Erlenbach, aber ich will wieder Erste Liga spielen“, sagt Keinath der TZ. Die Beletage sei zwar auch das Fernziel seines jetzigen Clubs, aber so lange könne er in seinem Alter nicht mehr warten. Vielleicht komme er wieder zurück, meint der Profi aus Hanau. In Fulda, seit 2005 Erstligist, heuert Keinath bereits zum vierten Mal an.

„Wir haben Thomas Keinath viel zu verdanken, er hat uns mit seiner Erfahrung und Spielstärke zurück in die 2. Liga gebracht“, kommentiert Team-Manager Johannes Herrmann. Die Nachwuchsförderung mit dualer Berufskarriere und Einbindung junger Spieler in die Bundesliga-Mannschaft stünden im Verein an erster Stelle, weshalb die Gespräche mit einem jüngeren Nachfolger für die Position eins auch schon weit fortgeschritten seien.

„Wir werden unseren Weg weitergehen, dabei unsere finanziellen Möglichkeiten genau abwägen. Es ist noch zu früh, Weiteres bekanntzugeben“, führt Herrmann aus. Die Vertragsunterzeichnung eines Spielers für die nächste Spielzeit hat der Club bisher nicht vermeldet.

Das Saisonfinale mit dem Hessenderby am Sonntag wird der Drittliga-Meister auch dafür nutzen, um in der Wingert-Sporthalle an der Seulberger Straße Werbung in eigener Sache zu machen. „TTCOE – mehr als ein Club“ lautet das Motto ab 12.30 Uhr. Die ersten Ballwechsel gibt es um 14 Uhr. Die Catering-Abteilung des Vereins bietet einen „Knödeltag“ an, ein Kuchen-Büfett ist reich bestückt. TTC-Pressesprecher Wieland Speer: „Wir wollen am Sonntag dafür Werbung machen, dass wir nicht nur im Spitzensport gut aufgestellt sind, sondern uns auch um Hobbyspieler, Familien, die Senioren und das Thema Inklusion kümmern.“

Quasi als Generalprobe für das Derby gegen Seligenstadt, das mit dem neuen Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes, Richard Prause, antritt, waren drei Ober-Erlenbacher am Wochenende bei den mit 22 000 US-Dollar dotierten German Open in Bremen im Einsatz. Durch sein 4:0 gegen den Franzosen Paul Gauzy gewann Keinath, dessen Ziel eine Olympiateilnahme ist, wichtige Weltranglisten-Punkte. Er scheiterte dann mit 2:4 am Japaner Masato Shiono nach 1:0- und 10:8-Führung.

Die Erlenbacher Dominik Scheja (Weltranglistenplatz 457) und Julian Mohr (534) zahlten in Bremen Lehrgeld. Scheja verlor gegen den Japaner Juma Tsuboi (157) mit 2:4 und Mohr gegen Chia-Sheng Lee aus Taipeh (177) mit 0:4. Im U-21-Wettbewerb unterlag Mohr gegen den Franzosen Alexandre Robinot (159) mit 1:3 und Scheja gegen den Belgier Robin Devos (150) mit 2:3. In dieser Woche starten die TTC-Youngster bei den Spanish Open in Almeria. rem/sp

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