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Er gibt noch bis zum Sommer die Richtung vor. Der Eppsteiner Trainer Jan Immel hört nach dieser Saison auf.

Handball

Bei der TSG Eppstein geht Jan Immel im Sommer nach achtjähriger Tätigkeit

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Beim Handball-Landesligisten TSG Eppstein ändert sich etwas auf der Trainerposition. Nach acht Jahren wird Jan Immel im Sommer aufhören.

Bereits frühzeitig setzte Jan Immel Signale an den Vorstand, dass diese Saison bei der TSG Eppstein seine letzte sein würde. „Das habe ich den Verantwortlichen schon im vergangenen Sommer gesagt, und nun habe ich es endgültig klar gemacht“, erklärt der Eppsteiner Trainer.

„Ich mache das, seitdem ich neun bin“, gibt Jan Immel für seinen Entschluss an, in Eppstein aufzuhören. Mittlerweile ist Immel 42 Jahre alt, das heißt, er ist dem Handball seit 33 Jahren eng verbunden – und das ohne Pause. Ganz ohne den Sport wird er nicht bleiben: Gemeinsam mit Christian Fleischer wird er die weibliche C-Jugend der TuS Nordenstadt trainieren, in der auch seine Tochter aktiv ist. Sie fährt er auch zu Auswahl-Maßnahmen des Hessischen Handball-Verbandes, aber dennoch wird sein Aufwand für den Handballsport wesentlich kleiner werden. „Ich merke, dass mir die Wochenenden fehlen. Ich möchte dann auch mal machen, was ich möchte. Ich bin an so einem Punkt, dass ich Luft haben möchte.“

Auszeit

Immel weiß nicht, wie lange seine Auszeit dauern wird. „Es braucht sich jetzt aber keiner zu melden. Das bringt gar nichts“, macht er deutlich, dass er keinerlei Ambitionen hat, einen neuen Job bei einem neuen Verein zu beginnen.

Für Immel ist es erfreulich, dass sein Nachfolger bereits gefunden ist. „Ich bin froh, dass es Thomas Scherer geworden ist“, erklärt Immel, „mir war es wichtig, dass ein Trainer die Mannschaft übernimmt, der mit jungen Leuten arbeiten kann. Er ist ein anderer Trainer, auf den sich die Jungs einstellen müssen, weil er viel fordert. Aber sie werden sich auf ihn einstellen und ich werde mich mit ihm noch absprechen“.

Auch die Verantwortlichen der TSG Eppstein um Jens Ladwig und Tatjana Schier sind zufrieden, so frühzeitig die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt zu haben. „Persönliche Gespräche ließen es bereits im Sommer erahnen, dass es für unseren Trainer Jan-Olaf Immel zunächst die letzte Saison im Aktivenbereich sein sollte. Zu groß ist die Lust, nach so vielen Jahren Handball in allen Lebenslagen einfach mal die Wochenenden ohne Termine zu genießen und anderen Aktivitäten mit der Familie nachzugehen“, erklärt Tatjana Schier.

So konnten die Eppsteiner Verantwortlichen frühzeitig nach einem neuen Trainer Ausschau halten. „Nach den ersten Gesprächen war sofort klar, dass genau dieser Trainer menschlich besonders gut unser Führungsteam an Bord ergänzen kann und fachlich sowieso zu den Besten zu zählen ist. Daher ist die Freude groß, dass wir mit Thomas Scherer ab der nächsten Saison einen würdigen Nachfolger als Trainer für unsere Herren gewinnen konnten“, freut sich Tatjana Schier.

„Jan Immel hat als Trainer der Herren in den letzten Jahren mit uns viele Segel erfolgreich gesetzt, sei es Ausbildung der Nachwuchsspieler, Aufstiege in die Landesliga, Trainerschulung und viele wichtige Kleinigkeiten. Es ist schade, dass er uns verlässt, aber wir hoffen, dass der freundschaftliche Kontakt erhalten bleibt und Jan uns im Jugendbereich bei dem einen oder anderen Sondertraining unterstützt“, erklärt Schier. Sie ist davon überzeugt, dass Thomas Scherer eigene neue Impulse bei den Herren setzen kann, erfolgreich die bisherige Arbeit von Jan Immel fortsetzt und die nachrückenden potenziellen Nachwuchsspieler in die Aktiven integrieren wird. „Dass wir so viel Glück haben, nach einem sehr guten Trainer wieder einen Trainer von hoher Qualität in unserem Verein begrüßen zu dürfen, ist nicht zu unterschätzen“, so Schier, „vielleicht spricht es auch für unsere verlässliche und freundschaftliche Vereinsatmosphäre. Wir versuchen, mit den wenigen Mitteln die besten Möglichkeiten für unsere Mitglieder zu schaffen“.

Deutscher Meister

Die geringe Trainerfluktuation bei den Herren spreche für den Verein. Diesen Trend wird wohl auch Thomas Scherer fortsetzen können. Scherer war zuletzt bei der TuS Holzheim tätig, trainierte zuvor die TSG Eddersheim, den TV Idstein, die SG Wallau II, die er in die Oberliga führte, und er wurde mit der A-Jugend der SG Wallau deutscher Meister, wobei er Talente wie die jetzigen Bundesliga-Spieler Michael Allendorf, Tobias Hahn und Tobias Schimmelbauer in seinen Reihen hatte.

Tatjana Schier gab zudem bekannt, dass die Damen-Mannschaft noch einen neuen Trainer sucht, der die sehr gute Arbeit des jetzigen Trainers Christian Becker weiter ausbauen kann.

(vho)

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