Spieler des Monats August: Till Kremer von der SG Heringen/Mensfelden.
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Spieler des Monats August: Till Kremer von der SG Heringen/Mensfelden.

NNP-Serie: Spieler des Monats

Till Kremer und sein ganz besonderer Fünferpack

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats August“ für Till Kremer vom Fußball-A-Liga-Spitzenreiter SG Heringen/Mensfelden entschieden. In die engere Auswahl kommt jeweils ein Fußballer/eine Fußballerin, der/die auf oder neben dem Sportplatz besonders positiv aufgefallen ist.

Der 22. August 2021 geht in vielerlei Hinsicht als besonderer Tag in die persönliche Laufbahn von Till Kremer ein. Beim 6:1-Erfolg seiner SG Heringen/Mensfelden gegen den RSV Weyer 2 sind dem Stürmer sagenhafte fünf Tore - vier davon in den ersten 40 Minuten - gelungen. Dass es an diesem Tag nicht nur sportlich herausragend gelaufen ist, sondern auch andere Dinge eine tragende Rolle gespielt haben, darüber klärt der Angreifer auf: „Zwei Stunden vor dem Anpfiff hat mich mein Bruder angerufen und mir mitgeteilt, dass ich nun Onkel bin. Diese schöne Nachricht und der Besuch meiner Freundin bei diesem Spiel haben mir eine ordentliche Portion Motivation mitgegeben. Im Endeffekt hatte ich mir vorgenommen, für beide jeweils ein Tor zu machen - dass es dann letztlich fünf geworden sind, hätte ich natürlich niemals gedacht.“

Till Kremer wäre nicht Till Kremer, würde er neben seiner enormen Abschlussstärke im Sechzehner nicht auch die Leistung seiner Mitspieler hervorheben: „Da waren natürlich auch hervorragende Zuspiele dabei, die mir geholfen haben.“ Alleine zwischen der 32. und 40. Minute gelang Till Kremer ein lupenreiner Hattrick. Aber warum läuft es bei ihm so gut? Nicht nur die fünf Treffer in diesem Spiel zeigen, wie wertvoll der 21-Jährige für den Aufstiegskandidaten ist. In bisher sechs Pflichtspielen - inklusive Kreispokal - hat Till Kremer schon sagenhafte zwölf Tore erzielt. Er meint: „Ich bin fit und würde behaupten, dass ich mich in absoluter Bestform befinde. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass ich durch den Sporteignungstest, den ich studienbedingt an der Sporthochschule Köln absolvieren musste, konditionell auf einem sehr hohen Level bin und in der Corona-Pause auch physisch an mir gearbeitet habe.“

Trifft der in Mensfelden lebende Stürmer weiter so regelmäßig, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich höherklassige Vereine melden. Doch Kremer schiebt dem (erstmal) einen Riegel vor: „Es müsste schon vieles zusammenkommen, dass ich den Verein wechsle. Natürlich möchte ich mich auch höherklassig beweisen, aber bei Heringen/Mensfelden spielen nun mal all meine Freunde, und unser Zusammenhalt ist stark wie nie zuvor.“ Auf die Frage, wie viele Tore es am Ende der Saison sein sollen, zeigt sich der Student (ab Oktober) bescheiden: „Mein Trainer hat mir vor der Saison gesagt, dass er sich 15 Tore wünscht. Jetzt orientieren sich einige unserer Fans natürlich eher an der Zahl 30. Ich selbst setze mir da aber gar nicht so große Ziele. Ich möchte einfach in jedem Spiel mein Bestes geben und hoffe, dass wir als Mannschaft die Spiele gewinnen. Wie viele Tore ich dabei mache, ist mir nicht wichtig.“

Dass sein Team spätestens nach dem 2:0-Sieg gegen Mitfavorit SG Nord, bei dem Till Kremer zu allem positiven Überfluss auch noch ein Fallrückzieher-Tor gelungen ist, ein ganz heißer Kandidat auf den Titel ist, freut den 21-Jährigen natürlich: „Klar ist das ein schönes Gefühl, wenn man als Mannschaft so wahrgenommen wird. Der Verein hat vor der Saison ,unter den ersten Drei‘ angegeben, mein Ziel ist aber ganz klar der Aufstieg. Unser Team ist so stark wie noch nie, und es gäbe für mich nichts Schöneres, als mit dieser Mannschaft meinen ersten Aufstieg zu feiern. Ich für meinen Teil werde alles dafür geben und versuche natürlich, noch mehr aus mir herauszuholen.“

PATRICK JAHN

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