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Tinka Uphoff läuft Streckenrekord

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Von: Walter Mirwald

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Strahlendes Siegertrio beim Schinderwaldlauf. Die Flörsheimerin Irina Haub, Tinka Uphoff und Lea Laufer (von links). FOTO: mirwald
Strahlendes Siegertrio beim Schinderwaldlauf. Die Flörsheimerin Irina Haub, Tinka Uphoff und Lea Laufer (von links). FOTO: mirwald © Walter Mirwald

177 Starter sorgen für gutes Comeback in Lorsbach

Lorsbach -"Das gibt diesmal einen besonderen Lauf in der Frauenklasse bei einer hochklassigen Besetzung", hatte der Vorsitzende des TV Lorsbach, Stefan Theilig, vor dem Start des Hauptlaufes über 10,5 Kilometer beim 60. Schinderwaldlauf prophezeit. Er sollte recht behalten. Tinka Uphoff (Eintracht Frankfurt) siegte mit einem Streckenrekord auf der anspruchsvollen Strecke mit rund 260 Höhenmetern in 45:53 Minuten. Zweite wurde Lea Laufer von TuS Deuz in 48:09 Minuten vor der bisherigen Streckenrekordhalterin Irina Haub (DJK Flörsheim/48:52). Die Flörsheimerin hatte die bisherige Bestmarke seit 2019 mit 46:52 Minuten gehalten. Bei den Männern siegte Jörn Harland (SSC Hanau-Rodenbach/40:52) vor dem Wehrheimer Benjamin Fuchs (Willpower/44:27) und Frederic Fender (Sportgruppe Europäische Zentralbank/45:02).

Tinka Uphoff kennt die Strecke von Trainingsläufen, war aber zum ersten Mal beim Schinderwaldlauf dabei: "Im Training läuft man nicht bis an die Grenze. Heute war das eine harte Sache nach einer anstrengenden Arbeitswoche", sagte die Juristin. Die 23 Jahre alte Zweitplatzierte Lea Laufer aus Deuz hatte den langen Weg zu ihrer Premiere in Lorsbach auf sich genommen, "weil das Streckenprofil in mein Trainingsprogramm gepasst hat". Warum? "Das war ein schönes Training für den Rennsteiglauf, den ich in zwei Wochen bestreite."

Irina Haub von der DJK Flörsheim, die auch schon beim Kreisstadtlauf gewonnen hatte, ist mit 42 Jahren flott unterwegs. Im April ist sie in Zürich einen Marathon in für sie zufriedenstellenden 2:59 Stunden gelaufen. Nach einer kurzen Pause will sie sich auf die Herbstsaison vorbereiten, in der wichtige Rennen anstehen.

Zum ersten Mal war der schnellste Mann über 10,5 Kilometer, Jörn Harland vom SSC Hanau-Rodenbach, beim Schinderwaldlauf dabei. "Ich habe vor längerer Zeit in Hofheim gearbeitet und in Lorsbach einige Höhenrunden trainiert", sagt der deutsche Berglaufmeister 2021 der Klasse M40. Sein Eindruck: "Eine harte Strecke, alles super organisiert." Der Zweitplatzierte Benjamin Fuchs ist Stammgast beim Schinderwaldlauf und schwärmte: "Lorsbach ist immer eine Reise wert." So empfanden es alle 177 Finisher, die nach der Corona-Pause dankbar waren, dass sie sich bei offiziellen Wettkämpfen wieder austoben können.

Wer die 10,5 Kilometer lange Strecke zum Bahái-Tempel mit den vielen Abs und Aufs und den 260 Höhenmetern meistern will, muss sich in manchen Passagen richtig schinden, so dass der Name Schinderwaldlauf eine doppelte Bedeutung erhält. Aber wer im Ziel mit der Jubiläumsmedaille ausgezeichnet wurde und in familiärer Atmosphäre feierte, war zufrieden. Zumal das Wetter bis auf kleine Regenschauer mitspielte.

Vordere Plätze im Hauptlauf der Männer erreichten Florian Gossenoner (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain/5.) in 48:14 Minuten), Stefan Geßner (SV Fischbach/16. 51:10) sowie Alfred Graef (51:45) und Matthias Nussbicker (52:24/Physio Vit Flörsheim), die die Plätze 18 und 19 belegten. Bei den Frauen erreichten die Eppsteinerinnen Tanja Sehorsch (1:03,7) und Christiane Schumpich (1:04,13) die Plätze 10 und 11. Marla Barth (Höchster SV) wurde 13. in 1:05,46 vor Bettina Jansen (DJK Flörsheim) in 1:07,29 Stunden.

Der Vereinsvorsitzende Stefan Theilig, der die Startkommandos abgab und den Zieleinlauf kommentierte, betonte die Bedeutung der Jugend- und Schülerrennen, "um den Nachwuchs zu generieren". Den Jugendlauf über 3000 Meter gewann bei den Mädchen Katja Horst vom SC Königstein vor Carla Gräfe vom TV Hofheim und Finja Rothagen vom TV Wallau. Schnellster bei den Jungs war Pharrell Pöselt vom TV Waldstraße vor Lasse Vömel vom TV Wallau.

Schnellste im Schülerlauf über 1000 Meter bei den Mädchen war Lina Rittgen vom LC Olympia Wiesbaden vor Caroline Heubach vom TSG Usingen und Lina Schwind vom TV Lorsbach. Einen Doppelsieg für den TV Lorsbach gab es im Rennen der Jungen für Jannik Braun und Alexander Nordlander vor Levi Schmidt von der TSG Marxheim. wm

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