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Beste Bedingungen auf dem Rad.

Ironman in Hawaii

Tolles Event trotz Missgeschicks für Sindlinger Bernd Müller

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Mit vielen eindrucksvollen Erinnerungen kehrte der Sindlinger Bernd Müller vom Ironman aus Hawaii wieder nach Deutschland zurück.

„Das war ein Super-Event. Ich würde es immer wieder tun, aber nicht nächstes Jahr“, fasste der Sindlinger Ironman seine Eindrücke zusammen, die er bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii gesammelt hatte.

Der Sindlinger, der sich in der Klasse M65 beim Ironman in Frankfurt für den Saisonhöhepunkt qualifiziert hatte, erlebte schon vor dem Wettkampf einige tolle Tage auf der Insel. „Das war das Nonplusultra. Die ganze Woche war herrlich, auch der Einmarsch der Athleten aus den verschiedenen Nationen. Die machen viel für die Leute. Für uns war Thomas Hellriegel ein ständiger Ansprechpartner“, berichtete Bernd Müller, der sich mit Jürgen Zäck auf diese Wettkämpfe vorbereitet hatte. Die beiden waren im ständigen Internet-Austausch.

Auch der Wettkampf verlief für Bernd Müller optimal. Hatte er beim Training noch die Befürchtung, dass ihm die Brandung im Meer beim Schwimmen Probleme machen würde, so bewahrheitete sich dies nicht am Wettkampftag. „Das Wasser war ganz glatt und ich kam so in einen guten Rhythmus“, berichtete der Athlet des KCR Sindlingen, „wir hatten wirklich super Verhältnisse, so, wie sie nur ganz selten hier sind“. Nach 1:45 Stunden hatte er das Wasser verlassen und war auch auf dem Rad gut unterwegs. Trotz der 1600 Höhenmeter auf der 180 Kilometer langen Strecke gelang es ihm, einen Schnitt von 30 Kilometer pro Stunde zu halten. Nach gut sechs Stunden konnte Müller vom Rad steigen und dann den abschließenden Marathon angehen.

Dort war Müller allerdings ein Fauxpas unterlaufen. „Ich habe mich bei den Strümpfen vergriffen. Die Folge davon war, dass ich nasse Füße und irgendwann offene Fußsohlen bekam“, berichtete der Sindlinger, „daher konnte ich die letzten 21 Kilometer nur noch gehen. Da habe ich den Highway mit jedem Schritt vermessen“. Jedoch bekräftigte er, dass er in keiner Minute ans Aufgeben gedacht hatte: „Ich wollte unbedingt nach Hawaii und nun auf jeden Fall ins Ziel kommen.“ Hatte er in Frankfurt noch 11:59 Stunden benötigt, so wurden es auf Hawaii durch dieses Missgeschick zwei Stunden mehr. Bis zu seinem Tempoverlust hatte er sich beim Laufen vom 26. auf den 21. Platz vorgelaufen, war dann aber als 27. ins Ziel gekommen. Dennoch war Müller glücklich: „Ich würde es wieder machen. Aber es war ein Riesen-Aufwand mit dem Training, das war schon hart. Aber vielleicht in zwei Jahren . . .

(vho)

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