Robin Dankof (rechts) hat mit seinem TuS Dietkirchen zum Auftakt den FV Bad Vilbel zu Gast. Links: Hadamars Rückkehrer Jann Bangert, der mit seinem Team in Griesheim antritt.
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Robin Dankof (rechts) hat mit seinem TuS Dietkirchen zum Auftakt den FV Bad Vilbel zu Gast. Links: Hadamars Rückkehrer Jann Bangert, der mit seinem Team in Griesheim antritt.

Fußball-Hessenliga

TuS Dietkirchen daheim gegen FV Bad Vilbel, SV Rot-Weiß Hadamar muss nach Griesheim

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Endlich. Der Startschuss zur Saison 2021/22 in Hessens höchster Fußball-Amateurklasse ertönt nach über neun quälenden Monaten an diesem Wochenende.

Für den TuS Dietkirchen startet das „Unternehmen Klassenerhalt“ in Gruppe B mit einem Heimspiel gegen den FV Bad Vilbel (Anstoß: Samstag, 16 Uhr) – gleich also ein „Sechs-Punkte-Spiel“. Für den SV Rot-Weiß Hadamar führt die Reise zum SC Viktoria Griesheim (Anstoß: Samstag, 15 Uhr). 

TuS Dietkirchen – FV Bad Vilbel. Blickt man auf die letzten beiden Testspiele des TuS Dietkirchen beim FV Biebrich und bei den Sportfreunden Eisbachtal (jeweils 1:3-Niederlagen), muss einem beinahe angst und bange werden. Allerdings besteht kein Zweifel daran, dass Testspiele eben keinerlei Aussagekraft haben. In Summe zieht TuS-Coach Thorsten Wörsdörfer nämlich ein positives Vorbereitungs-Fazit: „Die ersten Wochen nach dem Neuanfang waren richtig gut. In den letzten Testspielen sind uns dann aber auch ein bisschen die Augen geöffnet worden, woran es noch hapert. Dennoch ist es von Vorteil, dass meine Jungs sich gut einzuschätzen wissen. Die Herausforderung für uns ist in dieser Liga riesengroß. Und wir werden nur Erfolg haben, wenn wir anders auftreten als in der letzten Woche.“ Was den Trainer optimistisch stimmt, sind die Eindrücke der letzten Tage: „Die Trainingswoche war sehr gut, es fühlt sich an, als fänden wir so langsam in die Spur. Auch personell sieht es besser aus – wir sehen uns also gerüstet, müssen aber nun alles in diese 90 Minuten investieren, weil die Vorbereitungsphase noch länger andauern wird.“

Der FV Bad Vilbel war bisher für die Schwarz-Roten kein gutes Pflaster. 2019/20 setzte es in beiden Partien Pleiten. Das soll sich gegen die mit vielen jungen Spielern gespickte Elf von Trainer Amir Mustafic nun ändern. „Es ist schwer einzuschätzen, weil Bad Vilbel auch einen Umbruch hatte. Wir hoffen, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen und wollen natürlich vor allem auf eigenem Platz die Punkte bei uns behalten. Wichtig wird aber sein, dass wir kein frühes Gegentor bekommen und als Mannschaft einfach viel besser verteidigen. Ein guter Start wäre angesichts der nächsten beiden Gegner (Hadamar, Walldorf) wichtig“, weiß „Wörsi“, worauf es neben konsequenter Chancenverwertung noch ankommt. Zudem hofft er, dass seine Spieler die Hessenliga zu schätzen wissen: „Viele haben sportlich betrachtet nach der 10. Klasse direkt den Bachelor gemacht. Jetzt müssen wir zusehen, dass es auch für den Master reicht“, witzelt Wörsdörfer. Bis auf Oskar Stahl und gegebenenfalls Marco Müller sind alle an Bord. Redaktionstipp: 1:0.

SC Viktoria Griesheim – SV Rot-Weiß Hadamar. Vorfreude auch in Hadamar. Trainer Stefan Kühne sieht seine Mannschaft für den Auftakt gerüstet: „Wir sind bereit. Auch wenn wir nach wie vor einen kleinen Kader haben, wollen wir eine gute Rolle spielen. Wir haben genügend Qualität, müssen das aber auch auf den Platz bringen.“ Genau das hatte im letzten Testspiel beim FC Waldbrunn (0:1) ein Stück weit gefehlt, das weiß auch der Coach: „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir verlieren werden, wenn wir so auftreten. 20 Meter vor des Gegners Tor fehlen uns die Lösungen, und auch unser Passspiel war zu langsam und zu träge. Das muss besser werden, denn es wird auch in der Hessenliga Spiele geben, in denen wir Geduld brauchen.“ Allgemein macht es sich der Ex-Profi relativ einfach, wenn er ein Fazit zur Vorbereitungszeit ziehen soll: „Das weiß ich erst nach vier, fünf Spielen. Starten wir erfolgreich, haben wir alles richtig gemacht. Wenn es in die andere Richtung läuft, müssen wir hinterfragen, was wir falsch gemacht haben.“

Griesheim, bis auf die letzte Begegnung im März 2020 (1:2-Niederlage aus SVH-Sicht) der absolute Lieblingsgegner der Fürstenstädter, kommt erneut als Wundertüte daher, hatte sich jedoch schon in der Vorsaison deutlich stabiler gezeigt als in den Jahren zuvor. In den zahlreichen Testspielen setzte es keine Niederlage, allerdings kamen die Widersacher meist aus unteren Klassen. „Wir wissen wenig über den Gegner, sind aber – egal gegen wen wir spielen – immer gewarnt“, macht Kühne aus der Einstellung seiner Elf kein Geheimnis. „Wir müssen unsere Qualitäten einbringen, dann können wir gegen jeden gewinnen.“ Ambitioniert, aber nicht unmöglich – das ist auch die Zielsetzung für die Saison. Stefan Kühne sagt: „Wir wollen am Ende in der Aufstiegsrunde dabei sein. Das bedeutet, dass wir mindestens Fünfter werden müssen.“ Bis auf den verletzten Keeper Leon Hasselbach können die Rot-Weißen aus dem Vollen schöpfen. Eines betont der Trainer: „Bei uns gibt es keine Stammspieler. Wir werden immer rotieren und brauchen jeden einzelnen, aber jeder weiß auch, dass er noch Luft nach oben hat.“ Redaktionstipp: 0:2. PATRICK JAHN

Freitag:

SV Zeilsheim – FC Eddersheim 20.00

Samstag:

SC Waldgirmes - Türk Gü. Friedberg abgesagt

Viktoria Griesheim - SV RW Hadamar 15.00

TuS Dietkirchen - FV Bad Vilbel 16.00

Sonntag:

VfB Ginsheim - Rot-Weiß Walldorf 15.00

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