Tobias Kirch war bis zum vergangenen Jahr der leitende Landestrainer des Hessischen Tischtennis-Verbandes. foto: DTTB
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Tobias Kirch war bis zum vergangenen Jahr der leitende Landestrainer des Hessischen Tischtennis-Verbandes.

Tischtennis, Hochtaunus

Tobias Kirch soll Ober-Erlenbachs Erstliga-Trainer sein

Der TTC OE Bad Homburg hat mit der Verpflichtung eines Trainers seine Kaderplanung abgeschlossen. Unterdessen misst sich ein Akteur des Zweitliga-Meisters aus dem Hochtaunus mit einem Weltklassespieler.

Der Mann bringt eine Menge Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Talenten mit, darüber hinaus kennt er sich im professionellen Tischtennis aus. Diese beiden Gründe haben den Sportlichen Leiter Sven Rehde und Geschäftführer Mirko Kupfer dazu bewogen, Tobias Kirch zum TTC OE Bad Homburg zu lotsen. Der 39-jährige Kölner ist für die nächste Saison Trainer der 1. Mannschaft. Wenn der TTC OE die Lizenz erhält (eine Entscheidung steht in diesem Monat an), wird diese erstmals in der 1. Bundesliga an die Tische gehen.

Tobias Kirch arbeitete unter anderem schon als U18-Bundestrainer für den Deutschen Tischtennis-Bund, führte Talente wie Nina Mittelham und Chantal Mantz zu Titelgewinnen bei Jugend-Europameisterschaften. Von 2015 bis 2019 war er der leitende Landestrainer des Hessischen Tischtennis-Verbandes. Als Coach saß Kirch schon für den Männer-Bundesligisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und den Frauen-Erstligisten Hannover 96 "an der Box".

Künftig soll der Übungsleiter die Verantwortung für den sportlichen Bereich der Bundesliga-Mannschaft in Ober-Erlenbach tragen. "Der Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung und Betreuung der Mannschaft an den Spielwochenenden", erläutert Kupfer, auch die Aufstellung des Teams obliegt natürlich dem Trainer. Für eine "positive Mannschaftsdynamik" soll der neue Mann zudem beim TTC OE sorgen. Das ist den Verantwortlichen sehr wichtig. Denn nur so können die überwiegend noch sehr jungen Individualisten im Erstliga-Kader auch ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen.

Nils Hohmeier ist mit 22 Jahren schon der zweitälteste Akteur. Der U23-Nationalspieler schied beim zweiten Qualifikationsturnier im Rahmen des Düsseldorf Masters im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Dimitrij Ovtcharov aus. Hohmeier, mit dem TTC OE in der vorzeitig beendeten Saison Zweitliga-Meister, musste sich dem Weltranglistenelften mit 8:11, 2:11 und 9:11 geschlagen geben.

"Ich habe gut mitgespielt und bin zufrieden", bilanzierte Hohmeier. Im dritten Durchgang lag er sogar mit 5:1 und 7:4 in Führung, konnte den Vorsprung jedoch nicht ins Ziel bringen. "Dimitrij gehört zu den Besten der Welt. Er spielt viel konstanter und mit einer höheren Qualität als ich", lobte Hohmeier seinen Gegner. Trotz der Niederlage gewann der Wahl-Düsseldorfer dem Match auch etwas Positives ab. "Aus so einer Begegnung kann ich einiges lernen und viel für das Training mitnehmen."

Vom 15. bis 17. Juni findet das dritte Ausscheidungsturnier in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt statt. Aufgrund der strengen Hygienevorschriften bleibt es dabei, dass keine Zuschauer zu den Spielen in der Halle zugelassen sind. (rem/stei)

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